Wiesn-Wirt Krätz akzeptiert Strafbefehl: Kein Prozess

+
Hat einen Strafbefehl über 18 000 Euro wegen vorsätzlicher Körperverletzung akzeptiert: Oktoberfestwirt Sepp Krätz. 

München - Kurz vor einem Prozess vor dem Münchner Amtsgericht hat Oktoberfestwirt Sepp Krätz einen Strafbefehl über 18.000 Euro wegen vorsätzlicher Körperverletzung akzeptiert.

In letzter Minute hat Wiesn-Wirt Sepp Krätz den öffentlichen Pranger abgewehrt. Einen Tag vor der anberaumten Verhandlung vor dem Münchner Amtsgericht akzeptierte er einen Strafbefehl über 18.000 Euro wegen vorsätzlicher Körperverletzung.

Der langjährige Chef des Hippodroms auf der Wiesn hatte 2010 einen vermeintlich säumigen Putzmann getreten. Die Staatsanwaltschaft erwirkte daraufhin gegen den 56 Jahre alten Gastronomen einen Strafbefehl. Wie Torsten Fricke, der Sprecher des Wirts am Mittwoch der tz berichtete, habe Krдtz seinen zunächst eingelegten Einspruch gegen die Geldstrafe zurückgezogen. Der Strafbefehl sei damit rechtskräftig geworden.

Ursprьnglich hätte ein Amtsrichter am Donnerstag über den Widerspruch des prominenten Wirtes verhandeln sollen. Diese Verhandlung ist nun hinfällig.

In der offiziellen Stellungname des Wiesn-Wirtes heißt es: „Mein damaliger Mitarbeiter und ich haben einen Schlussstrich unter den leidigen Vorfall gezogen. Nachdem er seine Anzeige widerrufen hat, habe auch ich meinen Einspruch gegen den Strafbefehl zurückgezogen, obwohl die mir darin zu Last gelegten Taten so nicht zutreffen.“

Krätz erklärt seine Beweggrьnde folgendermaßen: „Ich möchte mit der Rücknahme meines Einspruchs auch meinen Teil dazu beitragen, dass der junge Mann nicht über einen Prozess ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerät und nach seinem Studium möglicherweise Nachteile bei der Jobsuche bekommt.“

Damit sei der 56-Jährige nicht vorbestraft, betonte sein Sprecher.

tz

Quelle: Oktoberfest live

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser