Wiesnblaulicht vom Dienstag

Rosenheim - Der fünfte Wiesntag war für die Polizei ein Tag zum Durchschnaufen. Vor dem Besucheransturm am Wochenende gab es wenig Einsätze.

Als ein 15-jähriger Bursche gegen 20.20 Uhr beim „Wildbieseln“ am Klosterweg ertappt wurde, gab er bei der Personalienfeststellung ein falsches Geburtsdatum an. Und weil der junge Mann außerdem deutlich „einen über den Durst“ getrunken hatte, wurde er zur Wache mitgenommen, wo ihn später sein Vater abholte. Nebenbei handelte sich der jugendliche Rosenheimer noch ein Wiesnverbot ein.

Zwei 15 und 16 Jahre alte Mädchen wurden gegen 23 Uhr am Rande der Loretowiese kontrolliert, weil sie sich nicht mehr ganz sicher auf den Beinen halten konnten. Bei der 15-Jährigen ergab der Alkotest 0,7 Promille, bei der 16-Jährigen sogar 1,5 Promille! Natürlich wurden die Eltern informiert und mussten die Mädchen abholen.

Völlig daneben benahm sich ein 19 Jahre alter Kolbermoorer, der sich mit einem Spezl verdächtig im Bereich einer Toilettenanlage herumtrieb. Auf dem Weg zur Personalienüberprüfung zur Wiesnwache schlug er plötzlich um sich, so dass die Beamten körperlich zugreifen mussten. Danach beleidigte er einen der Polizisten mehrfach unflätig, was ihm neben einem Wiesnverbot natürlich noch eine Strafanzeige einbrachte.

Mit annähernd drei Promille torkelte ein junger Mann aus Edling um 23.45 Uhr in die Wache. Weil er verständlicherweise selbst nicht mehr in der Lage war, nach Hause zu kommen und ihn auch kein Angehöriger abholen konnte (oder wollte), blieb er über Nacht zu seinem eigenen Schutz und zur Ausnüchterung in der Zelle.

Für einen 19-jährigen Priener war der gestrige Besuch auf dem Herbstfest für heuer der letzte, denn er bekam außer einer Anzeige wegen Hausfriedensbruch noch ein Wiesnverbot. Nachdem er vom Sicherheitsdienst mehrfach angemahnt worden war, weil er riskant auf den Tischen stand und andere Gäste anpöbelte, wurde er aus dem Zelt verwiesen und erhielt zunächst „nur“ ein Hausverbot. Doch das scherte ihn wenig, denn kurz darauf war er wieder im Zelt, was ihm dann die erwähnte Strafanzeige und das Wiesnverbot einbrachte.

Mit bislang 28 Wiesnverboten nach den ersten fünf Tagen wurden schon fast doppelt so viele verhängt, wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Neben der konsequenten Haltung der Polizei liegt das sicherlich auch an der deutlich erhöhten Anzahl der eingesetzten Ordner auf dem Festgelände und in den Betrieben.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © Reisner

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