Wiesnblaulicht vom Donnerstag

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Rosenheim - Wenn zwei Frauen sich um einen Mann streiten, dann fliegen schonmal die Masskrüge. So geschehen am Wiesn-Donnerstag:

„Zwar nicht beschaulich, aber doch relativ ruhig“, so verlief in der Rückschau der gestrige Donnerstag für die Polizisten auf der Wiesnwache. Dennoch gab es wieder einige Vorfälle, bei denen die Beamten gefordert waren.

Um 22.10 Uhr kam es am Biertisch zu einem Streit zweier junger Frauen, bei der es wohl um einen Mann ging. Eine 23-Jährige soll dabei ihrer 21-jährigen Kontrahentin einen Maßkrug gegen den Kopf geworfen haben. Die revanchierte sich und schlug ihrer Rivalin wiederum mit demselben Krug so stark gegen den Kopf, dass diese ins Krankenhaus gebracht werden musste. In diesem Fall werden noch weitere Ermittlungen die genauen Umstände klären müssen.

Nachdem die Beamten dieses Körperverletzungsdelikt gerade aufgenommen hatten, führte sich noch ein 29-Jähriger auf, der zuvor mit am Tisch gesessen war. Als er die Polizisten anbrüllte und sogar versuchte einen Beamten zu schlagen, mussten die zupacken und den Kolbermoorer festnehmen. Ihn erwarten jetzt Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung und Widerstandes gegen die Polizeibeamten.

Für einen 17-jährigen Rosenheimer war der gestrige Abend auf dem Herbstfest der letzte dort. Er wurde in Gewahrsam genommen und handelte sich außer einer Strafanzeige noch ein Wiesnverbot ein, weil er zwei 16-Jährige mit der Faust ins Gesicht geschlagen und dabei leicht verletzt hatte.

Zwei Herbstfestbesucherinnen wurden Opfer von Langfingern. Einer 49-Jährigen wurde auf dem Festgelände die Handtasche gestohlen. Die wurde zwar später samt den persönlichen Dokumenten und Scheckkarten wiedergefunden, das Bargeld war aber entnommen worden. Der zweite Diebstahl konnte von den Wiesnbeamten geklärt werden. Bei Vernehmungen gab eine 14-Jährige zu, aus der Handtasche der Geschädigten den Geldbeutel und daraus wiederum fünf Euro genommen zu haben. Der Geldbeutel konnte daraufhin in einem Gebüsch in der Nähe des Festgeländes wiedergefunden werden. Nach den polizeilichen Maßnahmen konnte der Vater die 14-Jährige auf der Wache abholen.

Einen sturzbetrunkenen 15-Jährigen trafen die Polizisten am Rande der Loretowiese an. Der Jugendliche war nicht mehr imstande, seine Personalien richtig anzugeben und wurde deshalb mit zur Wache der Polizeiinspektion genommen. Nachdem die Mutter ermittelt war, konnte auch sie ihren Filius dort abholen.

Dass sich Alkohol und Autofahren nicht vertragen, bekam kurz nach 22 Uhr ein 37-jähriger Rosenheimer zu spüren. Er war nach dem Wiesnbesuch mit seinem Nissan in der Heilig-Geist-Strasse gegen einen geparkten Renault geprallt und hatte diesen dabei stark beschädigt. Zeugen hatten beobachtet, wie der offensichtlich alkoholisierte Fahrer danach in einer Gaststätte am Unfallort verschwunden war. Dort holte ihn wenig später die Polizei heraus – ein Alkotest ergab einen Wert von etwa 2 Promille. Seinen Führerschein ist der Mann jetzt für längere Zeit los und ihn erwartet neben einer empfindlichen Geldstrafe wohl auch noch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU).

Die Polizei rät allen Herbstfestbesuchern nochmals, sich nicht alkoholisiert hinters Steuer zu setzen. Während der Wiesnzeit finden verstärkt Alkoholkontrollen statt, denn Alkohol ist bei den folgenschweren Verkehrsunfällen nach wie vor eine der Hauptunfallursachen!

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © Reisner

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