Wiesnblaulicht vom Freitag

Rosenheim - Die Beamten der Wiesnwache mussten schon am ersten Tag einige Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zwischen den Herbstfest-Besuchern schlichten.

Das Rosenheimer Herbstfest begann bei strahlendem Sonnenschein in diesem Jahr bereits am Freitagabend. Dies nutzten vor allem die Rosenheimer selbst, um ihrer Jubiläumswiesn einen ersten Besuch abzustatten. Die Beamten der auf dem Festgelände eingerichteten Wiesnwache der Rosenheimer Polizei mussten zwar einige Male ausrücken, konnten aber nach Wiesnschluss ein positives Fazit ziehen. Auch in den Gaststätten und Lokalen der Stadt blieb es im Anschluss ausgesprochen ruhig.

Einige wenige Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zwischen überwiegend alkoholisierten Festbesuchern waren zu schlichten und in Einzelfällen auch zur Anzeige zu bringen

So gerieten auf dem Festplatz ein 40-jähriger Bad Aiblinger und ein 32-jähriger Ayinger aneinander. Als der Altere ein Glas nach dem Kontrahenten warf, mischte sich dessen 32-jähriger Spezl ein und schlug einmal auf den Bad Aiblinger ein. Trotzdem sich die Gemüter schnell abgekühlt hatten und keiner der Beteiligten mehr Interesse an einer Strafverfolgung hatte, wird der Staatsanwaltschaft ein Bericht über den Vorfall vorgelegt.

Als ein Mann seine Verlobte nach dem Wiesnbesuch gegen 01.45 Uhr in der Fußgängerzone schlug, ging ein 22-jähriger dazwischen. Doch auch er fing sich sofort einen Faustschlag des rabiaten Mannes ein, der dann flüchtete, als zwei Angehörige eines Sicherheitsdienstes dazukamen. Die 26-Jährige berief sich auf ihr Recht, keine Angaben zu den Personalien ihres Verlobten zu machen, so dass die Polizei hier noch ermitteln muss. Die junge Frau musste übrigens zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden.

Das erste Wiesnverbot wurde gegen einen Rosenheimer verhängt. Gegen

21.40 Uhr pöbelte er vor einem Fahrgeschäft zusammen mit zwei noch unbekannten Burschen eine Vierergruppe aus Raubling an. Einem 15- Jährigen verpasste er dabei zwei „Kopfnüsse“ und einem 14-jährigen schlug er mit der Faust gegen den Kopf. Trotz seiner erst 18 Jahre ist der Schläger für die Rosenheimer Polizei bereits ein „alter Bekannter“. Er wurde angezeigt und darf das Festgelände in den kommenden zwei Wochen nicht mehr betreten.

Genauso erging es einem 17-jährigen Burschen aus Rosenheim. Nachdem er sich gegen 22.00 Uhr im Bierzelt danebenbenahm und mit Bierdeckeln auf andere Gäste warf, wollten Beamte der Wiesnwache seine Personalien feststellen. Auf dem Weg zur Wache beleidigte er die drei Polizisten und drohte ihnen auch noch Schläge an. Den jungen Mann erwartet nun neben dem Wiesnverbot noch eine Strafanzeige.

Wie angekündigt, führte die Polizei auch Jugendschutzkontrollen durch. So wurden gegen 24.00 Uhr zwei 14 Jahre alte Mädchen im Bierzelt kontrolliert und mitgenommen. Die Eltern waren zu dieser Zeit bereits nach Hause gefahren. Grundsätzlich ist es natürlich Sache der Eltern zu entscheiden, wie lange ihre minderjährigen Kinder und Jugendlichen außer Haus bleiben dürfen. Aber in Bierzelten und Biergärten auf dem Herbstfest dürfen sich Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten oder Erziehungsbeauftragten aufhalten. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen ohne Begleitung lediglich bis 24 Uhr auf der Wiesn sein.

Ein Bericht ans Jugendamt wird wegen eines alkoholisierten 14-Jährigen erstellt. Der hatte nämlich gegen 21.20 Uhr über 1,2 Promille Alkohol im Blut und musste von seinem Vater auf der Wache abgeholt werden.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser