Wiesnblaulicht vom Mittwoch

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Rosenheim - Ein tieffliegender Ballon hat am Mittwoch auf der Wiesn für helle Aufregung unter den Besuchern gesorgt. Das war aber nicht der einzige Zwischenfall:

Und obwohl bei schönstem Wetter sehr viele Familien die Jubiläumswiesn besuchten, gingen gestern keine Kinder „verloren“.

Eine 33-jährige Rosenheimerin wurde von einer bislang unbekannten jungen Frau an einem Fahrgeschäft beleidigt und getreten, nur weil die 33-Jährige für Mann und Tochter einen Sitzplatz freihalten wollte. Nach einer kurzen Rangelei entfernte sich die Angreiferin, eine etwa 18-19 Jahre alte Frau mit langen dunklen, hochgesteckten Haaren, und konnte auch von den verständigten Polizeibeamten bei einer sofortigen Absuche des Festgeländes nicht mehr gefunden werden.

Ein 24-Jähriger Mann aus Rosenheim sprang um 23.20 Uhr vor einem Bierzelt ohne Vorwarnung auf die Beamten der Wiesnwache zu und beleidigte sie grundlos. Als er zur Personalienfeststellung zur Wache mitgenommen wurde, stellte sich sein 22-jähriger Bruder dazwischen und wollte dies verhindern. Er schubste sogar einen Polizisten und holte mit der Hand zum Schlag aus. Den älteren der Brüder erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, den jüngeren eines wegen Widerstandes gegen die Polizeibeamten. Und beide bekamen natürlich ein Wiesnverbot.

Große Menschenmassen ziehen erfahrungsgemäß auch Langfinger an. So wurde einer Raublingerin am Nachmittag aus der Handtasche die Geldbörse gestohlen, in der sich neben Bargeld auch Ausweispapiere und verschiedene Zahlungs- und Versicherungskarten befanden. Die Rosenheimer Polizei rät deshalb:

  • Nehmen Sie Wertsachen wie Bargeld, EC- und Kreditkarten möglichst in Gürteltaschen oder Brustbeuteln mit oder verteilen Sie die Wertsachen in geschlossenen Innentaschen der Kleidung!
  • Halten Sie Ihre mitgeführte Tasche stets geschlossen und tragen Sie die Tasche immer mit der Verschlussseite zum Körper!!
  • Lassen Sie Ihre Handtasche oder Jacke mit Inhalt niemals unbeaufsichtigt!

Zwei 14 und 15 Jahre alte Brüder wurden gegen 17.30 Uhr beim Rauchen am Rande des Festgeländes erwischt. Beide hatten jeweils eine noch fast volle Schachtel Zigaretten dabei und gaben den Beamten gegenüber an, die Glimmstengel seit einem halben Jahr regelmäßig und problemlos bei einem Bahnhofskiosk im Landkreis Rosenheim zu kaufen. Gegen den Kioskbetreiber wird deshalb eine Ordnungswidrigkeitenanzeige erstattet, denn an Kinder und Jugendliche dürfen keine Tabakwaren verkauft werden. Die beiden wurden – samt Zigaretten – an ihren Vater übergeben.

In einer Höhe von nur etwa 50 Metern flog dieser Ballon über das Herbstfest.

Ein besonderes Schauspiel bot sich den Besuchern auf dem Festgelände, als gegen 19 Uhr ein Heißluftballon über die Loretowiese fuhr. Der Pilot ließ dann aber sein Fluggerät auf etwa 50 Meter Flughöhe absinken, was durchaus nicht ungefährlich war. Denn eines der Fahrgeschäfte ragt selbst 66 Meter in die Höhe und hätte ein gefährliches Hindernis werden können. Gegen den Piloten, der über dem Stadtgebiet die Mindestflughöhe deutlich unterschritt, wird deshalb wegen eines Verstosses gegen die Luftverkehrsordnung ermittelt, ihn erwartet ein sattes Bußgeld.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © Reisner

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