Wiesnblaulicht vom Samstag

Rosenheim - Die Beamten der Wiesnwache hatten schon am ersten Herbstfest-Samstag alle Hände voll zu tun. Unter anderem mussten sie gleich sieben "Wildbiesler" in die Schranken weisen.

„Aus polizeilicher Sicht ein normaler Tag, keine besonders auffälligen Ereignisse“, so das Fazit der Wiesnwache zum Samstag. Zwar hatten die Beamten der Wiesnwache und der Polizeiinspektion Rosenheim schon spürbar mehr Arbeit als am Freitagabend, dabei handelte es sich aber meist um Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikte der überwiegend alkoholisierten Beteiligten.

Glimpflich ging dabei eine Auseinandersetzung vor einem Bierzelt aus. Als ein 19-Jähriger von einem Unbekannten mit dem Knie in den Rücken getreten wurde, drehte er sich um und wollte den Schläger zur Rede stellen. Im folgenden Gerangel wurde dem 19-Jährigen ein Maßkrug ins Gesicht geschlagen. Er erlitt dadurch eine Platzwunde unter einem Auge, die vom BRK versorgt wurde. Der unbekannte Verursacher flüchtete nach der Attacke.

Ein Wiesnverbot handelte sich ein Gast aus Südtirol ein. Der 33-Jährige feierte im Kreise seiner Freunde beim Tanz auf den Bänken und Tischen etwas zu überschwänglich und warf dabei die Krüge anderer Gäste um, was die aber zunächst noch tolerierten. Als der Südtiroler sich aber den Maßkrug eines fremden Tischnachbarn griff und diesen austrinken wollte, kam es zur handgreiflichen Auseinandersetzung. Dabei wurden die Brille und eine Kette des Edlinger Geschädigten beschädigt.

Gegen fünf weitere Herbstfestbesucher mussten im Laufe des Tages ebenfalls Wiesnverbote ausgesprochen werden.

Auch nach Wiesnschluss gab es für die Polizei noch Einsätze. So wurde ein Rosenheimer um kurz nach 00.00 Uhr in der Innenstadt von einer Zeugin beobachtet, wie er an einem geparkten Opel den rechten Außenspiegel abtrat. Nachdem die verständigte Streifenwagenbesatzung den 34-Jährigen antraf, war er den Beamten gegenüber äußerst aggressiv und wollte sie sogar körperlich angehen. Nur durch den Einsatz von Pfefferspray konnte der Mann gebändigt und in Gewahrsam genommen werden.

Auffällig wurde nach der Wiesn gegen 03.15 Uhr auch ein 28-jähriger Münchner, der als einziger seiner Gruppe mit dem Fahrrad fuhr. Als die Streifenwagenbesatzung wendete, um die jungen Leute in der Gießereistrasse zu kontrollieren, stieg der Radfahrer ab und schob. Und als die Beamten ausstiegen, lehnte er das Fahrrad gegen einen Zaun und stritt ab, das Rad benutzt oder gar gestohlen zu haben. Der Drahtesel wurde sichergestellt, weitere Ermittlungen sollen den Fall klären.

Die Unsitte des „Wildbieselns“ war sieben mal der Grund für die Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige zu erstatten.

Seinen Sprössling musste ein Mann beim BRK auf dem Festgelände abholen, denn der 15-Jährige war von den Sanitätern zuvor stark alkoholisiert aus dem Zelt geholt worden. Die befürchtete Alkoholvergiftung hatte der Bursche zwar nicht, aber mit etwa 1,7 Promille doch einen erheblichen Rausch.

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Reisner

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