Wiesnblaulicht vom Sonntag

Rosenheim - „Ein Kompliment den freundlichen und vor allem friedlichen Besuchern der Jubiläumswiesn!“ so das Fazit der Polizei nach dem ersten Herbstfestwochenende.

Bis auf wenige Ausnahmen feierten die Rosenheimer mit ihren Gästen in ausgelassener, aber friedfertiger Stimmung.

Der etwa ein Kilometer lange Festzug mit Kutschen, Gespannen und Wagen verschiedenster Epochen sowie 1168 historisch kostümierten Festzugteilnehmern, zog am Sonntag durch die Stadt. Tausende Besucher waren gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen. Die Polizei übernahm die Verkehrsmaßnahmen im Stadtgebiet, ohne dass es zu Zwischenfällen kam und war mit einer starken Fraktion auch am Umzug selbst beteiligt.

Allerdings hatten einige Autofahrer ihre Wagen an Stellen geparkt, die für die Dauer des Festzuges mit Halteverboten gekennzeichnet waren. Die Fahrzeuge mussten deshalb abgeschleppt werden. Und auch rund um das Festgelände auf der Loretowiese wurden in den vergangenen Tagen bereits 29 Abschleppungen notwendig. Das bedeutet eine erhebliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Die Rosenheimer Polizei weist deshalb nochmals darauf hin, dass Fahrzeuge, welche unberechtigt auf Behindertenparkplätzen, in Feuerwehranfahrtszonen oder an Bushaltestellen abgestellt sind, ausnahmslos abgeschleppt werden!

Es gab, wie bereits seit Herbstfestbeginn am Freitagabend, vorwiegend kleinere Streitigkeiten und Körperverletzungsdelikte, die im Vergleich zu den Vorjahren auch zahlenmäßig zurückgingen. Allerdings kam es am Rande des Festgeländes am gestrigen Sonntagabend zu einer Raubstraftat. Zwei 18 und 21 Jahre alte Männer nahmen einem 17-Jährigen gewaltsam das Handy und den Geldbeutel ab. Ein zweiter 17-Jähriger wehrte sich und es kam zu einer Schlägerei. Die beiden Tatverdächtigen konnten festgenommen werden.

Für insgesamt 12 Besucher war der gestrige Sonntag der letzte Tag auf dem Herbstfest, denn sie erhielten ein Wiesnverbot und dürfen das Festgelände heuer nicht mehr betreten. Andernfalls droht ihnen eine Strafanzeige.

Ganz erfreulich für die Polizei ist heuer auch die Feststellung, dass bis jetzt noch kein Maßkrugdiebstahl registriert wurde. Hier achten die von den Betrieben beauftragten Ordner sehr genau auf das Verbot, die Krüge aus den Zelten oder Schankbetrieben heraus mitzunehmen. Dadurch kam es in der Folge auch zu kaum einer Auseinandersetzung, bei welcher der Krug als gefährliche Waffe eingesetzt werden konnte.

Das „Wildbieseln“ ist für Festbesucher und besonders für die Anwohner aber auch heuer ein Ärgernis. Hier wurden bereits mehr als 20 Anzeigen fällig. Und das, obwohl sowohl in den Zelten, als auch auf dem Festgelände verteilt ausreichend viele „stille Örtchen“ vorhanden sind. Und auch nach Wiesnschluss hat man in der Nähe der Loretowiese die Möglichkeit, eine öffentliche Toilette aufzusuchen (z.B. Am Salzstadel, Ludwigsplatz, Ebersberger Strasse).

Der Wiesnwache wurde am gestrigen Sonntag gegen 19.30 Uhr ein 6-jähriger Bub übergeben, der seinen Eltern „abhanden gekommen“ war. Scheinbar gefiel dem jungen Mann der Aufenthalt so gut – er wurde mit Chips versorgt und bekam für die bevorstehende Einschulung in gut zwei Wochen einen Polizei-Spitzer geschenkt – dass er nach der Abholung durch die Eltern nur eine Stunde später erneut ausbüxte und wieder bei der Wache landete, wo die Eltern den Filius ein zweites – und vorläufig letztes Mal - abholten.

Pressebericht Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: Herbstfest Rosenheim

Rubriklistenbild: © Reisner/Polizei

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