„Wir retten Frösche“

Wildtierhilfe Amerang e.V. rettet Amphibien - Wer macht mit?

Frosch aus der Amphibienrettung
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Frosch aus der Amphibienrettung.

Es ist wieder soweit – Ende Februar beginnt die faszinierende jährliche Wanderung der Frösche, Kröten und Molche zu ihren Laichgebieten. Auf dem Weg dorthin müssen sie oft Straßen überqueren, die für viele zur tödlichen Falle werden.

Der Zeitungsartikel im Wortlaut:

Amerang - Für das Überqueren einer Straße benötigen die noch kalten und langsamen Tiere mehrere Minuten. Sobald sich ein Auto nähert, verharren sie an Ort und Stelle. Wenn sie nicht von den Reifen überrollt werden, sterben sie bei höheren Geschwindigkeiten aufgrund des Strömungsdrucks beim Überfahren.

Die Zahl der überfahrenen Tiere ist viel zu hoch und steigt jedes Jahr gefährlich weiter an. Um diese Vernichtung von Amphibien zu verhindern, werden auch dieses Jahr von freiwilligen Aktiven Amphibienzäune an kritischen Straßenabschnitten aufgestellt. Dort werden die Tiere in Eimern gesammelt und anschließend sicher auf der anderen Seite der Straße wieder freigelassen.

Die Wildtierhilfe Amerang e.V. engagiert sich neben der Rettung von Rehkitzen vor dem Mähtod und der Igelnothilfe auch jedes Jahr für die Rettung von Amphibien vor dem Straßentod. In diesem Jahr werden Zäune in folgenden Ortschaften aufgestellt:

  • HÖSLWANG
  • WOLFSBERG (AMERANG)
  • HELM/ALBERTAICH (OBING)

Helfer werden gesucht

Es werden dringend noch Helfer aus der Umgebung dieser Standorte gesucht, die beim Aufstellen der Zäune, sowie beim Einsammeln und Freilassen der Tiere ihre Unterstützung anbieten. Der persönliche Aufwand für diesen aktiven Naturschutz ist gering:

Die Tiere müssen über einen Zeitraum von ca. 6 Wochen frühmorgens und spätabends eingesammelt werden. Diese Einsätze verteilen sich jeweils auf mehrere Helfer, so daß man sich die Einsatztage und Zeiten (morgens oder abends) aussuchen kann. Auch ein einziger Einsatz pro Woche ist schon hilfreich.

Besondere Kenntnisse sind nicht erforderlich; jeder ist herzlich willkommen. Als Ausrüstung werden benötigt: Gummistiefel und Einmal-Handschuhe, Stirn- oder Taschenlampe, Warnweste.

Wer aktiv in unserem engagierten Team mithelfen, und somit Verantwortung für unsere Umwelt und unsere Mitlebewesen übernehmen möchte, kann sich ab sofort unter der Mobilnummer 0152 21 34 84 98 oder 0152 039 32 763 melden (auch per WhatsApp), oder auch per e-mail an kontakt@wildtierhilfeamerang.org

Das Amphibien-Team der Wildtierhilfe Amerang wird auch in dieser Saison wieder vollzählig am Start sein, denn für jeden einzelnen gibt es keinen schöneren Start in den Tag, als diesen in der Gewissheit zu beginnen, Dutzende oder Hunderte Leben gerettet zu haben. Jede weitere helfende Hand ist herzlich willkommen.

Seit Jahren sind die Amphibienzahlen dramatisch rückläufig. Krötenvorkommen sind in den letzten 10 Jahren von 1000 Tieren pro Wanderung auf 400 Tiere geschrumpft. Manche Wanderungen sind völlig zum Erliegen gekommen. Von den 19 verschiedenen Amphibienarten in Bayern sind mehr als die Hälfte bereits vom Aussterben bedroht.

Dafür gibt es menschengemachte Gründe, wie die Zerschneidung ihrer Lebensräume für Straßenbau und die Ausweitung von Baugebieten, die Drainage von Feuchtgebieten, die Intensivierung der Forstwirtschaft mit schweren Waldmaschinen, sowie Gülle-Verschmutzung, Ausbaggern und Zuschütten von Laichgewässern.

Amphibienrettung.

Durch das Aufstellen der Schutzzäune können jedes Jahr allein in Bayern mehr als 500.000 Kröten und Frosche gerettet werden. Ohne diese Rettungsaktionen wären schon viele Amphibienpopulationen ausgestorben.

Mit etwas mehr Umsicht und Rücksichtnahme könnten zusätzlich Leben gerettet werden – daher ein dringender Appell an alle Autofahrer, im März und April in der Dunkelheit bei regnerischem Wetter mit Amphibien auf den Straßen zu rechnen. Halten Sie Ausschau nach den kleinen grün-gelben „Häufchen“ auf der Straße! In der Nähe von Teichen und Feuchtgebieten, in Wäldern und entlang von aufgestellten Schutzzäunen sollte man in diesen Monaten nachts aufmerksam und langsam fahren.

Nicht überall sind Hinweisschilder angebracht, eine erhöhte Aufmerksamkeit ist daher jederzeit erforderlich.

Zeitungsartikel der Amphibienrettung

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