Bricht bald der Winter über uns herein?

Landkreis - Schon seit Tagen geistert durch die Medien, dass uns ein massiver Wintereinbruch bevor steht. Was ist dran an dieser Prognose?

Schaut man sich die unterschiedlichen Modelle an, so ist festzustellen, dass ein umfangreiches Tiefdruckgebiet über Westeuropa im Laufe der Woche sich nach Osten verlagern soll. Auf seiner Nordwestflanke wird in der Folge zunehmend Kaltluft aus dem skandinavischen Raum angezapft und zu uns vordringen. Im Laufe der Woche werden deshalb allmählich die Höchsttemperaturen sinken. Werte bis zu 15 Grad C bei Föhn an den Alpen, wie wir sie an diesem Wochenende noch beobachten können, werden der Vergangenheit angehören. Bis zum nächsten Wochenende werden sich Höchstwerte wahrscheinlich nur noch knapp über dem Gefrierpunkt einstellen. Auch die Nächte werden deutlich kälter. Verbreitet wird es zu Nachtfrösten kommen, der bei längerem Aufklaren durchaus auch bis in den zweistelligen Bereich.

Niederschläge wird es im Bereich des Tiefdruckkomplexes immer wieder geben. Anfangs werden diese noch durchweg als Regen fallen. Bis Mitte der Woche werden diese dann in den Hochlagen der Mittelgebirge und auch in den Alpen allmählich in Schnee übergehen. Ob es auch für eine Schneedecke in den Niederungen reichen wird, ist derzeit noch ungewiss. Dies hängt einerseits davon ab, wie massiv der Kaltluftvorstoß ist, andererseits zu welcher Tageszeit die Niederschläge auftreten werden.

Sicher ist, dass es in der kommenden Woche deutlich kälter wird, wobei dieser Prozess allmählich stattfinden wird.

Ansonsten ist dieser Kältevorstoß Anfang Dezember nichts Ungewöhnliches. In der Klimastatistik lässt sich beobachten, dass gerade in der ersten Dezemberwoche Wintereinbrüche häufig zu verzeichnen sind.

Überraschend wird er sicherlich wieder für alle Autofahrer sein, die immer noch keine Winterreifen aufgezogen haben. Aber das kennt man ja ausreichend, denn bekanntlich kommen ja Weihnachten und der erste Wintereinbruch völlig überraschend.

Der Winter wird kommen, aber mit langsamen Schritten.

Pressemitteilung Deutscher Wetterdienst

Quelle: rosenheim24.de

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