Xavier Naidoo-Auftritt 

Bündnis: Die Stadt Rosenheim verharmlost die Reichsbürger

Rosenheim - Angesichts der Razzien bei Reichsbürgern in Deutschland protestiert das Bündnis "Kein Hass auf Rosenheims Bühnen" erneut gegen den Auftritt von Xavier Naidoo beim Sommerfestival.

Angesichts der Polizei-Razzien in 15 Wohnungen und Geschäftsräumen von "Reichsbürgern" am Dienstag in Deutschland, hat sich nun das Bündnis "Kein Hass auf Rosenheims Bühnen" erneut zu Wort gemeldet.

Der Bündnis-Sprecher Johannes Müller zieht in seiner Pressemitteilung eine Verbindung zwischen dem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Georgensgmünd, dem Gefährdungspotential der Reichsbürger-Bewegung und dem Auftritt von Xavier Naidoo beim Sommerfestival. 

Unterdessen geht auch der Konflikt zwischen der SPD und der Stadtspitze in die nächste Runde

Pressemitteilung des Bündnisses "Kein Hass auf Rosenheims Bühnen" im Wortlaut: 

Spätestens seit dem tödlichen Angriff auf einen Polizisten in Georgensgmünd durch einen sogenannten "Reichsbürger", ist die Bedrohung, welche von dieser ultra-rechten Vereinigung ausgeht, bekannt. 

Die heutige Razzia unterstreicht noch einmal die antidemokratische Ideologie dieser Bewegung. Deswegen fordern wir hiermit erneut die Ausladung Naidoos vom Rosenheimer Sommerfestival. 

Naidoo ist durch seine Interviewaussagen und seinem Auftritt auf einer Kundgebung der Reichsbürger zu einem Aushängeschild der Reichsbürger-Bewegung geworden. 

Ein Festhalten am Auftritt von Naidoo ist unserer Meinung nach eine unverantwortliche politische Botschaft, welche die Ansichten von Reichsbürgern nicht nur verharmlost sondern auch legitimiert. 

Gerade öffentliche Einrichtungen und Institutionen müssen sich dessen bewusst sein und daran messen lassen. Dies betrifft auch die Stadt Rosenheim und Teile des Rosenheimer Stadtrats.

Presseerklärung des Bündnisses "Kein Hass auf Rosenheims Bühnen"

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mg

Quelle: rosenheim24.de

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