Zahl neuer Wohnungen in Bayern auf dem Tiefstand

München - Nur rund 31000 neue Wohnungen: Die Zahl neuer Wohnungen in Bayern ist so niedrig wie nie zuvor. Und obendrein kürzt die Staatsregierung die Gelder für die Wohnraumförderung.

Im Freistaat wurden 2009 rund 31 000 Wohnungen fertiggestellt, berichtete Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) am Montag in München. Seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1951 sei diese Zahl nie niedriger gewesen. Allerdings wurden im vergangenen Jahr rund 42 400 Baugenehmigungen erteilt - rund 6800 mehr als 2009.

“Da die derzeitige Wohnungsbautätigkeit noch immer hinter dem Bedarf zurückbleibt, halte ich eine wirkungsvolle Unterstützung des Wohnungsbaus auch weiterhin für unbedingt erforderlich“, sagte Eck. Besonders Familien hätten es schwer, in den Ballungsräumen bezahlbaren Wohnraum zu finden.

Insgesamt stehen für das bayerische Wohnungsbauprogramm im Doppelhaushalt 2011/2012 rund 200 Millionen Euro zur Verfügung - 145 Millionen stammen aus Landesmitteln, hinzu kommen 10 Millionen aus dem Programm “Aufbruch Bayern“ und 50 Millionen aus Bundesmitteln.

Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmer (VdW Bayern) kritisierte am Montag, dass die Staatsregierung die Gelder für die Wohnraumförderung von 165 Millionen auf 145 Millionen Euro gekürzt habe. “Diese Kürzungen passen nicht zu den erklärten Politikzielen der Bayerischen Staatsregierung“, sagte Verbandsdirektor Xaver Kroner laut Mitteilung.

Im VdW Bayern haben sich nach Angaben des Verbandes 471 Wohnungsunternehmen mit dem Ziel zusammengeschlossen, preiswerten Wohnraum anzubieten. Sie verwalten mehr als 460 000 Wohnungen. Im Durchschnitt liegt der Mietepreis dort nach Verbandsangaben bei rund 4,50 Euro pro Quadratmeter.

dpa

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