Dem Rindvieh gehd's guad!

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Die Kuh Yvonne kurz vor dem Einfangen.

Zangberg - Vor einem Jahr machte Kuh Yvonne weltweit Schlagzeilen, weil sie in einem Wald lebte und sich nicht einfangen ließ. Aber wie geht's ihr jetzt? A boarischer Rückblick: 

Vor an Jahr, ois de hoibade Woid narrisch worn is, is de Kuah Yvonne in an Woidgebiet in Palmberg, Gmoa Zangberg, aufdaucht. Des Rindvieh woid se ned schlachtn lassn und is an Baua von da Woad abghaud.

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Sie hod se ned fanga lassn und is von Mai bis Septemba alloa im Woid umananda gwen. De oan woidns daschiaßn lassn und die andan eifanga. Soweit so schee (oder bläd) und guad. Aba dann is des Rindvieh zum Medienstar und Thema in de sozialen Netzwerke worn und de Viechaschütza von Guad Aidabichl ham gspannt, dass se mit dera freilafadn Kuah a Diredare verdiena lassn werd.

Yvonnes neues Zuhause

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Leid in Deutschland und auf da hoibn Woid san zwecks dera Kuah imma deppada worn. A Zeidung mit damals no wenig bekleidete Damen hod 10.000 Euro ausglobt, wenn de Yvonne lebad eigfanga werd. Aidabichl häd a nix bessas passiern kenna wia des vierhaxade Rindvieh, denn do is gspend worn, dass da Sau, respektive Rindvieh, graust. Aba des hod ja no ned glangt. Drei Liada üba de Kuah san aufgnomma worn. Gott sei Dank is kona a Schlaga worn. De Leid san doch ned ganz so deppad. Wer mog, kon se des Gejaule auf YouTube heid no o'hern.

Am 1. Septemba is de Gaudi dann vorbei gwesn. Auf oana Woad in Untertalham, Gmoa Ampfing, ist da Yvonne des Alloasei im Woid auf an Wecka ganga. Vielleicht hams de Hubschrauba gnervt, des mid da Wärmebuidlkamara gsuachd ham, oda de Großwildjaga, de eingflogn worn san und vielleichd a, weils ihra an Ochsn aussegfahrn ham, der nua von seina Oparation erzoid und sonst nix zammbrachd hod. Wia ah?

Yvonnes erster Freigang

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Sie is in a Gatta eine, wo scho andane Rindviecha gstand san. Dem, dem de Woad geehrd hod, der hod am meisten neba de Aidabichla, profitierd. De Zeidung mit de ganz großn Buchstabn hod de 10.000 Euro aussarucka miassn und de Aidabichla hams se üba de Spendn gfreid. Wias de eigfangd ham, war a sechane Sauarei, de se a Baua im Landkreis ned häd leistn derfa. Zerst ist mid Betäubungspfeiln o'gschossn worn und dann hams ses mit Hoidegurtn umanand zarrt, dass jeda echte Tierschütza auf de Barrikaden ganga war.

Iatz lebts in an Hof bei Deggendorf, is Mama worn und lassd an Herrgott an guadn Mo sei. Bleibende Schädn san ihra ned bliem und ausreißn duads a nimma. War ja schee bläd, wenns de Kost und Logis nimma midnehma dad.

Wia hoaßd des bei Wilhelm Busch: "Man möchte weinen, wenn man sieht, dass dies das Ende von dem Lied."

Josef Bauer (Mühldorfer Anzeiger)

Quelle: innsalzach24.de

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