In zwei Fernzügen: Wieder über 100 Flüchtlinge

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Aufnahme von Flüchtlingen die Anfang August in Rosenheim ankamen

Rosenheim - Erneut meldet die Bundespolizei zwei Fälle von unerlaubt Eingereisten: Jeweils aus Fernzügen aus Italien griffen die Beamten insgesamt 108 Flüchtlinge auf.

Seit einigen Wochen muss die Rosenheimer Bundespolizei fast durchgängig ihre Turnhalle als Sammelunterkunft für unerlaubt Eingereiste bereitstellen. Erst Mittwochfrüh hatten Schleierfahnder im Nachtzug aus Verona 31 Personen ohne Einreisedokumente festgestellt. Noch bevor die Gruppe von der Bundespolizei zur Aufnahmestelle in Zirndorf (Landkreis Fürth) weitergeleitet werden konnte, folgten am Donnerstag (28. August) 77 weitere illegal eingereiste Männer, Frauen und Kinder aus einem Eurocity auf gleicher Fahrtstrecke.

Auf Höhe Oberaudorf stießen die Rosenheimer Fahnder auf eine große Gruppe ausweisloser Ausländer verschiedener Herkunft. Beim Zwischenstopp des Zuges am Bahnhof in Rosenheim konnten schließlich unter Hinzuziehung weiterer Kräfte der Bundespolizei insgesamt 77 Menschen in Gewahrsam genommen werden.

Drei von ihnen hatten sich in Zugtoiletten eingesperrt, eine Jugendliche war unter eine Sitzbank gekrochen. Die Beamten brachten die hauptsächlich aus Eritrea und Syrien Stammenden, unter ihnen 14 Kinder, für die Dauer der polizeilichen Sachbearbeitung in der Turnhalle der Rosenheimer Bundespolizeiliegenschaft unter.

Bei den syrischen Reisepässen einer dreiköpfigen Familie entdeckten die Beamten Manipulationsspuren am Gültigkeitsdatum. Die drei Syrer werden sich demzufolge auch wegen Urkundenfälschung verantworten müssen.

Momentan vernehmen die Bundespolizisten alle Aufgegriffenen mit Hilfe von Dolmetschern und stellen ihre Identität fest. Sofern die unerlaubt Eingereisten ein Schutzersuchen vorbringen, führt ihr weiterer Weg über Zirndorf in die Flüchtlings-Aufnahmestellen verschiedener Bundesländer.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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