Der zweite Prozesstag vor dem Landgericht

Mutmaßliche Vergewaltiger schweigen

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Traunstein - Der zweite Verhandlungstag um die mutmaßliche Doppelvergewaltigung vor dem Landgericht stand im Zeichen diverser Beweisanträge. Der Urteilsspruch könnte sich daher verzögern:

Im Traunsteiner Landgerichtsprozess um die angebliche Vergewaltigung einer 40-jährigen Reinigungskraft durch zwei 37 und 27 Jahre alte Rumänen in der Nacht zum 23. Mai 2014 in einer Wohnung kündigten die Verteidiger, Wolfgang Müller und Dr. Markus Frank aus Rosenheim, gestern mehrere Beweisanträge an. Die Anwälte wollen damit, wie zu erfahren war, die Glaubhaftigkeit des mutmaßlichen Opfers in Zweifel ziehen. Ob die Zweite Strafkammer mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs den Beweisanträgen nachgeht, wird sie in der Sitzung am morgigen Donnerstag mit Beginn um 9 Uhr bekannt geben.

Prozessauftakt: Zwei mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht

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Erster Prozesstag und Hintergründe

Zum Prozessauftakt unter dem Vorsitz von Richter Erich Fuchs am Landgericht in Traunstein, am vergangenen Montag, machten die beiden Angeklagten keine Angaben zur Sache und beantworteten auch keine Fragen zu den Vorgängen in der Nacht Ende Mai. Über ihre Anwälte ließen die zwei Rosenheimer jedoch bekanntgeben, dass es in der Wohnung zu sexuellen Handlungen gekommen sei, diese jedoch einvernehmlich mit der Geschädigten stattgefunden hätten.

Im weiteren Prozessverlauf machte dann die 40-jährige Rosenheimerin detaillierte Angaben zur Vergewaltigung und belastete dabei die beiden Angeklagten schwer. So soll die Geschädigte mehrfach zu sexuellen Handlungen an beiden Männern unter Androhung und auch Anwendung von Gewalt gedrängt worden sein. Während ihrer Aussage brach die Frau mehrfach in Tränen aus. In der anschließenden Befragung durch die beiden Verteidiger der Angeklagten, versuchten die Rechtsanwälte etwaige Unstimmigkeiten mit der direkt nach dem Tatgeschehen getätigten Aussage bei der Polizei seitens der Geschädigten aufzudecken.

Zum Ende des ersten Verhandlungstages wurden noch weitere Zeugen im Fall gehört, die das Tatgeschehen jedoch nicht direkt verfolgt hatten.

Weitere Verhandlungstag nötig

Werden die Beweisanträge der beiden Verteidiger befürwortet, sind weitere Fortsetzungstermine erforderlich. Im Raum stehen der 18. Dezember und der 8. Januar. Jedenfalls ist am dritten Verhandlungstag, dem morgigen Donnerstag, kein Urteil im Prozess zu erwarten.

 

kd/sl

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa /pa

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