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Unglaubliche Täuschung: Vermisstenfall treibt Polizei um - und ist jetzt bei der Staatsanwaltschaft

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Dem Paar droht jetzt eine saftige Strafe. (Symbolbild)

Eine Frau aus Ansbach in Bayern war als vermisst gemeldet. Wie jetzt zum Vorschein kam, hatten sie und ihr Mann das Verschwinden nur vorgetäuscht. Ihnen drohen saftige Strafen.

Ansbach - Das mysteriöse Verschwinden einer Ärztin hat die Kriminalpolizei in Ansbach auf Trab gehalten. Eine fast 20-köpfige Ermittlungskommission suchte mit Hunden nach der 40-Jährigen, befragte Zeugen und sicherte mit viel Aufwand Spuren - mit überraschendem Ergebnis. Der Vermisstenfall sei nur vorgetäuscht gewesen, teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Mittwoch mit.

Ansbach/Bayern: Vermisstenfall nur vorgetäuscht - Paar droht saftige Strafe 

Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit, ob sich die Frau und ihr 66-jähriger Mann strafbar gemacht haben. Möglicherweise muss das Paar auch teilweise für die Kosten der umfangreichen Ermittlungen aufkommen.

Die Ärztin hatte am 17. Oktober eine Praxis in Wieseth, einer Gemeinde im Landkreis Ansbach, eröffnet. Vier Tage später meldete ihr Mann sie als vermisst. Nach Polizeiangaben erzählte er, dass er übers Wochenende in die Niederlande gereist war, um ein Pferd zu kaufen. Dafür hob er einen fünfstelligen Betrag ab. Nach seiner Rückkehr soll seine Frau verschwunden gewesen sein. In der Praxis lag ein Brief, der angeblich von ihr stammte. Darin hieß es, dass sie sich bedroht fühle und sich vor einer Entführung fürchte.

Ansbach in Bayern: Verschwinden von Frau nur vorgetäuscht - sie war in den Niederlanden

„Eine Räuberpistole der besonderen Art“, sagte ein Polizeisprecher zu der Geschichte. Die Kriminalpolizei stellte erhebliche Widersprüche fest. Sie fand unter anderem heraus, dass die Frau über die Niederlande in ihr Heimatland Kirgistan gereist war. Schließlich gab der Mann den Ermittlern zufolge zu, dass das Verschwinden nur vorgetäuscht gewesen ist. Das mögliche Motiv: Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern habe geplant, der 40-Jährigen die Zulassung zu entziehen.

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dpa

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