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DLR-Flugzeug weist Aschewolke nach

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Am Montag war das DLR mit einem Forschungsflugzeug über Deutschland unterwegs. Jetzt gibt es erste Daten über die Aschewolke.

Frankfurt/Main - Bislang waren die Messdaten des DLR-Forschungsflugzeugs unter Verschluss. Jetzt sind erste Ergebnisse über die Aschewolke über Deutschland veröffentlicht worden.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat bei seinem Testflug Vulkanasche in den Luftschichten über Deutschland

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nachgewiesen. Das Laser-Radar (Lidar) habe verschiedene Schichten Vulkanasche festgestellt, die mit Aerosol-Messgeräten untersucht worden seien, teilte das DLR in einem Bericht an das Bundesverkehrsministerium mit. Die Aschewolke sei zudem deutlich als bräunliche Schicht erkennbar gewesen.

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Der Eyjafjalla-Vulkan und die Aschewolke

Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Tief unten im Eyjafjalla-Gletscher brodelt der Vulkan, der uns seit Tagen Asche nach Europa schickt. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Weil der Vulkan so weit unten im Gletscher liegt, kühlt seine Lava so schnell ab und wird zu Staub, den er dann hinaus in die Athmosphäre schleudert. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Das ist das Besondere am Eyjafjalla-Vulkan. Wäre der Gletscher nicht, würde die Lava nicht so schnell kalt und könnte abfließen. Stattdessen wird sie in Nanopartikel in die Luft geschleudert. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Lava und Staub aus dem Eyjafjalla-Vulkan. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Die Aschewolke ist bis zu elf Kilometer in den Himmel geschossen. Inzwischen ist der Eyjafjalla schwächer geworden und schleudert seine Asche nicht mehr so weit in die Luft. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Rauch- und Ascheschwaden über Island. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Aus der Luft: Die Aschewolke, die der Eyjafjalla ausspuckt. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Die Aschewolke über Europa. Wenn Das stabile Hochdruckgebiet über Deutschland sich verzieht und sich die Wetterlage ändert, kann auch die Asche woanders hintreiben. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Wissenschaftler sind ganz nah dran am Eyjafjalla-Vulkan. © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
Satellitenbild: Die Aschewolke über Europa... © dpa
Satellitenbilder: Vulkan und Aschewolke von oben
... Deutschland liegt mitten drin im Aschefeld. © dpa

So wurde vier Kilometer über Leipzig eine Konzentration der Asche in der Vulkanwolke mit 60 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Insgesamt seien die Vulkanschichten bräunlich und enthielten größere Partikel “vergleichbar mit Sahara-Staubwolken“. Die vertikale und horizontale Verteilung der vulkanischen Luftschichten schwankten, so der Bericht.

Auch bestätigte sich, dass es keine Schäden am Flugzeug gab - weder am Triebwerk noch an den Fenstern: “Diese Inspektionen werden fortgesetzt. Silberfolien unter den Flügeln zeigten keine sichtbaren Einschläge von der Vulkan-Asche“.

Im südlichen und mittleren Teil Deutschlands stellten die Experten ältere Vulkan-Emissionen fest. Diese Luftmassen stammten demnach von der ersten starken Vulkan-Eruption am 14. und 15. April und erreichten Deutschland erstmals am 16. April. Danach zirkulierten sie in einem Hochdruckgebiet über Frankreich und kamen dann am Montag ein zweites Mal in Deutschland an.

Konzentration in höheren Schichten niedriger

Das Laser-Radar habe auf der Höhe zwischen 3,5 und 6 Kilometern verschiedene Schichten mit erhöhter Partikel-Konzentration gemessen.

In der Nähe von München wurden demnach zwei Schichten von 500 bis 1.000 Meter Ausdehung entdeckt, nahe Leipzig waren diese zwei Schichten zu einer Schicht mit einer Ausdehnung von zwei Kilometern vereint. Generell waren die Schichten in ihrer horizontalen und vertikalen Ausdehung sehr unterschiedlich und änderten sich, wie das DRL erklärte.

Die Partikel-Konzentration in den höheren Schichten über 3,5 Kilometer Höhe sei niedriger als in Grenzschichten unter drei Kilometer Höhe. Nach dem Flug wurden an der Maschine keine Schäden entdeckt. Sie wird aber weiter untersucht.

Die Wissenschaftler des DLR mahnten in ihrem Bericht zur Vorsicht im Umgang mit bestimmten Ergebnissen des Forschungsfluges. “Die Daten hier müssen wegen möglicher systematischer Fehler mit Sorgfalt genutzt werden“, heißt es am Ende des Berichts. Weder das DLR noch das ihm vorgesetzte Bundesverkehrsministerium wollten am Dienstag zu dem Bericht Stellung nehmen.

dapd/dpa

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