Asylbewerberheim komplett abgebrannt

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Die oberste Etage des Hauses brannte aus, das Dach stürzte ein.

Neustadt - 48 Menschen haben sich in der Nacht zum Freitag aus einem brennenden Asylbewerberheim in Neustadt (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) retten können.

Das Gebäude brannte völlig nieder. Die oberste Etage des Hauses im Ortsteil Langburkersdorf brannte nach Polizeiangaben aus, das Dach stürzte ein. Den Rest des Gebäudes habe die Feuerwehr unter Aufsicht niederbrennen lassen. Der Schaden beträgt den Angaben zufolge rund 900.000 Euro. Der zweite Wohnblock ist durch die Rauchentwicklung unbewohnbar geworden, wie der Landkreis mitteilte.

Drei Bewohner wurden vom Notarzt vor Ort untersucht, einer kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus. Er sei nicht in Lebensgefahr, hieß es.

Wie die Polizei in Dresden mitteilte, war wahrscheinlich ein defektes Fernsehgerät in Brand geraten. Die Polizei schloss jedenfalls einen politischen Hintergrund aus. Nach Angaben der Polizei konnten zunächst keine Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen werden. “Es ist noch zu heiß, die Kollegen können nicht in das Gebäude“, erklärte ein Sprecher. Voraussichtlich am Samstag wollen Spezialisten nach Spuren suchen.

41 Bewohner wurden vorübergehend im Sportforum Neustadt untergebracht. Die Versorgung übernahm der Arbeitersamariterbund (ASB). Etwa 70 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Am Morgen wurde damit begonnen, den Dachstuhl mit einem Kran abzuheben, um den Brand endgültig zu löschen und die Voraussetzungen für einen gefahrlosen Abriss der Ruine zu schaffen. Der Landkreis werde als zuständiger Träger für die Unterbringung der Asylbewerber am Freitag Unterkünfte für alle Bewohner suchen, hieß es weiter.

dapd

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