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„Angespannte Situation im Stromnetz“

App fordert Kunden zum Stromsparen auf – Experte gibt Entwarnung wegen Blackout

Heizen ist so teuer, dass viele Menschen große Probleme haben. Nun steigen auch die Strompreise stark
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Heizen ist so teuer, dass viele Menschen große Probleme haben. Nun steigen auch die Strompreise stark

Blackout-Gefahr in Baden-Württemberg? Dass eine App zum Stromsparen aufforderte, lag an technischen Gründen.

Stuttgart (Baden-Württemberg) - „Bitte hilf mit!“, forderte eine App auf dem Handy laut Welt offenbar Stromkunden in Baden-Württemberg am Mittwochnachmittag auf. Das Handyprogramm „StromGedacht“ des Netzbetreibers TransnetBW habe sich gemeldet.

Es sei zunächst schon am Mittwochmorgen von Grün auf Gelb gesprungen, um die Kunden aufzufordern, Strom besser jetzt als später zu verbrauchen. Akkus aufladen, stromintensive Geräte laufen lassen - all das sei damit vor 14 Uhr zu erledigen. Ab 14 Uhr würde die App dann geplant auf Rot springen - und damit anzeigen, dass der Stromverbrauch reduziert werden solle. Für eine Stunde sollten die Kunden Strom sparen. Der Betreiber sprach demnach von einer „angespannten Situation im Stromnetz“.

Stromwarnung in Baden-Württemberg: Angst vor Blackout geschürt

Auf Twitter lief am Abend nach Erscheinen des Welt-Artikels eine hitzige Debatte, ob Deutschland nun ein Blackout drohe oder nicht. Karsten Wiedemann, Energieexperte und Journalist beim Branchenmagazin energate.de, gab jedoch Entwarnung:Es gab ab 14 Uhr weder ein Stromproblem, noch die Gefahr eines Blackouts. 90 Prozent der Tweets dazu sind Fake-News. Es gingt ledig (sic) darum, Kosten für den Redispatch zu senken“, schrieb er.

Und: Die App „StromGedacht“ gibt es Welt zufolge erst seit wenigen Wochen. Erst seither können Kunden also schnell über einen drohnenden Strommangel informiert werden.

Netzbetreiber warnt vor „angespannter Situation im Netz“ - das ist kein drohender Blackout

Schon am Nachmittag gab der Netzbetreiber demnach Entwarnung: Es werde zu keinem Stromausfall kommen. Bereits am Morgen habe man erkannt, dass es zu Engpässen kommen könne, und daher vorgeplant, dass vorübergehend - zwischen 14 und 15 Uhr - Strom aus der Schweiz importiert werden müsse. Hintergrund sei, dass zu bestimmten Zeiten durch Windkrafträder im Norden mehr Strom erzeugt werde als durch die Kohlekraftwerke im Süden. Die Ungleichlage müsse durch einen sogenannten Redispatch ausgeglichen werden. „Beim Redispatch wird normalerweise im Norden Erzeugung abgeregelt und durch zusätzliche Erzeugung im Süden ausgeglichen“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Welt.

Doch weil Reservekraftwerke im eigenen Netz nicht zur Verfügung standen, habe dieser Ausgleich heute mit Hilfe von Strom aus der Schweiz stattfinden müssen: „Auslöser sind unzureichende Transportkapazitäten im Stromübertragungsnetz.“ Von einem Blackout wird gesprochen, wenn mehrere Regionen über einen längeren Zeitraum von einem Stromausfall betroffen sind. (kat)

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