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Saharastaub aus Afrika

Rot-gelber Himmel: Wetter-Phänomen bringt „Blutregen“ – und weitet sich heute auf ganz Bayern aus

In vielen Regionen Bayerns ist aktuell ein Wetterphänomen zu beobachten. Der Himmel färbt sich durch Saharastaub rötlich-gelb.

Update vom 16. März, 15.48 Uhr: Mehr als 2000 Kilometer ist er bereits durch die Luft gewirbelt, bis er hierzulande den Himmel färbt und den Waschanlagen eine Sonderkonjunktur beschert: Staub aus der Sahara. Er sorgt derzeit für spektakuläre Bilder, aber auch Dreck. Bald ist das Phänomen jedoch wieder vorbei.

Ein gelb-rötlicher Himmel und viel Dreck auf Autos und Fensterscheiben: Vor allem in Süddeutschland macht sich derzeit Staub aus der Sahara bemerkbar. Was die Autofahrer ärgert, freut die Waschanlagen-Betreiber. Das Phänomen tritt mehrmals im Jahr auf und ist derzeit aber besonders stark ausgeprägt. „Es sind immer wieder andere Regionen, die es trifft“, erläuterte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch. Spätestens am Freitag soll auch schon wieder Schluss sein mit dem spektakulären Anblick. „Sobald die Strömung ein bisschen dreht, ist Deutschland schon wieder raus aus der Nummer.“

Saharastaub: Wetter-Phänomen in Bayern nur noch bis Freitag

Im Alpenraum und im Alpenvorland war der Himmel schon am Dienstag in ein gelbliches oder rötliches Licht getaucht. Am Mittwoch kam ein neuer Schwung Saharastaub auch in den Westen und Südwesten Deutschlands, vom Niederrhein über den Taunus bis ins Allgäu. Bemerkbar machte er sich vor allem durch Bewölkung: „An den Staubpartikeln können sich leichter Wolken bilden“, erläuterte der Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach den Grund.

Die höchste Staubkonzentration erwarteten die Wetterfachleute für den Donnerstag in Baden-Württemberg und im Freistaat. „Im Norden wird man davon nicht so viel mitkriegen, weil ein Tiefausläufer sich bemerkbar macht und es dadurch im Norden ohnehin viele Wolken gibt und es ein bisschen regnet“, prognostizierte der DWD-Experte. „Aber es kann sein, dass Saharastaub im Norden und über der Mitte Deutschlands ausgewaschen wird und man Schlieren auf den Autos hat.“ Am Freitag habe sich das Phänomen in Deutschland dann schon wieder erledigt.

Rot-gelber Himmel: Wetter-Phänomen bringt „Blutregen“ – und weitet sich heute auf ganz Bayern aus

Update vom 16. März, 8.47 Uhr: Staub aus der Sahara verfärbt weiter den Himmel über Bayern. Südwestwinde wehen dabei Wüstensand zu uns und tauchen den Freistaat in ein bräunliches Licht. Das Phänomen war am Dienstag bereits in den Alpen und in München zu bestaunen. Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagte, soll das Phänomen am Mittwoch im ganzen Freistaat zu sehen sein. Selbst am Donnerstag könnte der Saharastaub noch nicht weggeweht sein.

Dies sei nichts Ungewöhnliches um diese Zeit, sagte der Experte des DWD. Dabei wird bei Tiefdruckgebieten über Nordafrika Wüstensand aufgewirbelt und in höheren Luftschichten rund um die Welt getragen. Diese Winde erreichen vor allem im Frühjahr und Sommer Deutschland.

Saharastaub über Bayern: „Blutregen“ möglich

Leichte Niederschläge führen bei der aktuellen Wetterlage zu „Blutregen“, wobei der Wüstensand ausgewaschen wird. Das Wasser färbe sich dann bräunlich. Beispielsweise auf Autos oder Gartenmöbeln wird der Sand dann sichtbar. Derzeit liege nach Angaben des Meteorologen schon wegen der anhaltenden Trockenheit viel Staub in der Luft. Nordostwinde tragen den Wüstensand im Laufe des Donnerstags wieder aus Deutschland heraus.

Der Staub aus der Sahara führt zu einer höheren Feinstaubbelastung, so der DWD. Aber der Staub an sich sei für den Menschen ungefährlich.

Rot-gelber Himmel über Bayern: Seltenes Wetter-Phänomen bringt Blutregen

Erstmeldung vom 15. März: München - Rötlich-gelbes Licht strahlt momentan vom Münchner Himmel herab. Der Grund: Saharastaub aus Afrika zieht über den Freistaat hinweg*. Südwestwinde tragen den Staub aus der Wüste nach Nieder- und Oberbayern. Wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Dienstag sagte, werde vor allem am Mittwochmittag mit einer starken rötlich-gelben Verfärbung des Himmels gerechnet. In München scheint der Staub schon am Dienstag angekommen zu sein.

Den ganzen Tag liegt heute bereits jede Menge des Saharastaubs in der Luft. Aber erst gegen 19 Uhr abends soll der Höhepunkt erreicht sein. Und auch morgen soll die Konzentration an Staub in der Luft noch sehr hoch sein: 2000 Mikrogramm pro Quadratmeter Luftsäule - normal wären es 500 bis 1000 Mikrogramm.

Wetterphänomen in Bayern: Saharastaub lässt den Himmel leuchten - Blutregen kommt

Am Mittwoch soll es dann durch leichte Niederschläge auch zu „Blutregen“ in Bayern kommen, wobei der Wüstensand ausgewaschen wird. Das herabfallende Wasser färbe sich dann bräunlich. Beispielsweise auf Autos oder Gartenmöbeln kann der Sand sichtbar werden.

Sahara-Staub färbt das Licht über den Allgäuer Alpen in einen ungewohnten Gelbton.

„Dies sei nichts Ungewöhnliches um diese Zeit“, ordnete der Wetter-Experte des DWD ein. Dabei wird bei Tiefdruckgebieten über Nordafrika Wüstensand aufgewirbelt und in höheren Luftschichten rund um die Welt getragen. Diese Winde erreichen vor allem im Frühjahr und Sommer Deutschland.

Saharastaub ist wichtig für die Natur

Für die Natur sei der Wüstenstaub teilweise sogar dringend erforderlich, wie der DWD weiter erklärt. Denn die aufgewirbelten Mineralstaubpartikel würden zum einen Phytoplankton im Atlantischen Ozean, zum anderen auch die Regenwaldböden am Amazonas mit wichtigen Nährstoffen versorgen. Außerdem helfe er, die Strände in der Karibik zu erneuern. (tkip/dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Jan Eifert/Imago

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