Brechdurchfall auf Schiff

So kamen die Noroviren auf die "MS Bellriva"

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Die Bellriva auf dem Rhein bei Wiesbaden

Wiesbaden - 72 Menschen erkrankten auf der "MS Bellriva" plötzlich an heftigem Brechdurchfall. Nun scheint klar zu sein, wie die Erreger auf den Rhein-Ausflugsdampfer kamen.

Vermutlich wurden die Erreger der Brechdurchfall-Epidemie auf die „MS Bellriva“ von einem Passagier oder Crew-Mitglied eingeschleppten. „Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit können Lebensmittel als Ursache ausgeschlossen werden“, sagte der Leiter des Wiesbadener Gesundheitsamtes, Holger Meireis, am Montag. Unklar bleibe aber, wer genau die Noroviren auf das Schiff brachte. „Das lässt sich niemals zurückverfolgen.“

Auf der „MS Bellriva“ hatten sich am Samstag 72 Menschen mit dem Virus angesteckt und waren an Brechdurchfall erkrankt. Bis auf einen Passagier seien alle wieder gesund, sagte Meireis. Der Reederei könne kein Vorwurf gemacht werden. „Die Menschen sind nicht so hygienisch, wie sie oft glauben. Das ist der Motor einer solchen Infektion.“

Nach Reederei-Angaben ist jeder Passagier beim Betreten des Schiffes aufgefordert, seine Hände zu desinfizieren. Aber nicht nach jedem Ausflug an Land kontrolliere man die zurückkehrenden Gäste, sagte der Geschäftsführer der betroffenen Reederei, Herbert Rösch. Er kündigte an, auch nicht erkrankten Passagieren den Reisepreis zu erstatten.

Am Sonntag war damit begonnen worden, das Schiff zu desinfizieren. Am Dienstag soll es zum Heimathafen Köln-Deutz fahren. Die nächsten drei geplanten Kreuzfahrten der „MS Bellriva“ hat die Reederei abgesagt. Passagiere gehen erst am 22. Dezember wieder an Bord.

dpa

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