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Corona-News-Ticker

Mediziner aus Corona-Expertenrat über aktuelle Corona-Daten: „Meilenweit von Realität entfernt“

Die Inzidenz in Deutschland liegt jetzt über 900. Die Zahl der Neuinfektionen steigt weiter. Ein Intensivmediziner schlägt nun wegen des deutsche Vorgehens Alarm. Der News-Ticker.

  • Die Corona: Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 940,6 (siehe Update vom 26. Januar, 6.13 Uhr).
  • Neuer Omikron-Subtyp BA.2: Aktuelle Zahlen aus Deutschland (Update vom 26. Januar, 12.28 Uhr)
  • Ein Intensivmediziner kritisiert die Erhebung der Corona-Zahlen in Deutschland (Update vom 26. Januar, 16.10 Uhr)
  • Delta-Variante des Coronavirus lässt auch Kinder schwerer erkranken (siehe Update vom 26. Januar, 7.31 Uhr).
  • Dieser News-Ticker zum Thema Corona in Deutschland ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 27. Januar finden Sie hier.

Update vom 26. Januar, 22.25 Uhr: Mehrere Länder rund um Deutschland haben trotz immer neuer Höchststände der Neuinfektionen eine Lockerung oder sogar Aufhebung der Corona-Restriktionen angekündigt. Österreichs Kanzler Karl Nehammer gab am Mittwoch das Ende des Lockdowns für Ungeimpfte ab Montag bekannt. Die dänische Regierung will ab dem 1. Februar gar alle Corona-Restriktionen aufheben. In den Niederlanden dürfen seit Mittwoch Lokale, Kinos und Museen wieder öffnen. Die Bundesregierung lehnte Lockerungen derweil erneut ab.

Der Lockdown für Ungeimpfte sei „eine der strengsten Maßnahmen, die man setzen kann“, erklärte Nehammer in Wien. Die Lage in Österreichs Krankenhäusern ermögliche nun das Ende der seit dem 15. November geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Österreich erreichte am Mittwoch mit gut 34.000 Fällen allerdings einen neuen Höchststand.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach wirbt erneut für Impfpflicht

Update vom 26. Januar, 19.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat erneut für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht geworben. Wenn man diese jetzt umsetze, sei man im Herbst gerüstet, sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag. Er wandte sich dagegen, abzuwarten. Für die Umsetzung der Impfpflicht brauche man mindestens fünf bis sechs Monate.

„Wenn wir das Problem vor uns wegschieben, dann wird das Problem in voller Stärke zurückkommen.“ Das könne man Kindern, Pflegekräften, Ärzten und Menschen, die gefährdet seien, nicht weiter zumuten. „Wir müssen handeln“. Die Freiheit gewinne man durch die Impfung zurück, fügte er hinzu. „Wir werden nicht zurückkommen zu dem Leben, was wir geliebt und geschätzt haben, ohne dass wir jetzt den Spaten drehen.“

Lauterbach sprach bei der sogenannten Orientierungsdebatte als einer der letzten von mehr als 40 Rednerinnen und Rednern. Er trat in seiner Rolle als Abgeordneter ans Mikrofon. Der Minister hatte zuvor bereits deutlich gemacht, dass er als Abgeordneter eine Impfpflicht zwar befürworte, als Bundesgesundheitsminister aber keinen eigenen Vorschlag dafür vorlegen wolle und das mit dem überparteilichen Verfahren begründet. Geplant ist, dass der Bundestag ohne Fraktionszwang über eine mögliche Impfpflicht abstimmt.

Corona in Deutschland: Hunderte Menschen protestieren in Berlin gegen Impfpflicht

Update vom 26. Januar, 17.40 Uhr: Anlässlich der Debatte um eine mögliche Corona-Impfpflicht im Bundestag haben sich am Mittwoch hunderte Demonstranten zu Protesten im Berliner Regierungsviertel versammelt. Rund 500 Teilnehmende trafen sich zunächst am ARD-Hauptstadtstudio und zogen dann in Richtung der Straße Unter den Linden weiter, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die Protestierenden hielten Plakate mit Aufschriften wie „Mein Körper, meine Entscheidung - keine Impfpflicht“ oder „Impf-Erpressung stoppen“ hoch.

Laut Polizei waren „mehrere hundert Menschen in der City unterwegs“, die in kleinen bis mittelgroßen Gruppen zusammenkamen. Eine Frau, auf deren Transparent „Stoppt diesen Genozid - Vera Sharav Holocaust-Überlebende“ zu lesen war, wurde von der Polizei vor dem ARD-Hauptstadtstudio abgeführt.

Insgesamt kam es laut Polizei im Verlauf des Tages zu vorläufigen Festnahmen „im zweistelligen Bereich“. Am Nachmittag waren jedoch nur noch wenige Menschen unterwegs, die meisten Versammlungen hatten sich bereits aufgelöst. Insgesamt blieb es den Beamten zufolge „weitgehend störungsfrei“ .Die Polizei war mit einem Großaufgebot von 1600 Einsatzkräften vor Ort. Das Gebiet um das Parlamentsgebäude wurde bereits am Vormittag großflächig abgeriegelt. Im Bundestag debattierten die Abgeordneten im Rahmen einer Orientierungsdebatte erstmals über die Impfpflicht. Online wurde deshalb zu Demonstrationen im Regierungsviertel aufgerufen.

Update vom 26. Januar, 16.10 Uhr: Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis übt schwere Kritik am Vorgehen in der Pandemie. So fordert er den sofortigen Aufbau eines Corona-Registers für die Krankenhäuser in Deutschland. „Wir haben keinen blassen Schimmer, wie viele betreibbare Krankenhausbetten wir tagesaktuell in Deutschland haben, wie viele davon belegt sind und wie viele Pflegekräfte wirklich zur Verfügung stehen“, sagte er der Augsburger Allgemeinen.

Als Vorbild verwies Karagiannidis auf das von ihm mit aufgebaute Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Dieses gibt unter anderem über die Kapazitäten bei Intensivbetten Auskunft. Es gehe jetzt aber darum, „wie viele Corona-Patientinnen und -patienten nicht nur auf der Intensivstation, sondern auch auf den Normalstationen liegen“, betonte der Mediziner: „Die offiziellen Daten sind aktuell meilenweit von der Realität entfernt.“

Intensivmediziner fordert Corona-Register für Kliniken: Stand der Digitalisierung „eine Katastrophe“

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die vor einer Überlastung der Kliniken warnen soll, sei in Nordrhein-Westfalen in Wirklichkeit dreimal höher als offiziell gemeldet. „Dieser gewaltige Unterschied ist eigentlich unfassbar, obwohl eine technische Lösung einfach umsetzbar wäre“, sagte Karagiannidis, der auch Mitglied im Corona-Expertenrat der Bundesregierung ist. „Wir sind im Bereich klinischer Daten die am weitesten abgehängte Industrienation in der wissenschaftlichen Forschung“, kritisierte er weiter. Der Stand der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen sei „eine Katastrophe“.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) schrieb auf Twitter, an „zeitnaher Übermittlung der Daten vom Krankenhaus an das RKI wird bereits gearbeitet“. Dies sei eine Aufgabe, der er sich nach seinem Amtsantritt „sofort gestellt“ habe. Lauterbach bezog sich dabei auch auf Daten aus Nordrhein-Westfalen, auf die Karagiannidis hingewiesen hatte, wonach die Krankenhausbelegung dort derzeit steil ansteigt und auch die Belegung von Intensivbetten nicht mehr abnimmt, sondern wieder leicht nach oben zeigt. „Diese Entwicklung muss uns Sorgen machen“, schrieb Lauterbach dazu.

Corona: Neuer Omikron-Subtyp verbreitet sich in Dänemark

Update vom 26. Januar, 12.28 Uhr: Der neue Omikron-Subtyp schreckt einige Corona-Experten auf. In Dänemark macht Omikron BA.2 schon die Hälfte aller Fälle aus.

„Weil man in verschiedenen Ländern beobachten kann, dass der Anteil an BA.2 zunimmt, wird vermutet, dass BA.2 einen Vorteil in der Übertragbarkeit gegenüber BA.1 hat“, sagt die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Auch, eine sogenannte Immunflucht von Omikron BA.2 könne dazu führen, dass sich immer mehr Menschen damit anstecken. Beobachtungen aus Dänemark legten laut Ciesek jedoch nahe, dass in der Krankheitsschwere kein großer Unterschied zu sein scheint. Vieles Fragen sind noch offen. Trotz hoher Infektionszahlen sollen im Nachbarland Dänemark in Kürze alle Corona-Maßnahmen* fallen.

In Deutschland dominiert aktuell die Omikron-Variante BA.1. Laut dem aktuellsten RKI-Wochenbericht konnte Omikron BA.1 in der ersten Januarwoche in einer Stichprobe 1568-mal nachgewiesen werden. BA.2 tauchte nur 38-mal auf.

Baden-Württemberg ändert Corona-Regeln

Update vom 26. Januar, 11.39 Uhr: Baden-Württemberg lockert seine Corona-Regeln für Großveranstaltungen. Im Fußballstadion sind in der normalen Alarmstufe wieder bis zu 6.000 Zuschauer zugelassen, wenn der Veranstalter die 2G-plus-Regel anwendet, erklärte Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) am Mittwoch im Landtag in Stuttgart. Das heißt, die Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein. Bei Konzerten oder ähnlichen Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen sind 3.000 Zuschauern zugelassen – unter der Bedingung, dass 2G-plus am Eingang verwendet wird. B 2G gilt eine Obergrenze von 1.500. Für alle Veranstaltungen gelte, dass höchstens die Hälfte der Kapazitäten ausgeschöpft werden dürfe. Das gilt auch für Fastnachtsfeste. „Umzüge im Freien müssen wir leider untersagen“, sagte Kretschmann. Auch Clubs bleiben weiter geschlossen. Baden-Württemberg fällt ab Donnerstag von der „Alarmstufe II“ auf die erste Alarmstufe zurück.

Delta-Variante des Coronavirus lässt auch Kinder schwerer erkranken

Update vom 26. Januar, 7.31 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus führte offenbar auch bei Kindern öfter zu schweren Erkrankungen als die vorherigen Virus-Typen. Das zeigen Patientenzahlen des Haunerschen Kinderspitals am LMU Klinikum München. Im November 2021 wurden dort 14 Kinder und Jugendliche behandelt – ein Höchststand, wie das Klinikum anlässlich der ersten Corona-Fälle in Deutschland vor zwei Jahren berichtete. Insgesamt wurden bisher 60 Kinder mit Covid-Infektion im Haunerschen Kinderspital behandelt, 15 von ihnen auf der Intensivstation, hiervon wiederum die meisten mit schweren Vorerkrankungen. Spezifische Erfahrungen mit der Omikron-Variante bei Kindern und Jugendlichen gebe es noch nicht. „Auch wenn bereits einige unserer Patienten mit Omikron infiziert waren, war der Verlauf nicht von dem der Delta-Variante zu unterscheiden“, sagte der stellvertretende Direktor der Kinderheilkunde im Haunerschen Kinderspital, Johannes Hübner.

RKI: Bundesweite Inzidenz bei 940,6

Update vom 26. Januar, 6.13 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwochfrüh einen neuen Höchstwert: 164.000 Corona-Neuinfektionen sind in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet worden. Vor einer Woche waren es 112.323 erfasste Neuinfektionen. 166 Menschen starben binnen eines Tages an oder mit Corona. Die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 117.126.

Die Inzidenz liegt bei 940,6 - so hoch wie nie zuvor. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 584,4 (Vormonat: 220,7). Die Dunkelziffer bei den positiven Corona-Fällen dürfte nach Ansicht von Experten viel höher sein. Die Testkapazitäten und Gesundheitsämter sind vielerorts am Limit.

  • Das RKI meldet am Mittwochfrüh 164.000 Corona-Neuinfektionen.
  • Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 940,6.
  • Weitere 166 Corona-Todesfälle sind binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Die Zahl der Todesopfer steigt damit auf 117.126.
  • Derzeit gibt es etwa 1.530.900 aktive Corona-Fälle in Deutschland.
  • Auf den Intensivstationen müssen derzeit 2.366 Covid-19-Patienten behandelt werden. 1350 davon werden künstlich beatmet. Das geht aus dem DIVI-Intensivregister hervor.

Ärger über Corona-Maßnahmen beim Profi-Sport - 1. FC Köln-Chef wird deutlich - „Würfeln die etwa?“

Update vom 25. Januar, 22.39 Uhr: Am Montag haben sich Bund und Länder zum Corona-Gipfel getroffen. Viele Änderungen kamen dabei nicht heraus. Das stößt vor allem beim Profisport auf große Enttäuschung. Die Fan-Rückkehr in die Stadien wurde aufgeschoben, vertagt auf den 9. Februar. Damit werden die Fußball-Bundesliga und weitere deutsche Profiligen vorerst weiterhin vor wenigen bis gar keinen Zuschauern spielen.

„Es wurde immer geklagt, der Fußball bekomme in Deutschland Sonderrechte“, sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke noch am Montagabend der Bild-Zeitung: „Das Gegenteil ist gerade der Fall. Der Fußball wird zum Opfer von Symbolpolitik.“ Der BVB-Chef gab bekannt, über juristische Schritte nachzudenken. Kölns Vizepräsident Eckhard Sauren machte bereits vor der MPK seine Meinung deutlich: „750 Zuschauer in einem 50.000er Stadion hat nichts mit sinnvollem Infektionsschutz zu tun“, sagte er „The Pioneer“. „Jetzt verlieren wir aufgrund dieser Symbolpolitik 1,7 Millionen Euro in jedem Spiel mit 750 Zuschauern“, so Sauren - und das trotz Freiluftstadien.

Nun machte auch Alexander Wehrle, Geschäftsführer beim 1. FC Köln, seinem Ärger Luft. „Das ist jetzt absolut überhaupt nicht mehr verhältnismäßig. Es ist rational nicht mehr erklärbar“, ärgerte er sich gegenüber express.de. Auch dass die Regelungen nicht einheitlich sind, stößt Wehrle sauer auf: „Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, wenn in der Elbphilharmonie in Hamburg von 2100 möglichen Zuschauern 2000 in einem geschlossenen Raum sind, und ein paar Kilometer weiter im Hamburger Stadion auch 2000, weil das eben die Grenze ist. Wer hat denn die 2000 in Hamburg festgelegt? Und wer die 750 in Köln? Und wer die 1000 in Mainz?“ Und nochmal deutlich: „Würfeln die eigentlich?“, fragt Wehrle sarkastisch.

Die letzten Monate hätten gezeigt, dass bei Großveranstaltungen keine Infektionsketten entstanden sind. Und die Profi-Klubs hätten die Funktionsfähigkeit ihrer Hygiene-Konzepte unter Beweis gestellt. „Unter freiem Himmel, digitale Nachvollziehbarkeit der Infektionskette, Abstandshaltung, Masken, Time-Slots beim Eintritt und die 2G-Regel, die wir beim FC schon im August hatten“, zählt Wehrle all die Maßnahmen auf.

Corona in Deutschland: Landkreis schert aus berufsbezogener Corona-Impfpflicht aus

Update vom 25. Januar, 21.13 Uhr: Für Mitte März plant der Bund die Impfpflicht für Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern. Doch schon jetzt schert ein Landkreis aus. Vorpommern-Greifswald hat angekündigt die Regelung nicht anzuwenden. Man stelle fest, „dass mit den ganzen anderen coronabedingten Maßnahmen, die wir schon seit zwei Jahren tragen, das Gesundheitsamt und auch große Teile der Verwaltung völlig ausgelastet sind“, sagte Landkreissprecher Achim Froitzheim am Dienstagabend.  „Die Kontrolle und Durchsetzung dieser einrichtungsbezogenen Impfpflicht können wir deshalb nicht erfüllen.“

„Wenn jetzt noch Aufgaben oben draufgepackt werden, können wir die einfach nicht mehr leisten.“ Die entsprechende Impfpflicht mit Blick auf einen möglicherweise entstehenden Mangel an Pflegekräften zu bewerten, stehe dem Landkreis nicht zu. „Das muss auf Bundes- und Landesebene geklärt werden“, sagte Froitzheim. Nach Rückmeldungen aus Alten- und Pflegeheimen, die der Heimaufsicht des Landkreises unterliegen, gehe man davon aus, dass etwa 20 Prozent der Mitarbeiter noch nicht gegen das Coronavirus geimpft sind.

Update vom 25. Januar, 21.01 Uhr: Reisen soll EU-weit einfacher werden (siehe Update vom 25. Januar, 17.45 Uhr). Doch neben dieser Entscheidung hat die heutige EU-Einigung ein Chaos um den Genesenen-Status ausgelöst. Das RKI hatte erst vor einer Woche beschlossen, die Gültigkeit eines Nachweises nach einer Corona-Infektion auf drei Monate zu verkürzen. Nun hat sich die EU jedoch auf 180 Tage, also sechs Monate geeinigt. Muss Lauterbach jetzt zurückrudern?

Corona in Deutschland: EU-Entscheidung macht Reisen nun wohl deutlich einfacher

Update vom 25. Januar, 17.45 Uhr: In Baden-Württemberg und Niedersachsen wurde die 2G-Regel teilweise gekippt. EU-weit winken nun auch Lockerungen bei Reisen. Künftig soll ein gültiges EU-Corona-Zertifikat für Reisen in der EU wichtiger als das Infektionsgeschehen im Abreiseland sein. Die EU-Staaten einigten sich am Dienstag darauf, dass vom 1. Februar an nicht mehr entscheidend sein soll, von wo aus eine Reise startet - sondern, ob ein gültiger Impf-, Test- oder Genesenennachweis vorliegt.

Reisen könnte für Geimpfte und Genesene bald EU-weit ohne zusätzlichen Test möglich sein (Symbolbild).

Ein PCR-Test solle frühestens 72, ein Schnelltest 24 Stunden vor der Reise gemacht werden. Ein Genesenen-Zertifikat soll 180 Tage gültig sein. Wer kein Zertifikat hat, soll nach Ankunft einen Test machen. Für Kinder gibt es Ausnahmen. Zusätzliche Beschränkungen solle es nicht geben. Ein Sprecher der EU-Kommission betonte: „Das Mindeste, was wir alle erwarten können, ist, dass die Mitgliedstaaten diese Empfehlung auch umsetzen.“

Corona in Deutschland: Kein zusätzlicher Test bei Reisen in der EU?

Derzeit gibt es in manchen Ländern Zusatzbestimmungen. Zur Einreise von Österreich nach Italien braucht es bei Grundimmunisierung zusätzlich einen negativen Test. „Reisende, die im Besitz eines gültigen digitalen Corona-Zertifikats der EU sind, sollten keinen zusätzlichen Einschränkungen bei der Reisefreiheit unterworfen sein“, hieß es in einer Erklärung der 27 Mitgliedstaaten. Ein zusätzlicher Test solle wegfallen. Angesichts der europaweit verbreiteten Omikron-Variante sei dieser Schritt angemessen.

Corona in Deutschland: Baden-Württemberg kippt 2G-Regel für Einzelhandel

Update vom 25. Januar, 15.24 Uhr: Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die 2G-Regel für den Einzelhandel gekippt. Das Einfrieren der Alarmstufe II durch die Corona-Verordnung der Landesregierung sei voraussichtlich rechtswidrig, teilte der VGH am Dienstag in Mannheim mit. Damit gilt für den Einzelhandel, dass neben Geimpften und Genesenen auch wieder Menschen mit einem aktuellen Test in Läden einkaufen dürfen.

In Baden-Württemberg wurde nun auch die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt. (Symbolbild)

Corona in Deutschland: Niedersachsen kippt 2G-Regel für Outdoor-Sport

In Niedersachsen hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg die 2G-Regelung für die Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel außer Vollzug gesetzt. Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, gab der 14. Senat einem Eilantrag einer Golfspielerin statt, die nicht geimpft oder genesen ist. Die Regelung in der Corona-Verordnung sei mit dem allgemeinen Gleichheitssatz nicht vereinbar. Der Beschluss ist unanfechtbar. Zwar ist damit die Regelung für Mannschaftssportarten auch aufgehoben, sie könne aber verordnet werden, entschieden die Richter.

Die 2G-Regel bei der Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel sei unangemessen und ein verfassungsrechtlich nicht gerechtfertigter Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit. Bei der Sportausübung mit einer Vielzahl sich körperlich anstrengender Personen in geschlossenen Räumen besteht laut Gericht ein signifikant erhöhtes Infektionsrisiko, das eine Zutrittsbeschränkung auf geimpfte und genesene Personen rechtfertige. Bei der Nutzung von Sportanlagen unter freiem Himmel sei ein derart signifikant erhöhtes Infektionsrisiko nicht in jedem Fall auszumachen. Ohne Zweifel bestehe es dort, wo Mannschaftssport betrieben wird, die die Einhaltung eines Abstandsgebots oder einer Maskenpflicht nicht erwarten lasse - zum Beispiel Fußball, Basketball. Bei der Ausübung von Individualsport unter freiem Himmel liegt aus Sicht des OVG ein erhöhtes Infektionsrisiko hingegen fern.

Corona: Biontech startet klinische Studie zu Omikron-Impfstoff

Update vom 25. Januar, 12.53 Uhr: Biontech/Pfizer startet eine erste klinische Studie zu seinem Omikron-Impfstoff. Die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten soll geprüft werden, teilte das Mainzer Pharmaunternehmen und sein US-Partner am Dienstag mit. Die Studie soll bis zu 1420 Testpersonen umfassen, die in drei Gruppen unterteilt werden.

Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer im Fußballstadion

Update vom 25. Januar, 12.31 Uhr: Bayern erlaubt wieder bis zu 10.000 Zuschauer in der Fußball-Bundesliga und bei weiteren Sport-Events. Auch für Konzerte gilt eine absolute Personenobergrenze von 10.000 Zuschauern. Es gelten unverändert die 2G-plus-Regeln sowie eine FFP2-Maskenpflicht.

Zudem sind bei Kulturveranstaltungen in Bayern künftig wieder doppelt so viele Zuschauer erlaubt wie bisher. In Theatern, Kinos und bei anderen kulturellen Events ist von Donnerstag an wieder eine Zuschauer-Auslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt – bisher waren es 25 Prozent. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen.

Novavax: Liefertermin für Deutschland steht

Update vom 25. Januar, 9.40 Uhr: Der Liefertermin für die Novavax-Impfdosen steht fest. Die ersten 1,4 Millionen Dosen sollen in der Woche ab dem 21. Februar ausgeliefert werden. Das berichtet die Zeit und beruft sich auf das Bundesgesundheitsministerium. Deutschland soll demnach bis zum 20. März voraussichtlich 3,8 Millionen Dosen Nuvaxovid erhalten.

Der Protein-Impfstoff von Novavax* gilt als Alternative zu den mRNA-Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer. Ungeimpfte Beschäftigte in Kliniken oder in der Pflege sollen „bevorzugt“ den Novavax-Impfstoff angeboten bekommen. Für das Personal in Krankenhäusern und Pflegeheimen gilt ab dem 15. März eine Impfpflicht.

Weil: PCR-Priorisierung könnte Wochen dauern

Update vom 25. Januar, 9.33 Uhr: Die beim Corona-Gipfel beschlossene Priorisierung von Klinikpersonal und Risikopatienten bei PCR-Tests könnte laut dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) noch „einige Wochen“ in Anspruch nehmen. Um trotz der neuen Teststrategie das Infektionsgeschehen einschätzen zu können, müssten weitere Faktoren berücksichtigt werden, sagte Weil dem NDR.

Weil verwies im Gespräch mit dem NDR auf die Antigentests, die an Teststationen durchgeführt werden. Auch diese müssten in die Teststrategie mit einbezogen werden, forderte er. Darüber müsse aber „erst noch in Ruhe und im Detail gesprochen werden“, sagte Weil weiter.

Corona-Gipfel: Söder mit Bund-Länder-Runde unzufrieden

Update vom 25. Januar, 8.45 Uhr: Die jetzt beschlossene Priorisierung der PCR-Tests bedeute, dass die Regierung ab diesem Zeitpunkt „keine Ahnung“ habe, „wie hoch die Infektionszahl wirklich ist“, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montagabend in den ARD- „Tagesthemen“. Unterdessen erreichte die Corona-Inzidenz einen neuen Rekordwert.

„Wir haben uns gewundert und geärgert“, sagte Söder weiter. Der drohende Test-Mangel sei „kein starkes Zeichen für die Logistik und die Materialbeschaffung in Deutschland“. Seiner Ansicht nach waren die Diskussionen mit den Länder-Kollegen und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) insgesamt „unbefriedigend, weil wir erneut nur vertagt haben“.

Omikron-Welle nimmt Fahrt auf: Inzidenz in Deutschland bei fast 900

Erstmeldung vom 25. Januar 2022

Berlin - Die Omikron-Welle in Deutschland nimmt Tempo auf. Die 7-Tage-Inzidenz liegt am Dienstagfrüh bei 894,3, das ist ein neuer Höchstwert (Vortag: 840,3). In den vergangenen 24 Stunden sind 126.955 Corona-Neuinfektionen und 214 weitere Todesfälle beim Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet worden. Das geht aus den Daten des Covid-19-Dashboards des RKI hervor. Experten gehen bei den Corona-Fällen von einer großen Dunkelziffer aus. Die Testkapazitäten in Deutschland geraten zunehmend an ihr Limit und die Gesundheitsämter kommen mit ihrer Arbeit kaum mehr hinterher.

RKI: Inzidenz in Berlin knapp unter 1.600

Die Inzidenz* liegt bereits in fünf Bundesländern über der 1000er-Marke: Berlin (1593,5), Hamburg (1547,4), Bremen (1496,3), Brandenburg (1.194,8) und Hessen (1025,4). Am niedrigsten ist der Wert in Thüringen mit 310,8.

Corona-Fallzahlen in Deutschland (Stand: 25. Januar 2022)

  • Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland liegt aktuell bei 894,3.
  • 126.955 Corona-Neuinfektionen und 214 weitere Todesfälle sind laut RKI in den vergangenen 24 Stunden verzeichnet worden.
  • Laut RKI gibt es derzeit etwa 1.423.700 aktive Corona-Fälle.
  • Laut DIVI-Intensivregister müssen 2.404 Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation behandelt werden. 1.379 davon werden künstlich beatmet.

Corona in Deutschland: PCR-Tests werden knapp

PCR-Tests gelten noch als der „Goldstandard“ um eine Coronainfektion nachzuweisen. Doch die Laborkapazitäten angesichts der explodierenden Infektionszahlen werden knapp. Die Teststrategie soll deswegen angepasst werden. Bei PCR-Tests soll es eine Priorisierung geben. Künftig sollen sie vorrangig bei Menschen aus Corona-Risikogruppen und Beschäftigten eingesetzt werden, die sie betreuen und behandeln. Nach aktuell geltender Testverordnung hat beispielsweise noch jeder mit einem positiven Schnelltest Anspruch auf eine PCR-Nachtestung.

Lauterbach verteidigt neue Teststrategie

Zum Freitesten aus der Kontaktpersonen-Quarantäne oder Infizierten-Isolation sollen zertifizierte Antigen-Schnelltests reichen, die jedoch als weniger zuverlässig gelten. Sind Schnelltests denn ausreichend sicher? Lauterbach sagte am Montagabend in der ARD: „Wenn zwei Antigentests hintereinander positiv sind, dann ist das fast so sicher wie ein PCR-Test.“ Es komme nur „ganz selten“ vor, dass sie ein falsches Ergebnis lieferten. (ml,dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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