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News-Ticker zur Pandemie

Corona in Deutschland: Wahlkampf-Manöver von Spahn? Lauterbach warnt vor Abkehr von Inzidenz

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter an. Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert „kreative Ideen“, um die Impfkampagne voranzutreiben. Der News-Ticker.

  • Die Corona*-Zahlen in Deutschland steigen wieder an (siehe Ursprungsmeldung).
  • Vor allem NRW verzeichnet aktuell rasant steigende Inzidenz-Werte (siehe Update vom 23. August, 10.30 Uhr).
  • Jens Spahn will von der 50er Inzidenz als zentralem Kriterium weg - das findet Karl Lauterbach komplett falsch (siehe Update vom 23. August, 18.55 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 23. August, 18.55 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn will die 50er Inzidenz als zentrales Kriterium für Einschränkungen im öffentlichen Leben streichen. Karl Lauterbach kann das überhaupt nicht verstehen. „Das sendet ein falsches Signal, als wenn die Inzidenz überhaupt nicht mehr wichtig wäre. Das halte ich für falsch, weil auch viele derjenigen, die erkranken und nicht ins Krankenhaus müssen, schwer erkranken und langfristige Schäden davontragen“, warnte der SPD-Gesundheitsexperte im TV-Sender Phoenix.

Der Blick auf die Krankenhauseinweisungen habe im Vergleich mit der Inzidenz den Nachteil, dass erst verspätet wichtige Signale ausgesendet würden: „Man läuft Gefahr, dass man nie vor die Welle kommt.“ Offenbar befürchtet Lauterbach auch ein Manöver des CDU-Politikers vor der Bundestagswahl: „Wir fangen an, es zu leicht zu nehmen, und ich glaube, dass eine große Gefahr darin
besteht, dass alle im Wahlkampf einfach nur die gute Nachricht bringen wollen.“

Corona in Deutschland: Rasantes Wachstum der Inzidenz in NRW

Update vom 23. August, 10.30 Uhr: Die Corona-Zahlen klettern wieder stetig, doch vor allem Nordrhein-Westfalen hat aktuell mit rasant steigenden Werten zu kämpfen. In keinem anderen Bundesland in Deutschland ist die noch immer für Regeln und Maßnahmen wichtige Sieben-Tage-Inzidenz so hoch, mittlerweile verzeichnet NRW wieder einen dreistelligen Wert. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen.

Der Bundesschnitt lag am Montagmorgen bei 56,4 und damit wesentlich niedriger als im bevölkerungsreichsten Bundesland. Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern hat laut RKI Hamburg mit einer Inzidenz von 71,6.

Innerhalb eines Tages kamen zuletzt 1526 Corona-Infektionen hinzu. In Leverkusen liegt die Inzidenz inzwischen sogar über 200: In der Stadt am Rhein betrug der Wert am Montag 205,8 - so hoch war die Inzidenz in keinem anderen Kreis oder keiner anderen kreisfreien Stadt in dem Bundesland. Inzwischen haben alle Kreise und kreisfreien Städte in NRW nicht nur die Schwelle von 35, sondern auch die Schwelle von 50 gerissen.

Corona in Deutschland: Kein Baby-Boom nach erstem Corona-Jahr

Update vom 23. August, 10 Uhr: Nach dem ersten Corona-Jahr ist die Anzahl der Geburten in Deutschland von Januar bis Mai 2021 nur leicht angewachsen. Mit rund 315.000 Babys stieg die Zahl der neugeborenen Mädchen und Jungen im Vergleich zum Vorjahreszeitung um 1,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mit.

Einen deutlichen Anstieg habe es nur im März gegeben mit rund 3700 Babys mehr als im Vorjahresmonat. In den übrigen von der einsetzenden Corona-Pandemie geprägten Monaten sei die Entwicklung unauffällig gewesen.

Die Geburten der ersten fünf Monate dieses Jahres gingen auf Schwangerschaften zurück, die während des ersten Corona-Lockdowns von Ende März bis Anfang Mai sowie in den Sommermonaten begannen - da waren die Beschränkungen von Kontakten weitgehend aufgehoben. Insgesamt kamen in dem Zeitraum gut 154 000 Mädchen und knapp 162 000 Jungen lebend zur Welt.

RKI meldet weiter steigende Inzidenz: Hotspot mit Wert über 200 – „Kreative Ideen“ bei Impfungen gefordert

Ursprungsmeldung vom 23. August 2021: Berlin - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am Montag (23. August) erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) lag sie bundesweit bei 56,4 – am Vortag hatte der Wert 54,5 betragen, vor einer Woche noch lediglich 36,2. In einigen Städten und Landkreisen liegt der Wert inzwischen wieder über 100. Mit einer Inzidenz von 205,8 ist der Stadtkreis Leverkusen laut RKI derzeit der bundesweite Corona-Hotspot.

Corona in Deutschland: Inzidenz steigt weiter an – NRW-Hotspot mit Wert über 200

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages insgesamt 3668 Neuinfektionen mit dem Coronavirus*. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.30 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 2126 Ansteckungen* gelegen. Zudem meldete das RKI insgesamt vier neue Todesfälle.

Die Inzidenz war in der Corona-Pandemie* bisher die Grundlage für viele Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Corona in Deutschland: Ab Montag teils ausgeweitete 3G-Regeln

Ab diesem Montag gelten in Deutschlands teils ausgeweitete „3G“-Regeln: Zutritt zu Restaurants, Friseuren, Kliniken, Schwimmbädern und anderen Innenräumen gibt es bei hohem Infektionsgeschehen nur noch für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete. Auch in Bayern gelten ab Montag neue Regeln. „Die Pandemie ist nicht vorüber“, warnte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

Trotz der drohenden Einschränkungen für die Menschen ohne Corona-Impfung* im Alltag verzeichnen Impfzentren und Arztpraxen in Deutschland derzeit keine generelle Trendwende hin zu mehr Impfungen. Neuen Schwung soll es vielerorts durch besondere Maßnahmen geben.

Vor dem Stadion in Fürth bestand am Wochenende die Möglichkeit, sich am Rande der Bundesliga-Partie gegen Bielefeld ohne Termin impfen zu lassen.

Corona-Impfungen: Ärztepräsident fordert „kreative Ideen“

So kündigte Niedersachsen beispielsweise eine landesweite Corona-Impfaktion für junge Menschen ab zwölf Jahren in der Woche ab dem 30. August an. An rund 50 Orten sollen gezielt Aktionen für die Jüngeren stattfinden – etwa an Berufsschulen, in Jugendzentren, Innenstädten und auf Sportplätzen.

Ärztepräsident Klaus Reinhardt regte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe an: „Wir sollten auch Sportvereine, Kulturvereine und die unterschiedlichen Glaubenseinrichtungen bei der Impfkampagne mit ins Boot holen.“ Ausreichend Impfstoff, Personal und Logistik stünden zur Verfügung. „Jetzt sind kreative Ideen gefragt“, so Reinhardt weiter. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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