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News-Ticker

Corona in Deutschland: NRW bleibt Hotspot - Spahn nennt Plan für Berechnung der neuen Lockdown-Formel

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiterhin. Die NRW-Inzidenz ist dabei nahezu doppelt so hoch, wie andernorts. Ein Grund, nicht an Karneval zu denken? Der News-Ticker.

  • Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter – NRW bleibt Corona-Hotspot. (siehe Update vom 24. August, 12.55 Uhr)
  • Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die neuen Kennzahlen zur Bewertung aus früheren Corona-Wellen ableiten. (siehe Update vom 24. August, 13.40 Uhr)
  • Genesene können sich nun auch ein digitales Zertifikat in Apotheken ausstellen lassen. (siehe Update vom 24. August, 16.20 Uhr)
  • Dieser News-Ticker zur Corona*-Lage in Deutschland wird fortlaufend aktualisiert.

Update vom 24. August, 19.30 Uhr: Dass auch das Schuljahr 2021/2022 unter einem schwierigen Stern steht, steht außer Frage. Schließlich ist die Corona-Krise längst nicht bewältigt, das zeigt schon ein Blick in die Schulen. Es lässt sich unschwer erahnen, dass bestimmte Verhaltensweisen im Umgang mit der pandemischen Lage für Kinder eine Gefahr darstellen*.

Update vom 24. August, 17.25 Uhr: Karl-Josef Laumann (CDU), nordrhein-westfälischer Gesundheitsminister, ruft mit Karnevalisten, Schaustellern und Schützenvereinen seines Landes zur Corona-Impfung* auf. Nur mit vollständig Geimpften könnten die beliebten Brauchtumsfeste verantwortungsvoll und mit größtmöglicher Sicherheit gefeiert werden, erklärte Laumann in Düsseldorf. „Daher kann ich nur alle Menschen mit Nachdruck dazu auffordern, sich und andere durch die Impfung gegen das Coronavirus zu schützen.“

Corona-Inzidenz hält NRW in Atem - Gesundheitsminister denkt an Karneval & Co.

Nachdem die letzte Karnevalssession komplett ausgefallen sei, stünden die Karnevalisten nun in den Startlöchern für die nächste Session, hieß es in der Mitteilung. „Wir alle sehnen uns nach unbeschwerten Volksfesten und Weihnachtsmärkten - ohne Zäune, Schranken, Tests, Kontrollen“, erklärte Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbunds. „Mit jeder Impfung kommen wir diesem Ziel ein Stück näher.“

Karneval gehört nicht nur in NRW zum Brauchtum. Viele Menschen möchten gerne mal wieder feiern.

Update vom 24. August, 16.20 Uhr: Von einer Corona-Infektion Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) am Dienstag mit. Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, müssen dafür ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf, in die Apotheke mitbringen.

Bislang habe es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene gegeben, aber nicht für Menschen, die erst kürzlich infiziert gewesen seien und sich noch nicht impfen lassen könnten, teilte der Verband mit. Das Angebot ist kostenlos.

Corona in Deutschland: Spahn will neue Kennzahlen aus bisherigen Wellen ableiten

Update vom 24. August, 13.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits angekündigt, dass der bisherige Inzidenzwert von 50, der noch im Infektionsschutzgesetz als Richtwert für schärfere Maßnahmen verankert ist, ausgedient habe. Das Gesetz soll nun geändert werden. Künftig soll auch die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 eine entscheidende Rolle spielen.

„Wir haben ja Erfahrungswerte aus dem letzten Winter, etwa aus Dezember, Januar, wo wir eine sehr, sehr starke Belastung in den Kliniken hatten“, erklärte Spahn am Dienstag im Interview bei Welt. Zusammen mit den Ländern schaue man sich jetzt an, was die richtigen Kennziffern für weiteres Handeln seien. „Wir können sie ableiten aus den letzten zwei Wellen.“

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die neuen Kennzahlen zur Bewertung der Lage aus früheren Corona-Wellen ableiten.

Der Gesundheitsminister rief erneut zur Corona-Impfung auf. Noch sei die Zahl der Ungeimpften so groß, dass es im Falle einer sehr schnellen Ansteckung immer noch eine Belastung des Gesundheitswesens geben könne. „Im Moment sehen wir eine Pandemie der Ungeimpften“, so Spahn. Mehr als 90 Prozent der Intensivpatienten mit Covid-19 seien nicht geimpft.

NRW wird Deutschlands Corona-Hotspot: Laschet findet mögliche Gründe

Update vom 24. August, 12.55 Uhr: Nordrhein-Westfalen ist auch am Dienstag weiterhin der Corona-Hotspot Deutschlands. Laut RKI liegt die Sieben-Tage-Inzidenz für das bevölkerungsreichste Bundesland bei 108,4 – und damit nahezu doppelt so hoch, wie die bundesweite Inzidenz (siehe Erstmeldung). Alle Stadt- und Landkreise in NRW haben die Inzidenz von 50 überschritten. Den höchsten Wert weist die Stadt Leverkusen mit einer Inzidenz von 202,8 auf.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) führte am Dienstag den Anstieg der Corona-Zahlen in seinem Bundesland auf mehrere Gründe zurück. Zum einen nannte er den dicht besiedelten Lebensraum im Ruhrgebiet. Darüber hinaus führte er den Inzidenz-Anstieg auf Reiserückkehrer, beziehungsweise die Einreise aus Hochrisikogebieten zurück. „Ich gehe davon aus, dass diese Welle sich fortsetzt, je nachdem wo die Schulferien enden“, so Laschet.

Auf der Corona-Karte des RKI erscheint ganz Nordrhein-Westfalen in roter, beziehungsweise dunkelroter Farbe.

Corona in Deutschland: Hausärzte begrüßen neuen Spahn-Plan

Update vom 24. August, 10.15 Uhr: Der Hausärzteverband befürwortet die Pläne der Bundesregierung und von Gesundheitsminister Spahn (siehe Erstmeldung), die Beschränkungen im öffentlichen Leben nicht mehr allein an die Corona-Inzidenz zu knüpfen. „Die Bewertung des Infektionsgeschehens müsste längst mehr Aspekte als nur die Inzidenz einbeziehen“, erklärte der Verbandsvorsitzende Ulrich Weigeldt der Rheinischen Post. „Die geplante Berücksichtigung der Hospitalisierungsrate ist deshalb ein richtiger erster Schritt, und dafür wurde es auch höchste Zeit.“ Es gehe darum, die Belastung des Gesundheitswesens abzubilden. „Diese ist im Moment moderat, und sie wird vor allem durch Personen verursacht, die nicht geimpft sind.“

Ähnlich sieht es Gernot Marx, der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). „Wir befürworten den Beschluss von Gesundheitsminister Spahn“, sagte er am Dienstag im ZDF-„Morgenmagazin“ und verwies dabei auf die steigenden Impfquoten. Die Inzidenz werde trotzdem weiterhin beachtet und bleibe für die Entwicklung im Gesundheitswesen „relevant“, betonte Marx. Es gebe generell einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Neuinfektionen und der Krankenhausbelegung. Derzeit stelle diese aber „überhaupt kein Problem“ dar. Die Lage müsse jedoch täglich beobachtet werden.

Corona-Zahlen in Deutschland: Trend setzt sich fort

Erstmeldung vom 24. August: Berlin - Der Trend setzt sich fort: Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bundesweit erneut leicht angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)* vom Dienstagmorgen lag sie bei 58,0 - am Vortag hatte der Wert 56,4 betragen, vor einer Woche 37,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 5747 Corona-Neuinfektionen (RKI-Dashboard - 24. August, 3.15 Uhr). Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3912 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 42 Todesfälle verzeichnet.

Die Politik diskutiert weiter über die Inzidenz: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte die geplante Abkehr von der Corona-Inzidenz als maßgeblichen Gradmesser für Einschränkungen in Deutschland. Er sagte am Montag in den ARD-„Tagesthemen“, niemand habe gesagt, dass die Inzidenz gar kein Maßstab mehr sein solle. „Was klar ist: Die 50er Inzidenz, wie sie
aktuell im Gesetz steht, hat ausgedient.“

Corona in Deutschland: Inzidenz steigt leicht - Lange Wege für Corona-Test

Mit der 3G-Regel brauchen einige wieder einen Corona-Test, um etwa in Restaurants (Innengastronomie) oder Kinos zu kommen. Doch dafür sind mittlerweile teils lange Wege nötig. Viele Betreiber entschlossen sich in den vergangenen Wochen zur Schließung von Teststellen oder beabsichtigen dies zu tun: In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel ging die Zahl der Testzentren zuletzt binnen vier Wochen um 640 auf 8127 zurück, wie das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der dpa mitteilte. Ende Mai waren es noch 9064 gewesen. In anderen Bundesländern war es ähnlich. In Niedersachsen sind laut dortigem Ministerium derzeit 2093 Testzentren aktiv, gut 600 sind in einem Meldeportal mit „außer Betrieb“ aufgeführt.

Grund ist die perspektivisch sinkende Nachfrage, weil es immer mehr Geimpfte gibt. Zudem sind die Tests ab dem 11. Oktober nicht mehr kostenlos. Man werde „dynamisch auf Veränderungen“ reagieren, hieß es vom Betreiber Covimedical mit Blick auf ein vermutlich geringere Nachfrage im Oktober.

Zahl der Corona-Test-Stationen geht zurück - mancherorts dennoch gestiegene Nachfrage

Kurzfristig zog die Coronatest-Nachfrage unlängst mancherorts aber an, etwa in NRW. Das lag auch an Urlaubern, die zum Beispiel vor der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz einen Test machen mussten. Zudem sehen neue Regeln vor, dass Menschen, die nicht geimpft sind und nicht als genesen gelten, mancherorts inzwischen ein negatives Testergebnis brauchen. Spätestens im Oktober, wenn die Bürger für die Tests zahlen müssen, dürfte sich der Bedarf aber abschwächen. In Niedersachsen sank die Zahl der Testungen während der dort noch laufenden Sommerferien deutlich.

Bereits in der vergangenen Woche hat die Drogeriemarktkette dm die Schließung ihrer derzeit noch rund 200 Teststellen zum 30. September bekanntgegeben. Das Unternehmen begründete dies mit gesunkener Nachfrage und der Abschaffung der kostenlosen „Bürgertests“ im Oktober. Andere Anbieter wie Ecolog mit rund 500 Testzentren in Deutschland wollen vorerst keine Reduzierungen des Angebots vornehmen. Zugleich betont die Firma, dass man das Pandemiegeschehen und den politischen Kurs aufmerksam verfolge. Und Corona ist noch nicht vorbei: Ein Forscher sieht die „nächste Phase der Pandemie“ vor der Tür: „Covid-22 könnte noch schlimmer werden“*.

Eine Helferin testet Insassen eines Autos mit einem Schnelltest auf das Coronavirus (Archivbild).

Corona: „Wir sehen Tests weiterhin als einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie an“

In dem Coronatest-Geschäft mischten neben Arztpraxen auch Apotheken lange Zeit kräftig mit. Doch im Laufe des Sommers entschlossen sich einige Apotheken, keine Testung mehr anzubieten. Zwar sind auf „www.mein-apothekenmanager.de“ derzeit etwa 5000 Coronatest-Apotheken registriert und damit gleich viele wie im Juni. Allerdings waren damals nach Angaben eines Sprechers der Apotheken-Bundesvereinigung Abda viele Apotheken noch nicht auf dem Portal eingetragen - die tatsächliche Zahl dürfte damals also höher gewesen sein. Inzwischen seien fast alle Schnelltest-Apotheken auf der Webseite angegeben. Daraus ergibt sich, dass zahlreiche Apotheken ihre Testmöglichkeiten inzwischen runtergefahren haben.

Die Betreiberfirmen, die am Markt bleiben wollen, betonen unterdessen die Wichtigkeit ihres Geschäfts. „Wir sehen Tests weiterhin als einen wichtigen Baustein bei der Bekämpfung der Pandemie an“, sagt der Chef von Covimedical, Christoph Neumeier. Man fokussiere sich inzwischen auf PCR-Tests*, die zuverlässiger seien als Antigen-Schnelltests. (dpa/cibo) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sascha Steinach/Imago

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