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Hotspot-Regelung als Kompromiss

Kassenärzte-Chef Gassen will an Corona-Lockerungen festhalten – „Virus wird nicht verschwinden“

„Das Virus wird aus unserem Leben nicht verschwinden“, ist Kassenärzte-Chef Andreas Gassen sicher. Er fordert, die geplanten Corona-Lockerungen auch umzusetzen.

Berlin - Der Höhepunkt der Omikron-Welle schien bereits überschritten. Doch die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus* steigt in Deutschland wieder an. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat am Dienstagmorgen (15. März) einen neuen Höchstwert erreicht. Laut Robert Koch-Institut (RKI) liegt sie bei 1585,4.

Am kommenden Sonntag (20. März) sollen alle „tiefgreifenderen“ Corona*-Maßnahmen aufgehoben werden – so lautete zumindest der Plan von Bund und Ländern nach dem letzten Gipfel im Februar. Angesichts der steigenden Zahlen wird die Kritik an den geplanten Lockerungen allerdings wieder lauter. Andreas Gassen, der Chef der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), warnt hingegen davor, die geplanten Erleichterungen nicht umzusetzen.

Corona-Lockerungen zum 20. März: „Bürger müssen sich auf Zusagen der Politik verlassen können“

„Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf die Zusagen der Politik verlassen können“, sagte Gassen der Rheinischen Post. Nach dem Bund-Länder-Beschluss vom 16 Februar sollen zum 20. März alle „tiefgreifenderen“ Maßnahmen, wie beispielsweise Zulassungsbeschränkungen, wegfallen. Ein sogenannter „Basisschutz“ soll aber bleiben*. Der Entwurf sieht noch eine Maskenpflicht in Pflegeheimen, Kliniken und im Nahverkehr vor – und eine Testpflicht in Heimen und Schulen. Bundesweit soll auch die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen aufrecht erhalten bleiben.

Kassenärzte-Chef Andreas Gassen will die Corona-Lockerungen trotz Rekordzahlen umsetzen. (Archivbild)

Eine Hotspot-Regelung soll den Ländern aber weiterhin Eingriffsmöglichkeiten geben. Am Mittwoch soll der Bundestag erstmals über einen von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) vorgelegten Entwurf beraten. Dabei geht es um eine neue Rechtsgrundlage für Beschränkungen, wenn die jetzige ausläuft.

Corona: Gassen will an Lockerungen festhalten – „Virus wird nicht verschwinden“

Für Gassen stellt die vorgesehene Hotspot-Regelung einen guten Kompromiss dar. „Auf diese Weise können zwar bundesweit die meisten Corona-Regeln wegfallen, gleichzeitig besteht aber die Möglichkeit, dass die Bundesländer beispielsweise im Falle stark steigender Infektionszahlen* dann notwendige Maßnahmen wie etwa Maskentragen oder Testen wieder begrenzt einführen.“

Der Kassenärzte-Chef zeigte sich angesichts der aktuell hohen Corona-Zahlen nicht besorgt. „Es besteht eindeutig keine Gefahr der Überlastung des Gesundheitssystems“, gab Gassen Entwarnung. Er stellte klar: „Wir müssen endlich als Gesellschaft lernen, mit Corona zu leben, ohne dass alle paar Monate die Politik das öffentliche Leben immer wieder stark herunterfährt.“ Europäische Nachbarn würden zeigen, dass das möglich sei. „Das Virus wird aus unserem Leben nicht verschwinden“, ist Gassen sicher. (ph mit dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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