Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Generalmajor Carsten Breuer

Chef des Corona-Krisenstabs: Vorbereitung auf Worst-Case-Szenario im Herbst

Generalmajor Carsten Breuer, Leiter Corona-Krisenstab im Bundeskanzleramt
+
Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabes, war zweimal mit Corona infiziert.

Generalmajor Carsten Breuer, Chef des Corona-Krisenstabs, war zweimal mit Corona infiziert. Er rät zu Schutzimpfungen und bereitet sich auf einen heißen Herbst vor.

Berlin - Momentan gibt es ein kleine Delle in der 7-Tage-Inzidenz*. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI)* lag der Wert am Montagmorgen (28. März) bei 1700,6, nach 1714,2 vor einer Woche. Doch schon jetzt gibt es Warnungen, dass die Zahl der mit Corona Infizierten bis Ostern weiter steigen könnte*.

Dennoch lässt die Bundesregierung die Corona-Schutzmaßnahmen auslaufen*. Es scheint so, als ob für die Regierenden die Corona-Pandemie an Schrecken und damit an Relevanz verloren hätte, auch im Angesicht der Ukraine-Konflikts*.

Carsten Breuer, der seit November 2021 den Corona-Krisenstab* leitet, hat diesem Eindruck widersprochen. Im einem Interview mit dem Stern sagte der Generalmajor der Bundeswehr, dass er nicht das Gefühl habe, dass man wegen des Angriffs auf die Ukraine die Coronavirus*-Krise aus dem Blick verloren habe. Neben der Impf- und Testlogistik sowie der Patientenverlegung in Deutschland gehöre auch die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu den Aufgaben des Krisenstabes.

Chef des Corona-Krisenstabs: Rat zu Impfungen als Vorbereitung auf die nächste Welle

Teil der Nachhaltigkeit sei es, die Situation im nächsten Herbst im Blick zu haben. Wie könne man für eine gute Vorbereitung sorgen? Sind die jetzt ergriffenen Maßnahmen richtig und wie komme man damit durch den Herbst? „Ich kann angesichts der aktuellen Lage aber nur immer wieder darauf hinweisen: Wir haben Corona längst nicht hinter uns gelassen, auch wenn wir das gerne glauben würden“, so Breuer. Er könne nur jeden dazu ermuntern die notwendigen Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Mit Blick auf den Herbst rate er zu Impfungen*, um auf die nächste Welle vorbereitet zu sein.

Mit dem Ergebnis der Arbeit in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit zeigt sich Breuer zufrieden, auch angesichts des ambitionierten Ziels von 30 Millionen Impfungen bis Ende 2021, das letztendlich erreicht worden ist. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass wir jetzt eine Impfinfrastruktur haben, in der sich heute jeder unkompliziert impfen lassen kann. Anders als im Dezember muss man nicht mehr auf einen Termin warten“, so der Bundewehrgeneral.

Chef des Corona-Krisenstabs: Breuer war selbst zweimal infiziert

Die derzeitige Impfmüdigkeit will Breuer mit einer Kampagne überwinden. Man müsse wieder deutlicher machen, warum es jetzt wichtig sei, sich impfen zu lassen. Er selbst habe sich zweimal infiziert, einmal, bevor es Impfmöglichkeiten gegeben habe, und zuletzt noch einmal vor zwei Wochen. „Das war in beiden Fällen nicht ganz leicht, aber ich habe festgestellt, dass mein Verlauf nach der Impfung deutlich milder war“, so Breuer. Das sei zwar seine persönliche Erfahrung, aber man könne es auch statistisch sehen. Die Impfung schütze, zwar nicht vor Infektion, aber vor einem schweren Verlauf und dem Tod.

Letztendlich sei es die Aufgabe eines jeden selbst, richtig mit der Pandemie umzugehen. Er persönlich gehe nur mit Maske* in den Supermarkt und trage sie auch im Zug. Aber jeder muss selbst abwägen, ob er eher zu Team Vorsicht gehöre oder ob er ein unnötiges Risiko eingehen wolle.

Chef des Corona-Krisenstabs: Vorbereitung auf Worst-Case-Szenario im Herbst

Breuer glaubt, dass man im Herbst wieder die Impfzentren brauchen wird, vor allem dann, wenn ein neues Virus und eine neue Welle kommen sollte. Wenn man die Zentren in einer bestimmten Phase nicht brauche, dann könne man sie schlafen legen, aber immer so, dass man sie innerhalb kürzester Zeit wiederaufleben lassen könne. „Ich stelle mich immer auf den schlimmsten Fall ein – was nicht bedeuten muss, dass es auch der wahrscheinlichste Fall ist“, sagt Breuer dem Stern. Aber wenn man für das Worst-Case-Szenario gerüstet sei, könne man allem anderen auch umgehen.

Auf die Frage, wie lange man den Krisenstab noch brauchen wird, gibt Breuer eine eher ausweichende Antwort. Ein Krisenstab sei immer dazu geeignet, einen besonderen Schwerpunkt zu setzen und die Informationen und die Koordinierung von Maßnahmen zu verdichten. „Solange uns diese Krise noch so akut beschäftigt, brauchen wir auch einen Krisenstab. Überflüssig sind wir bestimmt nicht.“ *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Kommentare