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Sieben Menschen vergiftet

TU Darmstadt: Uni-Getränke vergiftet? Soko ermittelt wegen versuchten Mordes

An der Technischen Universität Darmstadt werden sieben Menschen vergiftet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt daher wegen versuchtem Mord. Was bislang zu dem Giftanschlag bekannt ist.

Darmstadt - An der Technischen Universität Darmstadt kommt es am Montag (23. August) zu einem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst*. Sieben Menschen zeigen „Vergiftungserscheinungen“ wie Unwohlsein sowie bläuliche Arme und Beine*. Sechs Personen werden anschließend in ein Krankenhaus transportiert, ein 30-Jähriger schwebt sogar kurzzeitig in Lebensgefahr. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Alle sieben scheinen vergiftete worden zu sein. Doch handelt es sich dabei um einen Unfall oder ein Verbrechen? Die Polizei Darmstadt beginnt sofort mit den Ermittlungen im Gebäude „L2.01“ des Campus Lichtwiese. Was bislang über den Vorfall bekannt ist, verrät MANNHEIM24*.

Technische Universität Darmstadt: Sieben Personen vergiftet – Polizei sucht Ursprung

NameTU Darmstadt
AdresseKarolinenplatz 5, 64289 Darmstadt
Studentenzahl25.355 (2020)
PräsidentinTanja Brühl

Die Ermittler beginnen damit, das Gebäude „L2.01“ zu durchsuchen und konzentrieren sich auf eine „Art Teeküche“, die frei zugänglich ist. Das Haus wird evakuiert und der Nahbereich gesperrt. Im Laufe des Tages werden auch alle anderen Räume nach Spuren durchsucht – vor allem nach Essen und Trinken, über die das Gift wohl aufgenommen worden ist. In diesem Zusammenhang raten Polizei und das Präsidium der Technischen Universität, alle Lebensmittel und Getränke, die im Tatzeitraum in Räumlichkeiten des Campus Lichtwiese gelagert waren, nicht mehr zu verzehren!

Aufgrund mehreren Untersuchungen vermutet die Polizei Darmstadt, dass gesundheitsschädlicher Stoff in mehreren Milch-Packungen und Wasserbehältern die Vergiftungen hervorgerufen hat. Die Behälter seien nach derzeitigem Stand im Laufe des vergangenen Wochenendes mit dem gesundheitsschädlichen Stoff versetzt worden. Besonders auffällig soll der beißende Geruch der betroffenen Flüssigkeiten sein. Eine Analyse zeigt, um welchen Stoff es sich genau handelt. Die Ermittler wollen den Namen aber nicht preisgeben, da es sich um Täterwissen handele. Die Substanz sei laut Oberstaatsanwalt Robert Hamann aber gesundheitsschädlich und giftig.

TU Darmstadt: Das Areal um das Gebäude L201 auf dem Campus Lichtwiese wird weiträumig abgesperrt.

Doch auch wenn feststeht, wie die Personen vergiftet worden sind, bleiben viele Fragen offen. Wer hat die Substanz in die Getränke gemischt, wann und vor allem warum? Die 40-köpfige Mordkommission „Licht“ soll nun Antworten auf diese Fragen finden. Am Tag nach dem Vorfall an der TU Darmstadt schaltet sich auch die Staatsanwaltschaft Darmstadt ein und leitet ein Verfahren wegen des Anfangsverdachts des versuchten Mordes ein.

Darmstadt: Präsidentin verurteilt mutmaßlichen Giftanschlag

Auch die Präsidentin der Hochschule, Tanja Brühl, meldet sich am Dienstag (24. August) zu Wort und verurteilt die Tat aufs Schärfste. „Wir sind erschüttert angesichts der offensichtlichen Straftat, die sich an unserer Universität ereignet hat. Ich werde so schnell wie möglich mit ihnen persönlichen Kontakt aufnehmen, sofern es ihr Zustand erlaubt.“ Sie bezeichnet den Vorfall zudem als mutmaßlichen Giftanschlag. Laut der Polizei bestünde aktuell keine akute Gefahr mehr. Zudem hätten sich keine weiteren Personen mit Vergiftungssymptomen gemeldet. Es wird trotzdem dazu geraten auf dem Campus Lichtwiese nur Lebensmittel zu verzehren, die jederzeit unter Aufsicht aufbewahrt worden seien. (dpa/pol/dh) *MANNHEIM24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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