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Corona-Pandemie im Frühling

Menschenansammlungen bei gutem Wetter: Wie sicher sind Treffen im Freien trotz Corona?

Es wird wärmer, die Neuinfektionen sinken, die ersten Corona-Maßnahmen werden gelockert und die Menschen zieht es in Scharen nach draußen. Doch wie sicher sind Treffen im Freien?

Die Temperaturen steigen, die Neuinfektionen sinken und so langsam gibt es in einzelnen Bundesländern die ersten Lockerungen*, noch vor Lockdown-Ende. Viele zieht es nach draußen in die Sonne und trotz Kontaktbeschränkungen* bilden sich immer wieder Menschengrüppchen, wie echo24.de* berichtet. Vor allem in den Stadtparks, an Flussufern und beliebten Ausflugszielen sammeln sich die Menschenmassen.

Derzeit warnen Experten bereits vor einer dritten Welle und voreiligen Öffnungen sowie Lockerungen der Corona-Maßnahmen*. Der Einzelhandel und die Gastronomie sind geschlossen, es gibt kaum etwas, das man außerhalb der eigenen vier Wände während des Lockdowns tun kann – abgesehen von spazieren gehen und verschiedenste sportliche Aktivitäten.

Bislang wurde Bewegung an der frischen Luft ausdrücklich empfohlen, es trägt zur psychischen Gesundheit bei und auch das Immunsystem wird gestärkt. Doch wie sicher ist das Treffen im Freien, wenn so viele Menschen sich gleichzeitig auf kleiner Fläche aufhalten? Stellen die Corona-Mutationen eventuell auch draußen eine Gefahr dar?

Wie schnell überträgt sich das Coronavirus im Freien?

Allgemein ist das Infektionsrisiko im Freien viel geringer als in geschlossenen Räumen. Die Aerosole sind nicht konzentriert in einem Raum eingeschlossen und zirkulieren, sondern verflüchtigen sich recht schnell. Auch Wind hat einen positiven Einfluss auf diesen Effekt. Physikalisch betrachtet haben vor allem UV-Strahlen eine positive Wirkung: Sie töten Bakterien und vor allem Viren, so auch das Coronavirus. Die Virusmutationen schwächen diese positive Wirkung der UV-Strahlen allerdings ab, da sich ansteckender sind und sich schneller verbreiten.

Wieso töten UV-Strahlen Viren ab?

UV-Licht zerstört die molekularen Bestandteile von Viren, wie etwa DNS. Dadurch stirbt der (Mikro-) Organismus. Aufgrund seiner desinfizierenden Eigenschaften werden UV-Lampen unter anderem dazu eingesetzt, chirurgische Instrumente zu desinfizieren.

Der Aerosol-Experte Dr. Gerhard Scheuch sagt in einem Interview mit n-tv, bezogen auf eine Untersuchung von chinesischen Wissenschaftlern: „Es wurden über 7000 Infektionen nachvollzogen und von diesen fand eine einzige im Freien statt.“ Die Medizin-Redakteurin Dr. Elke Oberhofer schreibt in einem Artikel bei Springer Medizin: „Auf ein knapp 19-mal höheres Risiko einer Indoor-Transmission verglichen mit dem Übertragungsrisiko im Freien kamen japanische Wissenschaftler.“

Übertragungen des Coronavirus im Freien seien eher selten. Allerdings fand die Untersuchung bereits im vergangenen Frühjahr statt und hat somit keine Aussagekraft bezüglicher der Ansteckung an der frischen Luft mit einer der Corona-Mutationen.

Spazieren sei ungefährlich: Experte warnt dennoch vor bestimmten Situationen

Der Experte warnt: „Im Außenbereich kann nur dann etwas passieren, wenn Sie sehr lange sehr eng mit einer Person zusammenstehen, sich direkt gegenüberstehen und unterhalten.“ Bei der ursprüngliche, nicht mutierten Variante des Coronavirus dauert es in etwa fünf bis 15 Minuten, bis sich bei einem persönlichen Gespräch der Gegenüber eines Virusträgers an der frischen Luft infiziert.

Bei den Corona-Mutanten könnten es laut des Experten allerdings nur drei bis zehn Minuten sein, bis das Virus einen neuen Wirt gefunden hat. Vorausgesetzt, der Mindestabstand wird nicht eingehalten und beide Parteien tragen keinen Mund-Nasen-Schutz. Spazieren gehen sollte demnach weiterhin unproblematisch sein. Einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist dabei nicht zwingend notwendig – es sei denn, der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern kann nicht eingehalten werden.

Bei dem Frühlings-Wetter zieht es viele nach draußen. Wie schnell überträgt sich das Coronavirus im Freien? Symbolbild: Patrick Seeger/dpa

Anders sieht es allerdings bei Fahrradfahrern und Joggern aus: Im vergangenen Jahr sorgte eine niederländische Studie für Aufmerksamkeit, wie der WDR berichtet. Darin hieß es, dass Radfahrer Abstände von bis zu 20 Metern einhalten sollten, damit niemand in die Aerosol-Wolke des anderen gerät. Allerdings zeigten die Studienergebnisse nicht, wie viele Coronaviren tatsächlich noch in dieser Wolke waren. Diese trocknen nämlich an der frischen Luft schnell aus und werden durch die Luftzirkulation verdünnt.

Dennoch sollten Fahrradfahrer und Jogger ohne Maske auf ausreichend Abstand achten, da sie durch die körperliche Anstrengung schneller atmen und die Konzentration von Viren, die ausgestoßen werden, größer sein kann.*echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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