Haftbefehl gegen Vater der verbrannten Mädchen

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Polizei sichert am Freitag (12.08.2011) in einem abgesperrten Waldstück bei Börnicke (Havelland) den Fundort der zwei verbrannten Kinderleichen.

Potsdam/Börnicke - Im Fall der verbrannten Kinderleichen in einem Auto bei Nauen (Havelland) geht die Staatsanwaltschaft von einem Verbrechen aus.

Der Vater der beiden neun und zehn Jahre alten Mädchen stehe unter dem dringenden Verdacht des zweifachen Mordes, wie die Anklagebehörde am Freitag mitteilte. Das Amtsgericht Potsdam habe daher Haftbefehl gegen den 40-jährigen Dänen erlassen.

Bilder vom Fundort der Kinderleichen

Bilder vom Fundort der Kinderleichen

Ein toxikologisches Gutachten habe ergeben, dass die beiden Kinder zum Zeitpunkt des Brandes unter Einfluss von Schlafmitteln standen, sagte Staatsanwalt Tom Köpping. Außerdem hätten die Ermittler das Geschehen rekonstruiert, indem sie ein baugleiches Auto in Brand gesetzt und andere Untersuchungen vorgenommen hätten. Dabei seien “erhebliche Zweifel“ an den Schilderungen des Mannes aufgekommen. Dieser hatte von einem Unfall gesprochen. Die Obduktion ergab, dass die Mädchen bei lebendigem Leib fast bis zur Unkenntlichkeit verbrannt waren.

Vater wird bis zur Haft im Krankenhaus bewacht

Das ausgebrannte Auto war am Morgen des 12. August an einem Waldweg nahe der A 24 Hamburg - Berlin gefunden worden. Der 40-Jährige hatte die Polizei selbst dorthin geführt. Er liegt seitdem mit schweren Brandverletzungen im Krankenhaus. Seit der Verkündigung des Haftbefehls am Freitag werde er überwacht, sagte Köpping. Wann er ins Gefängnis gebracht werde, hänge von seinem Gesundheitszustand ab.

Zeitungsberichten zufolge soll der Mann mit den beiden Töchtern auf Deutschland-Urlaub gewesen sein. Mehrere Medien spekulierten über eine Verzweiflungstat des 40-Jährigen. Er soll von der Mutter der Kinder geschieden sein.

dpa/dapd

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