Nach diesem Urteil gab es Tumulte:

Zwei Menschen getötet, aber freigesprochen!

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Hanau - Nach diesem Urteil brachen im Landgericht Tumulte aus: Zwei Männer sind freigesprochen worden – und das, obwohl sie nachweislich zwei Menschen getötet haben!

Wie die Bild-Zeitung berichtet, haben die beiden Männer Claus P. und Klaus-Dieter B. ihre Vermieter Harry und Sieglinde K. im Juni 2014 auf einem Ponyhof im Maintal mit insgesamt 17 Messerstichen bzw. mit Schüssen getötet und anschließend die Leichen in einem Misthaufen verscharrt. Der Grund: Das Ehepaar hatte von den beiden Männern die fälligen Mietschulden in Höhe von 450 Euro eingefordert.

Tags darauf läuft nach einer Vermisstenmeldung der Tochter eine große Suche der Polizei nach dem Ehepaar an. Die Beamten finden auf dem Hof zwar Blutspuren, aber keine Leichen. Die beiden Angeklagten kamen wegen Mordverdachts in U-Haft. Erst vier Monate später führten die beiden Männer die Polizei schließlich zu den Toten – und berufen sich dabei auf Notwehr!

Angeblich sei Harry K. mit einem Messer auf Claus P. losgegangen. Dieser habe ihm das Messer entwinden können und anschließend aus Panik zugestochen. Danach hatte Klaus-Dieter B. auf Sieglinde K. geschossen. Diese habe angeblich ein Beil bei sich gehabt und wollte damit angeblich auf Claus P. „einhacken“.

Das Gericht konnte in dem Prozess die Aussagen der Angeklagten nicht widerlegen – und sprach die beiden deswegen frei! Der Richter: „Dass die beiden zwei Menschen getötet haben, ist völlig klar. Aber: In dubio pro reo!“ Die Angehörigen der Getöteten sind zutiefst schockiert. „Das sind Mörder“, brüllte der Schwiegersohn der Getöteten laut Bild im Gerichtssaal. Richter, Schöffen und Verteidiger wurden unter Polizeischutz aus dem Gericht gebracht!

mw

Quelle: rosenheim24.de

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