Studie der Sporthochschule beweist

Junge Erwachsene machen schnell schlapp

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Köln - Mit Anfang 20 ist man topfit. Weit gefehlt. Das fand eine Studie der Sporthochschule Köln heraus. Häufig sind sogar noch 50- bis 60-Jährige fitter als so mancher Jungspund.

Viele junge Erwachsene sind einer Studie zufolge nicht in Form. Die Mehrzahl der 18- bis 25-jährigen Deutschen weist demnach mindestens einen der Risikofaktoren Übergewicht, Rauchen oder Bewegungsmangel auf. Häufig seien 50- bis 60-Jährige fitter als diese jungen Männer und Frauen, sagte am Montag Alexander Sievert, einer der Autoren der Studie von der Deutschen Sporthochschule Köln.

Für die Untersuchung, die auch im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde, wurden Daten von 8000 Personen im Alter von 10 bis 25 Jahren ausgewertet. Nur bei einer Minderheit der erwachsenen Studienteilnehmer - gut 28 Prozent der Männer und gut 35 Prozent der Frauen - liegt demnach kein Risikofaktor vor.

Das Problem dabei sei, dass schon bei nur einem Risikofaktor die körperliche Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt sei, sagte Sievert. Die jungen Erwachsenen könnten beim 1000-Meter-Lauf oft nicht mehr mit Schülern mithalten, obwohl der Höhepunkt der körperlichen Leistungsfähigkeit eigentlich erst zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr erreicht werde.

„Die körperliche Leistungsfähigkeit hängt auch ganz eng damit zusammen, wie oft man krank wird und wie gut man arbeitet“, sagte Sievert. „Wer fit ist, arbeitet auch im Büro effizienter.“ Die jungen Erwachsenen stünden noch ganz am Anfang ihrer beruflichen Karriere und seien in ihrer Leistung doch schon deutlich beeinträchtigt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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