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DB: 500 Euro Entschädigung für Hitze-Opfer

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Möglicherweise erhalten die Passagiere, die nach dem Hitze-Chaos in Zügen der deutschen Bahn ärztlich behandelt werden mussten, eine Entschädigung in Höhe von 500 Euro.

Berlin - Die Deutsche Bahn entschädigt die Menschen, die gesundheitliche Probleme wegen ausgefallener Klimaanlagen in Zügen hatten, mit 500 Euro. Doch die Betroffenen müssen bestimmte Bedingungen erfüllen.

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Hitze-Chaos im ICE: Gutscheine für Fahrgäste

Die Opfer der Klimaanlagenausfälle in ICE-Zügen erhalten 500 Euro in bar als Entschädigung. Diese Summe sollen die Fahrgäste zusätzlich zu den bereits angekündigten Reisegutscheinen in Höhe von 150 Prozent des Fahrpreises erhalten, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit. “Wir haben eine schnelle und unbürokratische Wiedergutmachung angekündigt, Mit den jetzt beschlossenen Maßnahmen halten wir Wort“, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube.

Die Entschädigung ist daran gebunden, dass die Opfer aufgrund ausgefallener Klimaanlagen ärztlich behandelt werden mussten. Mit den Entschädigungsleistungen geht das Unternehmen weit über seine bisherigen Ankündigungen hinaus. Die Summe übertrifft sogar die Forderungen der Verbraucherverband-Bundeszentrale von 300 Euro.

Kunden erhalten Gutschein bei Zugfahrt ohne Klimaanlage

Wie die Bahn mitteilte, werden alle Passagiere, die auf ihrer Zugfahrt ausgefallene Klimaanlagen hinnehmen mussten, entschädigt - auch wenn sie keine gesundheitlichen Probleme erlitten. Sie erhielten 50 Prozent des Fahrpreises als Reisegutschein. Gleichzeitig gelten weiter die regulären Fahrgastrechte, bei denen Kunden etwa bei Verspätungen entschädigt werden. Über die zentrale Anlaufstelle der Bahn, die nach den Problemen mit den ICE-Klimaanlagen eingerichtet wurde, seien bereits mehr als 2.200 Antragsteller entschädigt worden. Der Gesamtwert der Erstattungen betrage rund 130.000 Euro. Seit etwa zwei Wochen hat die Bahn mit den Folgen der außergewöhnlich hohen Temperaturen zu kämpfen. In ein paar Dutzend Zügen fielen die Klimaanlagen komplett aus, teilweise kollabierten Reisende und mussten behandelt werden. Dies sei derzeit allerdings nicht das einzige Problem der Bahn, berichtete das Magazin “Stern“. Nachdem im Juli 2008 ein ICE 3 wegen eines Achsenbruchs in Köln entgleist sei, müssten die Radachsen bei zwei weiteren ICE-Modellen häufiger überprüft werden. Die zusätzlichen Kontrollen raubten Wartungskapazitäten.

Grube macht ICE-Hersteller für Probleme verantwortlich

Bahn-Chef Rüdiger Grube machte ICE-Hersteller für die Probleme verantwortlich. “Wir haben von der Industrie bislang fast nie Züge geliefert bekommen, die auch das geleistet haben, wofür wir bezahlt haben“, sagte Grube dem “Stern“. Kunden machte der Konzernchef wenig Hoffnung auf eine baldige Verbesserung der Situation. Derzeit würden alle Züge eingesetzt, weshalb es bei Ausfällen kaum Ersatzfahrzeuge gebe. “Früher konnten wir jeden zehnten Zug in Reserve halten“, sagte Grube dem Blatt. “Aufgrund der zehnmal häufigeren Kontrollintervalle ist die Reserve jedoch geschmolzen.“ DAPD

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