So geht der Winter weiter

Klirrende Kälte: Bald wird's richtig frostig

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Ab Mitte der Woche wird es frostig.

Berlin/Offenbach - Nach einem klirrend kalten Wochenende hat sich die Wetterlage im verschneiten Deutschland kurzzeitig wieder entspannt. Doch schon bald soll es richtig eisig werden.

Wer rodeln oder eine Schneeballschlacht machen will, muss sich sputen: Der Schnee schmilzt. Ob es bis zum Weihnachtsfest noch einmal bis ins Flachland schneit, ist offen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag in Offenbach mitteilte.

Zweistellige Minusgrade

Es bleibt aber bitterkalt mit zweistelligen Minusgraden in den Nächten. Hoch „Schorsch“ gewinnt mit klirrend kalter Luft aus dem Norden die Oberhand über Schneetief „Marie“, das Richtung Osten zieht. Noch ist es vielfach weiß in Deutschland.

Kältetoter in Hessen

In der Kälte starb im hessischen Rüsselsheim ein Obdachloser im Schlaf. Laut Polizei hatte sich der 38-Jährige in der Nacht zum Sonntag direkt vor der Tür eines Wohncontainers mit einem Schlafsack hingelegt - in dem Container war kein Platz mehr für ihn. Auch in Litauen starb ein Mann. Der 52-Jährige sei mit Erfrierungen in einer unbeheizten Wohnung gefunden worden, berichtete die Tageszeitung „Lietuvos rytas“.

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In Deutschland gab es wegen des Wetters einige Verkehrsunfälle. Ausgerechnet Streusalz hatte zum Beispiel ein Lastwagen geladen, der auf einer glatten Straße in der Eifel ins Schlingern kam. Die Ladung ergoss sich auf eine Wiese - immerhin 25 Tonnen Streusalz, wie ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei in Simmerath berichtete, für die der Transport bestimmt war. Der Fahrer des Lastwagens blieb unverletzt. Auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld fielen Flüge aus oder verspäteten sich.

Auf dem 1141 Meter hohen Brocken im Harz wuchs die Schneedecke auf 60 Zentimeter. Der Deutsche Wetterdienst warnte am Montag in Teilen von Thüringen vor unwetterartigen Schneefällen. Zu Wochenbeginn lag der größte Teil Deutschlands unter einer geschlossenen Schneedecke - nur der Nordwesten blieb ausgespart. Der DWD meldete zum Beispiel acht Zentimeter Schnee in Saarbrücken, in Rostock lagen 14, in Berlin 12 und in Dresden 17 Zentimeter Schnee. In den Mittelgebirgen war die Schneedecke mindestens einen halben Meter dick.

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Lange wird sich der winterliche Anblick in Deutschland nicht halten: Von Donnerstag an rechnen die Meteorologen mit milderen Wetter. „Von Frankreich her wird es spürbar wärmer“, sagte Ruppert. Die Niederschläge gehen wieder in Regen über, und am Sonntag herrschen tagsüber durchweg Plusgrade.

In Österreich freuen sich die in diesem Jahr lange grün gebliebenen Skigebiete über viel Neuschnee. Die Kehrseite: Die Kombination aus Schneemassen auf noch warmem Boden und Wind ist gefährlich - in Teilen Kärntens, des Salzburger Landes und in fast ganz Tirol wird vor Lawinen gewarnt.

In Leipzig lieferten sich bis zu 400 Anhänger der linken Szene eine Schneeballschlacht - am Ende flogen nicht nur Schneebälle. Als die Polizei anrückte, seien die Beamten mit Pflastersteinen beworfen worden, sagte ein Polizeisprecher. Ein Beamter wurde verletzt. Bei den ersten stärkeren Schneefällen des Jahres kommt es nach Angaben der Polizei immer wieder zu Ausschreitungen.

dpa

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