Verletzte bei Unfällen mit Feuerwerk

Tragische Todesfälle überschatten Silvesterpartys

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Das Feuerwerk in Dresden

Berlin - Fröhlich und ausgelassen haben Millionen Menschen in Deutschland ins neue Jahr gefeiert. Überschattet wurden die Silvesterpartys allerdings von tragischen Unfällen, bei denen mehrere Menschen ums Leben kamen.

So stürzte in Berlin eine Frau von einer Dachterrasse; in Frankfurt wurde ein Mann von einer U-Bahn überrollt, am Starnberger See stürzte ein Mann tödlich, weil sich seine Jacke in einer Autotür verhangen hatte. Bei einer Massenkarambolage nach Mitternacht südlich von Ulm starben drei Menschen.

Die größte Silvesterparty fand am Brandenburger Tor in Berlin statt, die Veranstalter sprachen von mehr als einer Million Besucher. Bands und Musiker wie Bonnie Tyler, Glasperlenspiel, Stanfour, Ewig, Jürgen Drews, die Hermes House Band und Kate Ryan heizten den Gästen ein. Um Mitternacht erleuchtete eine knappe Viertelstunde lang ein Feuerwerk aus 6.000 Raketen den nächtlichen Himmel über Berlin.

Während die Polizei von einem relativ ruhigen Verlauf des Abends sprach, musste die Feuerwehr häufiger als im Vorjahr ausrücken - meist zu Bränden im Freien. Ein 74-jähriger Mann, der kurz nach Mitternacht in Neukölln bewusstlos aus einem brennenden Haus geborgen wurde, erlag am Dienstag in einem Krankenhaus seinen schweren Brandverletzungen. In Kreuzberg stürzte eine 29-jährige Frau bei einer Silvesterparty von der Dachterrasse eines fünfstöckigen Wohnhauses in den Tod. Bei Verkehrsunfällen erlitten zwei Personen schwere, zum Teil lebensgefährliche Verletzungen.

In der Hamburger Innenstadt schauten sich 25.000 Menschen die Höhenfeuerwerke an den Landungsbrücken und an der Binnenalster an. Im Vergnügungsviertel St. Pauli feierten insgesamt bis zu 50.000 Menschen, der überwiegende Teil friedlich. Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht 1.076 mal zu Rettungseinsätzen gerufen. Die Notaufnahmen mussten viele Patienten mit Verletzungen durch Knallkörper und zu viel Alkohol versorgen. In Harburg brach ein 32 Jahre alter Mann kurz nach Mitternacht mitten auf der Straße zusammen und starb. Im Krankenhaus fanden die Ärzte eine mögliche Schussverletzung im Bauchbereich.

In Frankfurt überfuhr am Neujahrsmorgen eine U-Bahn bei der Einfahrt in eine Haltestelle einen Mann, der vermutlich aufgrund von Trunkenheit auf die Gleise gefallen war. In Rüsselsheim kamen nach dem Gebrauch zweier Holzkohlegrills in einer Wohnung elf Menschen mit Kohlenmonoxidvergiftung ins Krankenhaus. Bei den Verletzten, darunter fünf Kinder, handelt es sich um eine Familie und deren Gäste.

Bei Silvesterfeierlichkeiten in Köln wurde ein Mann niedergestochen und tödlich verletzt. Bei den Tätern handelte es sich offenbar um Jugendliche, mit denen er in Streit geraten war.

Millionenschaden bei Brand im Landkreis Lörrach

Schaden in Millionenhöhe entstand bei einem Brand in Schopfheim im badischen Landkreis Lörrach: Eine Schreinerei und eine dazu gehörige Wohnung brannten am Neujahrsmorgen aus bislang ungeklärter Ursache aus. Verletzt wurde niemand. In Stuttgart schlugen in der Silvesternacht meterhohe Flammen aus einer Tiefgarage. Sechs Autos wurden zerstört. Davon abgesehen verlief die Silvesternacht in Baden-Württemberg glimpflich, ein Polizeisprecher in Stuttgart sprach von einem „nicht so wilden“ Jahreswechsel.

Ähnlich äußerten sich die Einsatzkräfte in Bayern, in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Brandenburg, Sachsen oder Thüringen. In München begingen laut Polizei rund um den Europaplatz rund 7.500 Menschen mit viel Alkohol und Pyrotechnik den Jahreswechsel. Beim traditionellen Mitternachtswalzer auf der Theresienwiese tanzten 6.500 Besucher.

In Leipzig blieben die befürchteten Silvesterkrawalle aus, mit denen die Polizei vor allem im Szeneviertel Connewitz gerechnet hatte. Hier kam es nach Mitternacht zwar zu Zusammenstößen zwischen Polizei und 200 Demonstranten, bei denen auch Steine flogen. Weil die Polizei größere Ausschreitungen erwartet hatte, waren fünf Hundertschaften im Einsatz.

dapd

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