Prozess sorgt für Aufsehen

Hundehalterin verklagt Stadt Ahlen: So geht es weiter im Mops-Streit

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Die Mopsdame Edda ist Grund für einen erbitterten Streit, der nun vor dem Landgericht Münster behandelt wird.

Nachdem eine Frau einen Hund bei ebay-Kleinanzeigen kaufte, landete der Fall mittlerweile vor dem Landgericht Münster. Die Besitzerin verklagt die Stadt Ahlen auf Schadensersatz. So geht es in dem Prozess jetzt weiter.

  • Eine Hundebesitzerin verklagt die Stadt Ahlen vor dem Landgericht Münster.
  • Die Frau kaufte einen Mops bei ebay-Kleinanzeigen.
  • Sie wirft der Stadt arglistige Täuschung vor.

Update, 4. Dezember: Noch immer läuft der Prozess um die Mops-Dame Edda, die vor einigen Monaten von einer Frau gekauft wurde. Da sich herausstellte, dass der Hund krank war und dies nicht aus dem Verkaufsangebot ersichtlich war, verklagt die Hundehalterin die Stadt Ahlen. Denn der Vierbeiner wurde von einem Stadtmitarbeiter gekauft. 

Vor dem Landgericht Münster hat der zuständige Richter in einem Verkündungstermin einen Beweisbeschluss verkündet. Danach soll sowohl der Gesundheitszustand des Hundes sowie die entstandenen Behandlungskosten für die Operationen geklärt werden. 

Mops-Dame Edda musste mehrmals am Auge operiert werden. Die Kosten trug die Klägerin. Der Prozess soll am 4. März 2020 vor dem Landgericht Münster fortgesetzt werden. Dort werden zwei Zeuginnen geladen, die Aussagen zum angeklagten Mitarbeiter der Stadt Ahlen sowie zum Gesundheitszustand des Hundes machen sollen.

Erstmeldung vom 13. November:

Streit um einen Mops: Wieso eine Hundehalterin die Stadt Ahlen verklagt

Ahlen/Münster – Für 750 Euro wurde vor einigen Monaten eine Mopsdame bei ebay-Kleinanzeigen angeboten. Die Polizistin Michaela J. schlug trotz anfänglicher Skepsis über das Verkaufsangebot zu. Zuvor versicherte sie sich noch per Telefon beim Verkäufer, ob auch alles rechtens sei. Als sie die Nummer wählte, gelangte sie ins Büro der Stadtverwaltung Ahlen, wie msl24.de* berichtet.

Prozess in Münster: Hundebesitzerin verklagt Stadt Ahlen

Wie sich herausstellte, wurde der Mops zuvor durch die Stadt Ahlen von einer Familie gepfändet. Daraufhin stellte ein Mitarbeiter der Stadt den Hund beim Verkaufsportal ein. Nachdem die Polizistin das Tier erhalten hatte, kam die böse Überraschung: Mopsdame Edda litt unter einer chronischen Augenkrankheit und musste notoperiert werden, wie msl24.de* berichtete. 1.800 Euro musste die neue Hundebesitzerin für die erste OP bezahlen.

Daraufhin entfachte ein offener Streit zwischen der Polizistin aus Wülfrath und der Stadt Ahlen. Die Hundebesitzerin warf dieser arglistige Täuschung vor und verlangte den Kaufpreis sowie die Kosten für die OP zurück. Die Stadt konterte hingegen, sie habe sich korrekt verhalten. Rückendeckung gab es von einem Gutachter, der den Verkauf als rechtens deklarierte. Jetzt wird der Fall vor dem Landgericht Münster behandelt.

Münster: Hundebesitzerin verklagt Stadt Ahlen auf 20.000 Euro Schadensersatz

Michaela J. wirft der Stadt Ahlen vor dem Landgericht Münster vor, den Mops als gesund verkauft zu haben, obwohl er chronisch krank sei. 4.000 Euro musste sie bislang für Operationen bezahlen, um das Augenlicht der Hündin zu retten. Die Klägerin verlangt 20.000 Euro Schadensersatz von der Stadt. Zwischenzeitlich hatte diese versucht, den Hund wieder an die ursprüngliche Familie zurückzugeben. Doch dagegen wehrte sich Jordan – Edda sei ihr mittlerweile ans Herz gewachsen.

Vor dem Landgericht Münster geht derzeit ein aufsehenerregender Prozess in die Endphase: Gegen drei Männer läuft in Münster ein Prozess wegen schweren Kindesmissbrauchs. Einer von ihnen ist ein in der Stadt bekannter Musiker, wie msl24.de* berichtet.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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