31 Jahre untergetaucht

Diese Probleme hat die totgeglaubte Petra P. jetzt

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Mit dieser Fotomontage suchte man in der Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" nach der 24-jährigen Studentin Petra P.

Düsseldorf - 31 Jahre war Petra P. untergetaucht. Freunde, Familie, Ermittler - alle gingen von einem Mord an der Studentin aus. Nun ist sie wieder aufgetaucht, allerdings mit einer Menge Probleme:

Es war die wohl mysteriöseste Wende in einem vermeintlichen Mordfall: Die seit 1984 verschwundene und 1989 für tot erklärte Petra P. tauchte Ende September wieder auf. 31 Jahre war die damals 24-jährige Studentin aus Wolfsburg wie vom Erdboden verschluckt.

Möglicher Grund für spurloses Verschwinden

Die genauen Gründe für ihr drastisches Untertauchen sind bis heute nicht bekannt - Gewalt oder Missbrauch innerhalb ihrer Familie scheint es nicht gegeben zu haben. Es steht die Vermutung im Raum, dass sie als junge Frau ein Trauma erlebte - eventuell ausgelöst durch Versagensängste. Die damals 24-Jährige arbeitete kurz vor ihrem Verschwinden an ihrer Diplomarbeit. Ihr eigenes Abtauchen plante die heute 55-Jährige akribisch.

Die Familie der Totgeglaubten reagierte fassungslos auf ihre skrupellose Tat - Mutter und Bruder der Frau sollen einen kompletten Tag lang geweint haben. Dennoch: Sie wollen Petra mit offenen Armen empfangen, sollte diese Kontakt zu ihrer Familie aufnehmen wollen.

Konsequenzen durch neue Identität

Wie der Express berichtet, blieb die falsche Existenz der Frau nicht ohne Konsequenzen. Sie mietete sich als "Frau Schneider" eine Wohnung - nachdem klar war, wer die Frau wirklich ist, wurde ihr vom Vermieter gekündigt. Sie soll jedoch gute Chancen haben, eine Kündigungsschutzklage zu gewinnen. Ohne Ausweis, Steuerkarte, einem Konto oder einer Sozialversicherung könnte jedoch noch ein weiteres Probleme auf die 55-Jährige zukommen: der Vorwurf der Schwarzarbeit.

Bislang weiß man nur, dass Petra P. als Putzfrau gearbeitet haben soll.

Aktenzeichen XY-Folge behandelte den Fall

bp

Quelle: rosenheim24.de

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