Neue Umfrage

ARD-Radiosender bauen Position aus

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Die ARD-Radio-Sender sind deutschlandweit vorn.

Frankfurt/Main - Nun haben die deutschen Radiosender wieder schwarz auf weiß, wie beliebt ihre Klassik-, Pop und Info-Radios sind. Die öffentlich-rechtlichen bauen ihren Vorsprung aus.

Bundesweit halten Radiomacher zweimal im Jahr die Luft an. Dann warten sie gespannt auf die wichtigste Umfrage für ihre Branche: Wie viele Hörer schalten ein? Wie alt ist diese Gruppe? Und wie lässt sich damit Werbung abrechnen? Die neue Media-Analyse ist da.

Nach der jüngsten werberelevanten Media-Analyse bauen die öffentlich-rechtlichen Radiosender ihren Vorsprung in der Hörergunst im Vergleich zur privaten Konkurrenz aus.

Die ARD konnte die Zahl der Hörer ihrer Wellen um 1,5 Prozent auf insgesamt 38,94 Millionen steigern (werktags von 5.00-24.00 Uhr), wie aus der am Dienstag in Frankfurt veröffentlichten Analyse und aus Zahlen der ARD hervorgeht. Nach Angaben der ARD schalten 53,1 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab zehn Jahren werktags mindestens ein öffentlich-rechtliches Programm ein (März 2013: 52,3 Prozent).

Mindestens einen der privaten Sender hören demnach von montags bis freitags rund 32,48 Millionen Radionutzer, das sind 1,6 Prozent weniger als bei der vorhergehenden Umfrage im vergangenen März oder insgesamt 44,3 Prozent der deutschsprachigen Menschen im Alter von mindestens zehn Jahren. Der Rest hört laut ARD kein Radio oder einen Militärsender, offene Kanäle oder Sender aus dem Ausland.

Für die Media-Analyse hat die gleichnamige Arbeitsgemeinschaft (agma/Frankfurt) fast 67 000 Menschen in Deutschland nach ihren Lieblingsprogrammen befragt. Für die Sender ist die Umfrage wichtig, weil sich daran die Preise für Werbespots orientieren.

Mit Abstand am meisten gehörter Sender mit Werbung an Werktagen zwischen 06.00 und 18.00 Uhr bleibt laut agma der private Verbund Radio NRW, allerdings büßten die darin zusammengeschlossenen Lokalsender zum dritten Mal in Folge Hörer ein. Mit 1,55 Millionen Hörern pro Stunde (März: ca. 1,64 Mio.) bleibt Radio NRW in der ausschlaggebenden Tageszeit allerdings die Nummer 1 auf dem Radiomarkt vor dem meistgehörten deutschen Einzelsender Antenne Bayern mit seinen stündlich und werktags etwa 1,29 Millionen Hörern (März: 1,30 Mio).

Der ebenfalls privaten Radio-Kombi Baden-Württemberg folgen stündlich 1,26 Millionen Menschen. Das ist im Vergleich zum März ein fast konstanter Wert (minus 10 000), während die Pop-Welle SWR3 bundesweit 38 000 Hörer gewinnt und von 1,15 Millionen Menschen pro Stunden gehört wird. Die Daten der nächsten Media-Analyse werden am 5. März 2014 veröffentlicht.

Als einer der Gewinner geht MDR1 Radio Sachsen aus der Analyse hervor, der Sender konnte um 77 000 auf 553 000 Hörer zulegen, während mdr jump, das Pop-Radio des Mitteldeutschen Rundfunks, im Vergleich zum vergangenen März sogar um 68 000 Hörer auf 409 000 zulegt. Klassik Radio verbucht nun 232 000 Hörer, das sind 36 000 mehr als im März, auch radioeins, Energy Sachsen und Star FM 87.9 (Berlin) legen deutlich zu.

Einen Rückgang verzeichnete dagegen Bayern 1, die Hörerzahl der Welle sank um 63 000 auf insgesamt 976 000. Hit-Radio Antenne (Niedersachsen) verliert 57 000 und zählt nun 286 000 Hörer. Auch bei WDR 2, hr4, Radio Regenbogen und Antenne 1 (Stuttgart) gingen die Zahlen teils stark zurück.

Der ARD-Vorsitzende und NDR Intendant Lutz Marmor nannte das Abschneiden der öffentlich-rechtlichen Programme ein exzellentes Ergebnis. „Das Radio ist ein Medium der Gegenwart und der Zukunft“, sagte Marmor. Fernsehen und Radio seien unverändert mit weitem Abstand die meistgenutzten Medien in Deutschland.

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dpa

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