Irrer Trick in der Tierwelt

Singvogel schützt Babys mit Passwort

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Hamburg - Es klingt unglaublich, ist aber wahr: Ein kleiner Singvogel schützt seine Jungen mit einem Passwort vor dem konkurrierendem Kuckuck: Wie das funktioniert:

Die Prachtstaffelschwänze bringen ihren Nachkommen schon im Ei eine bestimmte Tonfolge bei, mit der diese nach dem Schlüpfen nach Futter betteln. Das berichtet das Hamburger Magazin „Geo“ in seiner Januarausgabe mit Verweis auf eine internationale Studie. Da der Kuckuck diesen Code nicht in derselben Perfektion erlerne, könnten die Eltern die Brutparasiten von den leiblichen Kindern unterscheiden. Der Kuckuck werde nicht versorgt - und müsse verhungern.

Das Forscherteam, darunter Diane Colombelli-Negrel von der Flinders Universität in Adalaide (Australien) und Herbert Hoi von der Veterinärmedizinischen Universität Wien, entdeckte das Verhalten eher zufällig. Das Team habe eigentlich die Alarmrufe der Prachtstaffelschwänze (Malurus cyaneus) untersucht, die sie bei Gefahr durch Raubtiere ausstoßen, teilte die Hochschule in Wien mit. Dabei beobachteten die Forscher, dass die Mütter ihren Eiern Lieder vorsangen, die ganz individuell waren.

Die Entdeckung, dass die Jungen Teile des mütterlichen Rufs nach dem Schlüpfen in ihren Bettelgesang einbauen, sei der entscheidende Punkt beim Verständnis dieses Verhaltens gewesen, berichtet Hoi. „Anders gesagt, die Jungen verwenden ein Passwort.“ Dieses Kommunikationsverhalten sei einzigartig bei Vögeln.

Die Weibchen bringen das Passwort nach Forscherangaben auch ihrem Partner und anderen Bruthelfern bei, indem sie dies in einer Art Werbegesang abseits des Nests vorsingen. Der Originalartikel ist im Fachjournal „Current Biology“ veröffentlicht.

dpa

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