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Polizist: JVA-Beamte inkompetent und kopflos

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Polizisten kritisieren JVA-Beamte im Fall der ausgebrochenen Schwerverbrecher.

Aachen - Im Prozess um die beiden Schwerverbrecher Michalski und Heckhoff, die aus der Aachener JVA ausgebrochen sind, haben Polizisten im Zeugenstand Kritik an den JVA-Beamten geäußert.

Nach dem Ausbruch der beiden Schwerverbrecher Peter Paul Michalski und Michael Heckhoff haben die Aachener Vollzugsbeamten auf die Polizei einen kopflosen Eindruck gemacht. Die JVA-Beamten seien bei den Ermittlungen keine Hilfe gewesen, machte ein Polizist am Montag vor dem Aachener Landgericht deutlich: “Die waren inkompetent, kopflos oder nicht mitteilungsfreudig.“ Heckhoff und Michalski waren im November letzten Jahres mit Hilfe eines Vollzugsbeamten aus der JVA Aachen ausgebrochen. Auf ihrer tagelangen Flucht nahmen sie insgesamt sieben Geiseln.

Ein anderer Polizist bestätigte, dass extrem viel Zeit verging, bis das Gefängnis Alarm schlug. Demnach wurde die Polizei erst 15 Minuten nach dem Ausbruch informiert. Der erste in der JVA eintreffende Polizist hatte um etwa 20.20 Uhr seinen Einsatzbefehl erhalten. Am Tatort kam dann die überraschende Erkenntnis: “Irgendwann in der Pförtnerloge wurde mir bewusst, der Ausbruch war deutlich früher“, sagte er vor Gericht. Er und seine Kollegen hätten sich gefragt, warum sie so spät informiert worden seien. Vollzugsbeamte hatten die Flucht der beiden Schwerverbrecher schon um 20.05 Uhr bemerkt. Das hatte ein JVA-Beamter an einem früheren Verhandlungstag ausgesagt.

dpa

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