Prozess um wertvolles Pferde-Sperma

Detmold - Ein kurioser Fall beschäftigt derzeit das Oberlandesgericht Hamm: Es geht um den Verlust von wertvollem Sperma eines Zuchthengsts. Doch die Ermittler tappen im Dunkel.

Der Verlust von wertvollem Sperma eines Zuchthengsts bleibt wohl ungeklärt. Auch die Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht Hamm brachte kein Licht ins Dunkel. Die Richter wiesen die Klage eines oberfränkischen Züchters gegen einen Tierarzt aus Lippe ab, wie das Landgericht Detmold am Montag mitteilte. Der Züchter hatte die Herausgabe des Tiefkühlspermas oder 60 000 Euro Schadenersatz gefordert. Der Vorgang sei verjährt, meinten die OLG-Richter und bestätigten das Urteil des Landgerichts (Az.: OLG Hamm I-U 105/11; LG Detmold 1 O 188/10).

20 kuriose Tier-Urteile

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Der Hengst „Carthago Z“ hat früher erfolgreich an Olympischen Spielen und Europameisterschaften teilgenommen und gilt nun als besonders begehrter Zuchthengst für Springpferde. Der Hobbyzüchter aus Ebermannstadt hatte das Tiefkühlsperma des Holsteiners gekauft und 1997 den Tierarzt beauftragt, die Besamung anzugehen. Zwei Stuten wurden noch im selben Jahr besamt, davon eine erfolgreich. Später erklärte der Züchter, es seien noch 20 Röhrchen mit dem teuren Sperma übrig gewesen. Der Tierarzt hingegen erklärte, bei der Besamung seien sämtliche Röhrchen verbraucht worden.

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dpa

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