Jurist spricht von "tickender Zeitbombe"

Familienvater (29) von Onkel (45) vergewaltigt

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Recklinghausen - Eine unfassbare Tat ereignete sich am 14. Mai in Nordrhein-Westfalen. Ein dreifacher Familienvater wurde in einem Hotelzimmer von seinem Onkel zweimal vergewaltigt und missbraucht.

Seit Dienstag, 29. Oktober, musse sich der 45-jährige Danny K. wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor dem Landgericht Münster verantworten. Im Zuge des ersten Prozesstages gestand der 45-Jährige die grausame Tat, obwohl er zuvor noch behauptete, er sei das Opfer in dieser Nacht gewesen, berichtet bild.de

Der Angeklagte, welcher bereits 2014 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, hatte seinen Neffen (29) am 12. Mai in einem Hotelzimmer schonungslos missbraucht. 

Recklinghausen: Familienvater von Onkel vergewaltigt

Das Opfer Nino K. sprach mit bild.de über die schreckliche Nacht. An dem Abend sei Danny K. plötzlich vor seiner Haustür aufgetaucht, sei sehr aggressiv gewesen und habe seine hochschwangere Frau angemacht.  "Ich wollte einfach, dass er meiner Familie nichts antun kann“, deshalb sei er mit seinem Onkel in ein Hotel nach Dülmen gefahren. Zuvor habe er ihn noch zu einer Tankstelle gefahren, die der Angeklagte überfallen haben soll. 

Im Hotelzimmer angekommen habe sein "Vorbild" aus vergangenen Zeiten die Tür verriegelt. „Er zog sich aus. Dann forderte er mich auch dazu auf, sagte: ‚Entweder machst du das jetzt freiwillig oder ich benutze Gewalt.‘ Er schlug mich mit der Faust nieder, ich hatte keine Chance. Er hat mich erst auf dem Bett und dann in der Dusche missbraucht“, schildert der dreifache Familienvater die schreckliche Tat. Nino konnte sich anschließend zur Rezeption retten und die Polizei verständigen. 

Jurist: Angeklagter eine "tickende Zeitbombe"

Sein Onkel will sich an vieles aus der Tatnacht nicht mehr erinnern können. Er sei unter Drogen- und Alkoholeinfluss gestanden. Ninos Anwalt bezeichnete den Angeklagten als "tickende Zeitbombe" und hofft auf eine Sicherungsverwahrung. Nino befände sich immer noch in psychischer Behandlung. 

mz

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Friso Gentsch

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