Während des Spiels zwischen ECW Sande und Hamburger SV

"So etwas Gruseliges habe auch ich noch nie erlebt" - Eishockey-Profi im künstlichen Koma

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Sande - Die Eishockey-Partie zwischen dem ECW Sande und dem Hamburger SV wurde im zweiten Drittel nach einem tragischen Zwischenfall abgebrochen. Ein Spieler des HSV krachte mit dem Kopf in die Bande und befindet sich derzeit im künstlichen Koma.

Am Samstag, den 26. Oktober, trafen in der Eishockey Regionalliga-Nord der ECW Sande und der Hamburger SV aufeinander. Spieler und Fans freuten sich auf den Heimauftakt und auf das Top-Spiel des amtierenden Meisters gegen den Vizemeister. Doch im zweiten Drittel kam es zu einer schockierenden Szene, nach der die Partie beim Stand von 1:2 abgebrochen werden musste. 

Der 23-jähriger HSV-Spieler Tjalf Caesar krachte in der 28. Spielminute nach einem Zweikampf ungebremst mit dem Kopf voran in die Bande. Kurz danach war der Akteur laut ECW-Kapitän Nick Hurbanek zwar noch ansprechbar, verlor dann schnell das Bewusstsein. "Dann kam natürlich Panik und Hektik auf", sagt Hurbanek gegenüber nwz-online.de, und es wurde umgehend der Notarzt gerufen. Die anwesenden Ärzte stürmten währenddessen aufs Eis und begannen umgehend mit der Reanimation des Spielers.

„Bei solchen Bildern läuft es einem eiskalt den Rücken herunter“, so Hurbanek weiter. Obwohl die Halle schnell geräumt und der Verletzte mit Decken abgeschirmt wurde, mussten zahlreiche Fans auf den Rängen, einige unter Tränen, die dramatischen Szenen mitverfolgen, wie weiter berichtet wird. „Die Ersthelfer haben alles gegeben, und der Notarzt war super schnell da", so Hurbanek weiter.

„Ich stehe seit 30 Jahren auf dem Eis, habe dabei auch schon schwerere Verletzungen und Spielabbrüche gesehen. Doch so etwas Gruseliges habe auch ich noch nie erlebt – und ich möchte es auch nie wieder erleben“, sagt der Sande-Kapitän weiter. Der Hamburger befindet sich derzeit im Krankenhaus Sanderbusch und wird dort behandelt. Wie der HSV auf seiner Facebook-Seite bekannt gibt, befindet sich der Spieler im künstlichen Koma.  "Inzwischen hat eine erste Operation stattgefunden, um seinen Gesundheitszustand weiter zu stabilisieren. Die HSV-Familie drückt alle Daumen der Welt und wir alle hoffen auf eine vollständige Gesundung", so der Verein weiter.

Zahlreiche Fans aus Hamburg und Sande, sowie weitere Eishockey-Vereine, übermittelten via Internet Genesungswünsche. Derweil bat der ECW Sande darum, die beiden angesetzten Spiele diese Woche zu verschieben. Beide Vereine stimmten zu.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Montage/picture alliance

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