Bagger durchtrennte Kabel

Schwerin: Mann stirbt nach Stromausfall im Krankenhaus

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Das Klinikum in Schwerin

Schwerin - Nach einem Stromausfall ist in der Schweriner Helios-Klinik ein 29 Jahre alter Patient auf der Intensivstation gestorben. Ein Bagger hatte bei Bauarbeiten ein Stromkabel durchtrennt.

Durch den Stromausfall sei das Beatmungsgerät des Mannes am Dienstag ausgefallen, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch. Obwohl der Mann unmittelbar danach an ein batteriebetriebenes Beatmungsgerät angeschlossen worden sei, habe er einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten. Die Bemühungen eines Arztes und einer Krankenschwester, ihn zu reanimieren, seien nach einer halben Stunde gescheitert.

Die Staatsanwaltschaft Schwerin beantragte eine Obduktion des Mannes. Dadurch solle herausgefunden werden, ob der Stromausfall ursächlich für den Tod sei, sagte ein Sprecher der Behörde. Er lag nach einem Arbeitsunfall seit einigen Tagen mit schwersten Kopf-Verletzungen im Krankenhaus. Wenn ein Fremdverschulden angenommen werden könne, werde die Staatsanwaltschaft formell Ermittlungen aufnehmen.

Ein Bagger hatte am Dienstag bei Bauarbeiten ein Hauptstromkabel getrennt, wodurch im Stadtteil des Krankenhauses der Strom ausfiel. In der Klinik sprang nach Angaben des Unternehmens das Notstromaggregat sofort an. Allerdings wurde der Strom nicht in alle Teile der Klinik weitergeleitet. Nach den Ursachen dafür werde noch gesucht, so der Unternehmenssprecher. Die Operationssäle seien von dem Ausfall nicht betroffen gewesen.

afp

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