Sprossen? Gurken? EHEC-Wahnsinn geht weiter

Berlin - Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hat Kritik an der Warnung vor möglichen EHEC-Sprossen erneut zurückgewiesen.

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Gert Lindemann hat Kritik an der Warnung vor möglichen EHEC-Sprossen erneut zurückgewiesen. Auch ein verstärktes Eingreifen der EU bei der Bewältigung der Krise hält der Minister nicht für notwendig. Die EU sei von Beginn an involviert und könne auch nicht mehr tun, als auf Ergebnisse warten, sagte Lindemann der "Bild"-Zeitung. Zuvor war bekannt geworden, dass in einer Mülltonne in Magdeburg wurde die aggressive Form des Darmkeims an einem Gurkenrest gefunden wurde.

Experten finden mutiertes EHEC-Bakterium im Müll

EHEC-Krise: 210 Millionen Euro für Gemüsebauern

Die Quelle der massenhaften EHEC-Infektionen ist noch immer nicht gefunden - aber die Warnung vor Sprossen, rohen Tomaten, Gurken und Salat in Norddeutschland wird aufrechterhalten. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner sagte, vorsorgender Verbraucherschutz habe höchste Priorität.

EHEC: Was die Bauern mit ihrer Ware machen

Auf einem Gurkenrest in einer Mülltonne in Magdeburg haben Experten die grassierende Form des EHEC-Keims nachgewiesen. Dies teilte der Sprecher des Landesgesundheitsministeriums, Holger Paech, am Mittwoch mit. Die Mülltonne gehört einer Familie, die an EHEC erkrankt ist. 

Inzwischen ist die Zahl der EHEC-Todesopfer auf 26 gestiegen. Die EU-Kommission schlug vor, für geschädigte Bauern einen Notfallfonds von 210 Millionen Euro einzurichten.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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