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Sorge um möglichen Hackerangriff – So bereiten Sie sich auf einen längeren Stromausfall vor

Bei möglichem Cyberangriff fließt kein Strom mehr durch Masten.
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Ein möglicher Cyberangriff Russlands könnte die komplette Energie-Versorgung in Deutschland gefährden. (Symbolbild)

Durch den Ukraine-Krieg könnte auch die Cyber-Sicherheit in Deutschland in Gefahr sein. Behörden empfehlen, sich ausreichend vorzubereiten.

Kassel – Bei einem anhaltenden Stromausfall in Deutschland könnten die Folgen verheerend sein. Handys hätten keinen Netzempfang mehr. Es ist womöglich dunkel und mit der Zeit auch kalt. Das Internet, sowie Computer und Fernseher würden streiken. Und auch Bankautomaten schalten sich ab. Die Besorgnis, dass ein solcher Fall durch einen Cyberangriff in Deutschland eintreten könnte, steigt aktuell durch den Ukraine-Konflikt*.

„Besonders schwerwiegend wären Ausfälle in der Informations- und Telekommunikation, Versorgungsausfälle bei der Wasser- und Abwasserversorgung sowie im Lebensmittelbereich. Auch die Krankenversorgung und die Gefahrenabwehr mit essentieller Bedeutung für die Gesellschaft wären massiv betroffen“, heißt auf der Website vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz.

Einrichtungen wie Krankenhäuser verfügen über ein Notstromaggregat. Dieses wird hauptsächlich für die Funktion lebenserhaltender Geräte benötigt. Spätestens nach 48 Stunden wird die Lage aber auch dort kritischer. Hygienemaßnahmen können nicht mehr gewährleistet werden. Auch von Atomkraftwerken könnte dann eine große Gefahr ausgehen, wenn die Reaktoren aufgrund fehlender Versorgung nicht mehr ausreichend gekühlt werden können, so die ARD.

Stromausfall wegen Cyberangriff: Situation zwischen Russland und Ukraine als Ursache

Doch wie kann es zu so einem flächendeckenden Stromausfall kommen? Es gibt verschiedene Ursachen. Zum einen Umweltkatastrophen wie Stürme oder Hochwasser. Auch Anschläge können zum Zusammenbruch des Energiesystems führen. Aufgrund des Ukraine-Konflikts stehen momentan Hackerangriffe von Russland als Bedrohung im Mittelpunkt.

Wie schnell es zu einem Hacker-Angriff kommen kann und welche Auswirkungen sie auf verschiedene Bereiche haben könnten, zeigte sich bereits in der Vergangenheit. Geschäfte wie Saturn und Mediamarkt wurden bereits Opfer eines Hackerangriffs*. Große Besorgnis in der Energiebranche hatte im Mai vergangenen Jahres eine Cyberattacke auf die Colonial Pipeline ausgelöst, die größte Benzinleitung der USA. Die Angreifer wurden vom FBI der in Russland vermuteten Hackergruppe Darkside zugeordnet. Sie legten die Pipeline für fünf Tage lahm und erpressten mehrere Millionen Dollar.

Ukraine-Krieg: Deutschland auf Stromausfall schlecht vorbereitet

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erkennt eine erhöhte Bedrohungslage für Deutschland durch die angespannte Lage im Ukraine-Krieg. „Seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine ist es in Deutschland zu wenigen unzusammenhängenden IT-Sicherheitsvorfällen gekommen, die aber nur vereinzelt Auswirkungen hatten.“ Das BSI rät, die IT-Sicherheitsmaßnahmen zu erhöhen. Das betrifft vor allem Unternehmen, Behörden und Organisationen.

Auch laut des Versicherungsverbands GDV mangelt es in Deutschland an Vorsorge für längere Stromausfälle mit potenziell katastrophalen Folgen. Für einen auf der GDV-Webseite erschienenen Beitrag befragte der Verband mehrere Katastrophenschützer und Krisenmanager. Viele von ihnen äußerten sich besorgt. Albrecht Broemme, der frühere Präsident des Technischen Hilfswerks, hält demnach Hackerangriffe für die größte Gefahr.

Vorbereitung auf Stromausfall durch Hackerangriff von Russland

Ein Blackout gehöre „zu den größten Risiken für unser Land“, sagt laut GDV auch Wolfram Geier, Abteilungsleiter für Risikomanagement und Internationale Angelegenheiten im Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Und selbst GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen stimmt mit ein: „Leider sind wir in Deutschland auf die Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls nicht ausreichend vorbereitet.“

Auch, wenn das BSI momentan keine akute und unmittelbare Gefährdung sieht, kann sich diese Lage jederzeit ändern. Die weiteren Entwicklungen des Ukraine-Kriegs sind ungewiss und können sich schnell ändern. Das Bundesamt für Katastrophenschutz legt allen Bürgerinnen und Bürgern nahe, sich vorzubereiten.

  • Das Wichtigste zur Vorsorge:
  • Radio (batteriebetrieben)
  • Kerzen
  • Feuerlöscher
  • Erste-Hilfe-Kasten
  • Taschenlampe (Batterien, Dynamo, etc.)
  • Gaskocher
  • Konserven
  • Trinkwasser
  • Medikamente
  • Alle wichtigen Dokumente an einem Ort
  • Bargeld

Die Versorgung ohne Hilfe von außen sollte bei allen für mindestens 14 Tagen gewährleistet sein, so die ARD. Das BSI hat eine Checkliste für die Notfallversorgung* herausgegeben, die Bürgerinnen und Bürger nutzen können, um Vorräte für den Notfall zu kaufen. (fh/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

 

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