Explosion in Wohnhaus: Suche im Trümmerfeld

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Ein Auto neben dem explodierten Wohnhaus wurde von den Trümmern begraben.

Zerbst - Ein Knall riss am Montag die Menschen in Sachsen-Anhalt aus dem Schlaf: Nach der Explosion eines Mehrfamilienhauses suchen die Retter fieberhaft unter den Trümmern nach Opfern.

Meterhohe Trümmer, die Straße ist übersät mit Scherben aus geborstenen Fenstern, Autos sind unter Schutt begraben: Als die Feuerwehr in Zerbst (Sachsen-Anhalt) zum Einsatz kommt, bietet sich den Rettern ein Bild der Verwüstung. Ein dreistöckiges Mehrfamilienhaus ist am Montagmorgen bei einer Explosion zerstört worden. Die Ursache war zunächst laut Polizei unklar. Ein in dem Haus lebender Mieter, ein 53 Jahre alter Mann, wurde noch Stunden nach dem Unglück vermisst.

Die Polizei konnte nicht ausschließen, dass er bei der Explosion gegen 2.43 Uhr unter den Trümmern begraben wurden. Auch weitere Opfer konnten die Behörden trotz groß angelegter Suchaktion bis zum frühen Nachmittag nicht ausschließen. „Wir wissen nicht, ob der Mann zum Zeitpunkt der Explosion zu Hause war und ob er möglicherweise Besuch hatte“, sagte eine Polizeisprecherin. Eine vierköpfige Familie, die in einem benachbarten Gebäude wohnte, hatte sich dagegen selbst noch rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Explosion in Mehrfamilienhaus

Explosion in Mehrfamilienhaus

Helfer von Feuerwehr, Polizei, Technischem Hilfswerk (THW) und dem Deutschen Roten Kreuzes suchten nach möglichen Verschütteten. Mit bloßen Händen gruben sie sich durch das gewaltige Trümmerfeld. Auch speziell ausgebildete Hunden suchten unter den Schuttbergen. Anwohner beobachteten in der rund 24 000 Einwohner zählenden Kommune fassungslos und geschockt die Suchaktion.

Ihre Wohnhäuser waren durch die Wucht der Detonation beschädigt, Fenster aus dem Mauerwerk gedrückt und Dachziegel auf die Straße geschleudert worden. Geparkte Autos wurden von Trümmerteilen regelrecht zerquetscht. Mindestens zehn Wagen wurden laut Polizei beschädigt, einer vollkommen zertrümmert. Das Ausmaß der Schäden lasse sich noch nicht beziffern, hieß es. Von einem Fotogeschäft neben dem explodierten Haus waren nur noch die Grundmauern zu sehen.

dpa

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