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Sorge wegen Ukraine-Krieg

Radiologischer Notfall: Bayerischer Katastrophenschutz erklärt Ablauf im Ernstfall

Jodtabletten
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Für die Bevölkerung in Bayern wären im Ernstfall ausreichend Jodtabletten vorhanden. (Symbolbild)

Der Ukraine-Krieg lässt die Sorge vor einem radiologischen Notfall wachsen. Wie es in einem solchen Fall weiterginge, erklärt der bayerische Katastrophenschutz.

München - Der seit dem Angriff Russlands zu einem Krieg eskalierte Ukraine-Konflikt* versetzt viele Menschen in Angst. Wie kann ich helfen?* Kann der Krieg auch zu uns kommen? Was tun im Katastrophenfall? Der bayerische Katastrophenschutz verweist dazu auf das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) - und das liefert Antworten. Dabei muss es sich gar nicht um einen Krieg handeln.

Vorsorge für Katastrophenfälle: Bundesamt rät zur Notfallplanung

Auch Stürme, Hochwasser oder Stromausfälle sind Katastrophen, auf die man sich vorbereiten sollte*, wie Ursula Fuchs, Leiterin des Referats Information der Bevölkerung, Selbstschutz und -hilfe beim BBK, gegenüber dem Münchner Merkur erklärte. Das Bundesamt rät dazu, über die Notfallplanung nachzudenken. Denn: „Ist ein Notfall erst eingetreten, ist es für Vorsorgemaßnahmen meist zu spät“, ist auf der BBK-Website zu lesen. „Nehmen Sie sich die Zeit, über Ihre persönliche Notfallplanung nachzudenken.“ Doch was gehört alles in einen Notfallrucksack?

Sorge wegen Ukraine-Krieg - Bundesamt rät: Das gehört in einen Notfallrucksack

Das BBK listet für den Notfallrucksack unter anderem persönliche Medikamente, Erste-Hilfe-Material, ein batteriebetriebenes Radio, eine Dokumentenmappe sowie Verpflegung für zwei Tage in staubdichter Verpackung auf.

Im Notfall dürfe man aber Dinge, die man nicht vorher einpacken kann, nicht vergessen. Dazu gehören laut BBK unter anderem der Personalausweis, Geldkarten, das Kärtchen der Krankenversicherung, Impfpass und Haustür- oder Autoschlüssel.

Notfallvorrat: Bundesamt gibt Tipps für den Ernstfall

Auch zuhause sollte man auf etwaige Notfälle vorbereitet sein: Doch welche Lebensmittel sollte man für den Ernstfall parat haben und wieviel?

LebensmittelgruppeBeispieleVorrat für 10 Tage
Getränke2 Liter Flüssigkeit pro Person/Tag zum Trinken und Kochen. Mineralwasser, Fruchtsäfte, lange lagerfähige Getränke20 Liter
Getreide, GetreideprodukteBrot, Kartoffeln, Nudeln3,5 Kilo
Lagerfähiges Gemüse Karotten, Knoblauch, Zwiebeln, Sellerie, Kürbis, Steckrüben4 Kio

Auch Obst, Nüsse, Öle, Honig, Marmelade oder Kekse können eingepackt werden. Eine komplette Liste finden Sie in unserer Übersicht.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz gibt Tipps: Das sollten Sie im Notfall tun (Video)

Ukraine-Krieg: Sollte man sich mit Jodtabletten eindecken und sie vorsorglich nehmen? Bundesamt wird deutlich

Wegen des Ukraine-Kriegs ist auch die Sorge vor einem nuklearen Unfall groß. Sollte man sich deshalb mit Jodtabletten eindecken? Das bayerische Innenministerium sagt auf Merkur-Nachfrage: Nein! Und auch das BBK warnt vor einer Prophylaxe: „Von einer selbständigen Einnahme von Jodtabletten ist unbedingt abzusehen!“

Sollte ein Notfall eintreten, also ein Ereignis, „bei dem ein Eintrag von radioaktivem Jod in die Luft zu erwarten ist - werden sie in den möglicherweise betroffenen Gebieten verteilt.“ Das bedeutet aber nicht immer, dass die Jodtabletten sofort eingenommen werden müssen, schreibt das BBK auf seiner Website. Denn: Der richtige Zeitpunkt für die Einnahme sei entscheidend. Eine zu frühe oder zu späte Einnahme sorgt dafür, dass die gewünschte Schutzwirkung nicht erzielt wird.

Radiologischer Notfall: Bayerischer Katastrophenschutz erklärt Ablauf im Ernstfall

Der bayerische Katastrophenschutz erklärt auf Merkur-Nachfrage den Ablauf in so einem Fall: „Das für den Strahlenschutz in Bayern verantwortliche Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz bildet bei einem radiologischen Notfall zusammen mit dem Landesamt für Umwelt den ‚radiologischen Stab‘. Dieser bewertet die Situation und empfiehlt den Katastrophenschutzbehörden, also der jeweils betroffenen Regierung, einzuleitende Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung, beispielsweise die schnellstmögliche Verteilung von Kaliumiodidtabletten.“

Die Bevölkerung werde dann darüber informiert, dass ein nuklearer Notfall vorliege, entsprechende Maßnahmen veranlasst werden und sie gegebenenfalls die zu verteilenden Kaliumiodidtabletten an festgelegten Ausgabestandorten - beispielsweise Apotheken- abholen sollen. „Eine ausreichende Menge der Kaliumiodidtabletten ist für die gesamte bayerische Bevölkerung vorrätig“, erklärt eine Sprecherin. „Die Tabletten unterscheiden sich von den ‚normalen‘ Iodtabletten, die man in der Apotheke erhalten kann, durch ihre höhere Dosis an Kaliumiodid.“ (kam)*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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