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News-Ticker

Doppel-Orkan tobt über Deutschland: Ylenia sorgt für Ausnahmezustand - DWD warnt vor Wahnsinns-Wind

Unwetter in Deutschland: Vor schweren Sturm- und Orkanböen warnt der DWD-Wetterdienst in den nächsten Tagen. Nach Orkantief „Ylenia“ am Donnerstag ist das nächste Orkantief im Anmarsch.

Update vom 17. Februar, 10.17 Uhr: Vollsperrung auf der Autobahn A5 Richtung Frankfurt, meldet die Polizei Mittelhessen. Auf der A5 bei Friedrichshof ist ein Lkw umgekippt. Das Gespann ist mit Styroporplatten beladen. Der Fahrer leicht verletzt. Der Unfall ereignete sich bereits um 5 Uhr, teilte die Polizei mit. Mit der Bergung des Lastwagens und Aufräumarbeiten hätten wegen des heftigen Windes erst mit Verzögerungen beginnen können, sagte ein Polizeisprecher. Wann die Fahrbahn wieder freigegeben wird, ist zunächst unklar. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich auf der A5 zwischen Ausfahrt Friedberg und Bad Homburger Kreuz weiträumig zu umfahren.

Berliner Feuerwehr ruft wegen Sturm zweiten Ausnahmezustand aus

Update vom 17. Februar, 10.04 Uhr: Die Berliner Feuerwehr ruft erneut den Ausnahmezustand aus. Es ist das zweite Mal an diesem Donnerstag. Zu viele wetterbedingte Notrufe gehen ein. Freiwillige Feuerwehren wurden jetzt in den Dienst gerufen, teilt die Berliner Feuerwehr mit.

Ausnahmezustand aufgehoben - Feuerwehr in Berlin weiter im Sturm-Einsatz

Update vom 17. Februar, 9.27 Uhr: Umgestürzte Bäume oder lose Bauteile - die Berliner Feuerwehr ist wegen des Sturms weiterhin im Einsatz. Die Lage hat sich allerdings mittlerweile etwas entspannt. Der Ausnahmezustand Wetter konnte inzwischen wieder aufgehoben werden (siehe auch Update vom 17. Februar, 7.37 Uhr). Zwischen 2 Uhr und 5.30 Uhr gab es nach Angaben der Feuerwehr rund 75 wetterbedingte Einsätze. Am Flughafen Berlin-Brandenburg BER konnten wegen der starken Sturmböen zeitweise keine Maschinen beladen und entladen werden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Das Boarding der Passagiere verzögerte sich, wie ein Sprecher des BER sagte. Starts und Landungen seien nicht beeinträchtigt gewesen.

Update vom 17. Februar, 8.25 Uhr: Nach einer stürmischen Nacht bleiben die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter bestehen. Erst am Donnerstagnachmittag flaut der Sturm nach den derzeitigen Prognosen ab.

„Der erste Höhepunkt ist überschritten, aber weitere werden sowohl heute als auch morgen noch folgen“, twittert der DWD Donnerstagmorgen. Orkantief „Ylenia“ tobte sich schon ordentlich aus. In Angermünde (Brandenburg) wurden Orkanböen mit 125 km/h gemessen. Windgeschwindigkeiten bis zu 150 km/h auf dem Brocken - dem höchsten Berg im Mittelgebirge (1.141,2 Meter).

Windspitzen in der Nacht auf Donnerstag

Brocken150 km/h
Kahler Asten133 km/h
Weingebiet132 km/h
Angermünde125 km/h
Arnsberg123 km/h
Göttingen118 km/h

Deutsche Bahn stellt Fernverkehr in mehreren Bundesländern ein

Update vom 17. Februar, 7.37 Uhr: Die Deutsche Bahn hat mehrere Strecken gesperrt. Der Fernverkehr in mehreren Bundesländern wurde eingestellt. „In NRW, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Meck-Pomm, Brandenburg, Berlin verkehren keine Züge des Fernverkehrs“, twittert die Bahn Donnerstagfrüh. Die Zugausfälle wirken sich auch auf andere Bundesländer aus, teilt das Unternehmen mit. Äste und Bäume blockieren Schienen. Auch der Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen ist betroffen. Die Nordwestbahn hat am Donnerstagmorgen den Zugverkehr komplett eingestellt. Mittags sollen der Verkehr wieder schrittweise aufgenommen werden.

Sturmtief „Ylenia“ zieht über Deutschland

Update vom 17. Februar, 6 Uhr: Orkantief „Ylenia“ fegt über Deutschland und hat den Nordosten erreicht. Bäume blockieren Bahnstrecken, Flüge wurden gestrichen, in einigen Regionen Deutschlands fiel zeitweise der Strom aus. Der Hamburger Fischmarkt in Altona wurde überspült. Die Berliner Feuerwehr hat um 2.30 Uhr den Ausnahmezustand Wetter ausgerufen. Freiwillige Feuerwehren unterstützen jetzt die Kräfte der Berufsfeuerwehr. In Lichterfelde seien beispielsweise drei Bäume auf mehrere parkende Autos gefallen und auch ein Lichtmast sei mitgerissen worden. Meldungen von Verletzten lagen aus Berlin zunächst nicht vor.

Windgeschwindigkeiten von 152 km/h gemessen

Auf dem exponiert liegendem Brocken im Harz wurden nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zwischen 00.30 und 1.00 Uhr durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von 120 km/h gemessen. Die Windspitze in dem Zeitraum lag hier bei 152 km/h.

Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es in exponierten Lagen wie Bergspitzen zum Teil Orkanböen und orkanartige Böen: So wurden im oben genannten Zeitraum auf dem Feldberg im Schwarzwald Windgeschwindigkeiten von durchschnittlich 87 km/h gemessen, in Spitzen 125 km/h. Schwere Sturmböen gab es beispielsweise am Kap Arkona auf Rügen (77 km/h, 105 Spitze) und am Leuchtturm Kiel (79 km/h, 101 km/h in der Spitze).

Unwetter in Deutschland: Sturmtief „Ylenia“ erreicht Nordosten Deutschlands

Die Sturmlage hält laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) noch bis heute Nachmittag an. „Die Kaltfront nimmt Schwung auf!“, twittert der DWD Donnerstagfrüh. Aktuell hat sie die Mitte Deutschlands erreicht. Zwischen Nordhessen und Sachsen beziehungsweise dem südlichen Brandenburg liege momentan der Aktivitätsschwerpunkt.

Zahlreiche Zoos, etwa in Berlin, Wuppertal in Nordrhein-Westfalen und in Magdeburg (Sachsen-Anhalt), bleiben am Donnerstag vorsorglich geschlossen. Hier und dort wurde der Besuch von Friedhöfen untersagt. Auch viele Skigebiete stellten sich auf die Orkantiefs ein. Bereits am Mittwoch stand etwa die Fichtelberg Schwebebahn in Sachsen still. Wegen der Baumbruchgefahr sollen einige Loipen gesperrt werden. In vielen Städten wurden die Wochenmärkte für Donnerstag abgesagt.

Doppel-Orkan rast auf Deutschland zu: Tornadogefahr! Schulen vielerorts zu - Katastrophenschutz warnt

Update vom 16. Februar, 20.52 Uhr: Der Wetterdienst und die Katastrophenschutzbehörden von Bund und Ländern warnen vor Gefahren durch entwurzelte Bäume, herabfallende Dachziegel und umherfliegende Gegenstände. Menschen sollten den Aufenthalt im Freien möglichst vermeiden. Insbesondere vor dem Betreten von Wäldern und Parkanlagen wird gewarnt. So mahnt auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU): „Bitte vermeiden Sie unnötige Wege und bleiben Sie, wenn möglich, zu Hause.“

Orkan-Sturm rast über Deutschland: Überschwemmungen in Thüringen befürchtet

Update vom 16. Februar, 20.47 Uhr:  In Thüringen wird aufgrund der Wetterlage vor Überschwemmungen gewarnt, so etwa in Teilen von Sonneberg. „Bringen Sie persönliche Wertgegenstände in höher liegende Gebäudeteile. Schalten Sie Strom und Heizungen in gefährdeten Räumen ab. Eine Stromschlaggefahr besteht bereits bei Kondenswasser“, hieß es am Abend in einer Mitteilung der Landespolizeidirektion Thüringen.

In Teilen der Stadt Schleusingen hatten sich die Menschen bereits auf mögliches Hochwasser des Werra-Zuflusses Schleuse vorbereitet. Zahlreiche Freiwillige halfen dabei, rund 2000 Sandsäcke zu füllen, wie der Sprecher des Landratsamtes Hildburghausen Tim Pechauf erklärte.

Orkan-Sturm sorgt für Schulausfälle in mehreren Bundesländern

Update vom 16. Februar, 19.23: Der Orkan sorgt für Schulausfälle in etlichen Bundesländern. So kommt es am Donnerstag (17. Februar) in Teilen des bayerischen Oberfrankens, in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bremen zu geschlossenen Schulen. Im Saarland und Baden-Württemberg steht es den Eltern frei, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken.

Update vom 16. Februar, 18.15 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst warnt noch immer vor starken Sturm- und Windböen. Ab Mittwochabend treten verbreitet Orkanböen an den Küsten und im Bergland auf, so der DWD. Auf dem Brocken und dem Fichtelberg warnt der Wetterdienst sogar vor extremen Orkanböen.

Auch im Flachland soll es zu schweren Sturmböen, teils auch orkanartige Böen kommen. Ab der Nacht zum Samstag wird ein neues Sturmtief mit Orkanböen im Bergland und orkanartigen Böen im Norden und in der Mitte Deutschlands erwartet.

Sturmwarnung: Saarlands Schulen von Unwetter betroffen

Update vom 16. Februar, 17.03 Uhr: Wegen des Orkans stellt nun auch das Bildungsministerium im Saarland den Schulbesuch in den nächsten beiden Tagen frei. „Bei extremen Witterungsverhältnissen entscheiden grundsätzlich die Erziehungsberechtigten am Morgen, ob der Schulweg für ihre Kinder zumutbar ist“, teilte das Ministerium am Mittwoch in Saarbrücken mit. Volljährige Schüler entschieden selbst. Wer dem Unterricht fernbleibe, müsse die Schule benachrichtigen, hieß es.

Die Schulen könnten auch „eigenständig entscheiden, ob es zur Gefahrenabwehr nötig ist, den Unterricht witterungsbedingt nicht stattfinden zu lassen“. In diesen Fällen müsse aber möglichst eine Notbetreuung angeboten werden.

Update vom 16. Februar, 14.42 Uhr: Die Wetterlage entwickelt sich kritisch. Im Tagesverlauf an diesem Mittwoch nimmt der Wind schon deutlich zu. Bis zum Mittwochabend dreht der Sturm dann weiter auf. In der Nacht auf Donnerstag und Donnerstagvormittag erreicht die Orkan-Lage in Deutschland ihren ersten Höhepunkt. Den Anfang macht Orkantief „Ylenia“. Vom Nordwesten bis zur Mitte und im Osten warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor schweren Sturmböen bis 100 km/h und einzelnen Orkanböen bis 120 km/h.

Orkantief „Ylenia“: Wetterexperten warnen vor stark erhöhter Tornadogefahr

Es besteht stark erhöhte Tornadogefahr im Norden, warnt Wetterexperte Martin Pscherer vom Wetterportal wetter.de. Besonders während des Durchzugs der Kaltfront von Tief „Ylenia“ mit kräftigen Schauern und Gewittern kann der Wind Orkanstärke erreichen. Bis zum Donnerstagmorgen zieht die Kaltfront von Nordwest nach Südost über Deutschland hinweg.

„Das sind Windgeschwindigkeiten, die wir so verbreitet bis ins Flachland nicht jedes Jahr erleben“, teilt DWD-Meteorologe Adrian Leyser am Mittwoch mit. „Zudem treten die Böen bei einer solchen „konvektiven Windlage“ teilweise sehr plötzlich auf.“ Größere Bäume können entwurzelt, Dächer beschädigt und Gegenstände umhergewirbelt werden, warnt der DWD. Schäden an Gebäuden seien ebenso möglich. Mit Behinderungen und Störungen des Verkehrs muss gerechnet werden.

Das nächste Orkantief namens „Zeynep“ nähert sich am Freitag. Das Tief bereitet den DWD-Meteorologen noch „Kopfzerbrechen“. Die Vorhersage sei zwar noch recht unsicher, sicher ist aber, dass das Sturmfeld Deutschland erfassen wird.

Bahnreisende müssen mit Problemen bei der Deutschen Bahn rechnen

Update vom 16. Februar, 13 Uhr: Das Sturmtief wirbelt wahrscheinlich den Bahnverkehr durcheinander. Reisende sollen sich auf Probleme bis Donnerstagabend einstellen: „Es ist möglich, dass der Bahnverkehr bundesweit am 17. Februar beeinträchtigt ist“, twittert die Deutsche Bahn. Fahrgäste werden gebeten, sich auf der Webseite zu informieren und gegebenenfalls ihre Reise „flexibel“ zu verschieben.

Unwetterwarnung wegen Orkantief: Schulen in NRW am Donnerstag geschlossen

Update vom 16. Februar, 12.17 Uhr: Sicherheit geht vor! In Nordrhein-Westfalen fällt am Donnerstag wegen Unwetter die Schule aus. Wegen der Unwetter-Warnungen für Nordrhein-Westfalen ordnet das Land für den morgigen Donnerstag (17. Februar) einen landesweiten Unterrichtsausfall an. Das kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag an. „Morgen findet landesweit kein Unterricht in den Schulen in NRW statt“, ist auf der Webseite des NRW-Schulministeriums zu lesen. Familienminister Joachim Stamp (FDP) appellierte an alle Eltern, ihre Kinder am Donnerstag zu Hause zu betreuen statt in die Kita oder Kindertagespflege zu schicken.

Gefährlicher Doppel-Orkan fegt über Deutschland: DWD rechnet mit heftigen Böen - Sturmflut angekündigt

Update vom 16. Februar, 9.18 Uhr: Im ganzen Land herrscht Sturm-Alarm! „Zwei Orkantief sorgen ab der Nacht auf Donnerstag bis zum Samstag für eine ausgewachsene Unwetterlage in Deutschland“, teilt der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch mit. Ja, Sie haben richtig gelesen: Es sind zwei Orkantiefs, die in Deutschland zwei gefährliche Stürme verursachen könnten. Es ist eine brisante Sturmlage, die sich gerade beim Wetter* zusammenbraut. In der Nacht auf Donnerstag zieht Orkantief „Ylenia“ auf. Das nächste Unwetter kündigt sich dann schon am Freitag (18. Februar) in der Nacht auf Samstag an.

Von Westen her nimmt der Wind schon am Mittwochvormittag deutlich zu. Am Nachmittag ist dann mit häufigen stürmischen Böen im Tiefland (Bft 7/8) zurechnen. In den Bergen und auf der See fegt der Wind aber dann schon mit Windspitzen von bis zu 95 km/h (Bft 10). Auf dem Brocken rechnen die DWD-Wetterexperten mit Orkanböen mit bis zu 140 km/h.

Unwetter in Deutschland: „Auf allen Bergen voller Orkan“

In der Nacht auf Donnerstag spitzt sich die Sturmlage zu. Mit 100 km/h peitscht der Wind dann verbreitet über das Land. In der Mitte und im Osten des Landes „Gefahr von orakanartigen Böen (Bft 11, bis 115 km/h), auf den Bergen voller Orkan“. Das heißt Windspitzen mit bis 140 km/h. Auf dem Brocken erwartet der DWD sogar bis zu 180 km/h.

Feuerwehr Hamburg rät dringend Warn-Apps zu installieren

An der Nordsee droht eine schwere Sturmflut. Das Bundesamt für Schifffahrt und Hydrographie (BSH) warnt vor Hochwasser an der ostfriesischen Küste, an der nordfriesischen Küste und im Weser- und Elbegebiet vor Hochwasser bis zu 1,5 Meter höher als das mittlere Hochwasser. Im Hamburger Elbegebiet könnte Hochwasser 1,5 bis 2 Meter über das mittlere Hochwasser eintreten.

Die Feuerwehr Hamburg empfiehlt angesichts der aufziehenden Unwetter die Warn-App NINA und die Warn-App des Deutschen Wetterdienstes zu installieren. Gleichzeitig weist die Feuerwehr Hamburg daraufhin, den „Hinweisen und Warnungen aus beiden Warn-Apps grundsätzlich Folge zu leisten“.

Beaufort-Skala/ Grad *BezeichnungWindgeschwindigkeit Kilometer pro Stunde (km/h)Beispiele für die Auswirkungen des Windes im Binnenland
Bft 7steifer Wind50 bis 61 km/hfühlbare Hemmungen beim Gehen gegen den Wind, ganze Bäume bewegen sich
Bft 8stürmischer Wind62 bis 74 km/hZweige brechen von Bäumen, erschwert erheblich das Gehen im Freien
Bft 9 Sturm75 bis 88 km/hÄste brechen von Bäumen, kleinere Schäden an Häusern (Dachziegel oder Rauchhauben abgehoben)
Bft 10schwerer Sturm89 bis 102 km/hWind bricht Bäume, größere Schäden an Häusern
Bft 11orkanartiger Sturm103 bis 117 km/hWind entwurzelt Bäume, verbreitet Sturmschäden
Bft 12 Orkanab 118 km/hschwere Verwüstungen

*Quelle: Ausschnitt DWD Beaufort-Skala

Orkan-Tiefs kommen: DWD kündigt tagelange „ausgewachsene Sturmlage“ an - „Langsam wird es ernst“

Erstmeldung vom 15. Februar 2022: Offenbach – Noch ist das Wetter in Deutschland eher ruhig. Im Laufe der Woche ändert sich das gewaltig. Sturm- und Orkanböen drohen.

„Dies ist eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential“, teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Der DWD hat bereits eine Vorabinformation vor „Unwetter und Orkanböen“ am Donnerstag (17. Februar) herausgegeben. Amtliche Unwetter-Warnungen erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt, weist das DWD via Twitter hin.

Orkan-Tief „Xandra“ sorgt für „ausgewachsene Sturmlage in Deutschland“

„Langsam wird die Lage ernst“, fasst Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net die Wetterlage zusammen. Das erste Sturmtief trifft in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Deutschland. Am Freitag dann das nächste. Aktuell steht das Orkan*-Tief über der Nordsee zum Donnerstag im Fokus der Wetterexperten. Es sorgt laut DWD für eine „ausgewachsene Sturmlage in Deutschland“. Besonders betroffen sind vor allem der Norden und die Mitte des Landes.

Unwetter in Deutschland: DWD warnt vor Sturmlage ab Donnerstag

Im Norden und in der Mitte Deutschlands sind laut dem DWD Sturmböen und schwere Sturmböen im Flachland von 80 km/h bis 110 km/h möglich. An der Nordsee und im Bergland fegt der Wind dann mit bis zu 120 km/h, also Orkanstärke über das Land.

Im Süden ist der Wind etwas schwächer. Aber auch dort ist noch mit Sturmböen (bis 85 km/h) und im Bergland mit Orkanböen von 110 km/h bis 130 km/h zu rechnen.

Böen ab 100 km/h sind gefährlich, warnt der DWD: „Es können z.B. Bäume entwurzelt, Dächer beschädigt werden. Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Schließen Sie alle Fenster und Türen! Sichern Sie Gegenstände im Freien! Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!“

Sturmstärke Orkan ab 117 km/h Windgeschwindigkeit

  • Orkan nach der Beaufortskala
  • Die Beaufortskala teilt Winde in verschiedene Stärken ein: 12 Bft wird nach der Beaufortskala als „Orkan“ bezeichnet.
  • 12 Bft: Windstärke 12 wird nach der Beaufortskala als „Orkan“ bezeichnet.
  • Windstärke 12 entspricht mehr als 117 km/h, mehr als 32,7 m/s oder mehr als 64 kn.
DWD-Unwetter-Warnung: Wetterdienst warnt vorab vor Orkan und schweren Sturmböen ab Mittwoch.

Sturmlage über Deutschland hält an

Am Freitag schwächt der Wind vorübergehend ab. Doch dann droht Sturm Nummer zwei. Nach den derzeitigen Prognosen bliebt es weiter gefährlich. Wetterexperte Dominik Jung: „Die Sturmlage wird bis Sonntag anhalten, vermutlich sogar noch länger. Die stärksten Windentwicklungen wird es wohl Donnerstag und Freitag, sowie in der Nacht auf Samstag geben!“ Die Aussichten für die kommenden Tage liefert der Jung gleich mit:

  • Dienstag: 5 bis 10 Grad, durchwachsen, mal Sonne, mal Wolken und Schauer
  • Mittwoch: 7 bis 13 Grad, wechselhaft mit Schauern und kräftigem Regen, zum Abend zunehmende Wind, in der Nacht auf Donnerstag stürmisch
  • Donnerstag: 7 bis 14 Grad, durchwachen, viele Wolken, stürmisch, teilweise an der See und in den höheren Lagen Orkanböen, immer wieder Schauer
  • Freitag: 8 bis 17 Grad, Sturmgefahr! Zwischen der Mitte und dem Norden orkanartige Böen bis ganz runter möglich, um 110 km/h. In den höheren Lagen bis zu 150 km/h. Schauerwetter.
  • Samstag: 6 bis 11 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und Regenschauern, sehr windig.
  • Sonntag: 6 bis 10 Grad, Sturmböen, viele Wolken, Regen
  • Montag: 6 bis 10 Grad, durchwachsen und sehr windig, Regenschauer

Die Temperaturen sind für die Jahreszeit viel zu mild. Es könnte der wärmste Februar-Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnung werden, vermutet Jung. Übrigens: Die ersten Prognosen für den Frühling 2022 sind da. In den führenden Wettermodellen zeichnet sich ein deutlicher Trend ab. Das bringen der März, April und Mai. (ml) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

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