Fälscher am Werk

Zehn-Euro-Schein mit zwei Rückseiten entdeckt

Frankfurt am Main - Ein gefälschter Zehn-Euro-Schein, der auf beiden Seiten gleich aussieht, ist im niedersächsischen Stade aufgetaucht.

Das Exemplar sei am Mittwoch in einem Unternehmen bei der Kassenkontrolle aufgefallen, teilte die Polizei am Freitag mit. „So blöd, so schlecht gemacht, das ist selten“, sagte Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Trotzdem waren Mitarbeiter in dem Unternehmen zunächst nicht stutzig geworden, als mit dem Falschgeld, das zweimal die Rückseite der Note zeigt, am Mittwochvormittag vermutlich Autoteile bezahlt worden waren.

Reproduktionen von Banknoten, bei denen auf beiden Seiten jeweils die Vorderseite einer echten Banknote dargestellt ist, hat es nach Angaben der Deutschen Bundesbank in der Vergangenheit schon gegeben. In der Mehrheit der Fälle sei das Absicht gewesen, da der Hersteller keine Täuschung im Zahlungsverkehr beabsichtigt hatte, sondern sich einen Scherz erlauben wollte. Solche Stücke würden oft nicht als Fälschung, sondern als ordnungswidrige Banknotenreproduktion behandelt. Dem Täter drohe dann keine Freiheitsstrafe, sondern ein Bußgeld von bis zu 10 000 Euro, erläuterte eine Bundesbank-Sprecherin in Frankfurt am Main.

dpa

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