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Schwäbische Alb und Bliesgau sind UNESCO-Bioreservate

Streuobstwiese
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Streuobstwiesen prägen eine Landschaft.

Bonn (dpa) - Die UNESCO hat die Schwäbische Alb und den Bliesgau als neue deutsche Biosphärenreservate anerkannt. Weltweit hatten sich 36 Gebiete um den UNESCO-Titel beworben.

Das UNESCO-Gremium würdigte dabei, dass die Bevölkerung intensiv in die Ausweisung der Reservate einbezogen worden sei, berichtete die Deutsche UNESCO- Kommission am Dienstag in Bonn. Die Entscheidung wurde vom Internationalen Koordinationsrat des UNESCO-Programms “Der Mensch und die Biosphäre“ getroffen, der zur Zeit in Jeju (Südkorea) tagt.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau liegt im Südosten des Saarlands. Es ist geprägt durch Streuobstwiesen, Buchenwälder und die Auenlandschaft der Blies. Wie auch die Schwäbische Alb hat der Bliesgau teils fast städtischen Charakter. Beispiele für erfolgreiche Projekte sind das Bliesgau-Regal zur Förderung der Regionalvermarktung, die Förderung erneuerbarer Energien und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Das UNESCO-Biosphärenreservat Schwäbischen Alb erstreckt sich rund um den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen auf Teile der Landkreise Reutlingen, Esslingen und Alb-Donau-Kreis und umfasst 29 Gemeinden.

Besonders für dieses Gebiet sind die Hang- und Schluchtwälder am Albtrauf, die abwechslungsreiche Kulturlandschaft und die enge Verzahnung mit urbanen Räumen. UNESCO-Biosphärenreservate sind Modellregionen, in denen nachhaltige Entwicklung verwirklicht wird. Im Mittelpunkt stehen vor allem Kulturlandschaften, die vom Menschen geschaffen wurden. Die Reservate zeigen, dass der Schutz von Ökosystemen und biologischer Vielfalt Hand in Hand gehen kann mit wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

dpa

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