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Sexueller Kontakt mit Kindern über Internet ist Missbrauch

Wer mit Kindern über Internet Kontakte mit sexueller Zielrichtung aufnimmt, macht sich strafbar.
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Wer mit Kindern über Internet Kontakte mit sexueller Zielrichtung aufnimmt, macht sich strafbar.

München/Karlsruhe - Wer mit Kindern über Internet Kontakt mit sexueller Zielrichtung aufnimmt, macht sich strafbar.

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat am Donnerstag ein Urteil des Münchner Landgerichts bestätigt, das einen Angeklagten im Dezember 2008 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Verbreitung pornografischer Darbietungen über Teledienste zu einer Haftstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt und seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet hat (Az.: 1 StR 105/09).

Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte hatte über das Internet mit fünf Kindern aus Belgien Kontakt aufgenommen. Während dieser Verbindung wurden Live-Bilder des Mannes und der Kinder mittels Webcam übertragen. Der Angeklagte äußerte dabei, er wolle mit den Kinder Geschlechtsverkehr haben und zeigte sich mit entblößtem Unterleib.

Der BGH hat die Revision des Angeklagten gegen das Münchner Urteil als unbegründet verworfen. Die Kinder konnten der Entscheidung zufolge die sexuellen Handlungen des Mannes über die Bilder der Kamera sehen. Vor solchen Bildern wolle sie der Gesetzgeber zum Schutz ihrer ungestörten Entwicklung "umfassend bewahren".

dpa

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